Am 6. November 2025 wurde in Wien ein kritischer Bericht der Grünen veröffentlicht, der die österreichische Regierung scharf für ihre Untätigkeit im Klimaschutz kritisiert. Nach fast 250 Tagen im Amt hat die Regierung keine nennenswerten Fortschritte im Bereich Umwelt- und Klimagesetzgebung erzielt.
Am 6. November 2025 wurde in Wien ein kritischer Bericht der Grünen veröffentlicht, der die österreichische Regierung scharf für ihre Untätigkeit im Klimaschutz kritisiert. Nach fast 250 Tagen im Amt hat die Regierung keine nennenswerten Fortschritte im Bereich Umwelt- und Klimagesetzgebung erzielt. Diese Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Klimawandel weltweit immer drängender wird und Österreich sich doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt.
Die Grünen werfen der Regierung vor, dass sie trotz der Dringlichkeit der Klimakrise keine neuen Umweltgesetze auf den Weg gebracht hat. Stattdessen wurden Klimaförderungen gekürzt, und die Regierung hat wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert. Besonders im Fokus der Kritik steht die Blockade einer öffentlichen Debatte im Parlament über den Zweiten Österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel. Dieser Bericht gilt als der wichtigste wissenschaftliche Beitrag zur Klimapolitik in Österreich seit Jahren.
Der im Frühjahr veröffentlichte Bericht zeigt alarmierende Fakten auf: Österreich ist einem doppelt so schnellen Erwärmungstrend ausgesetzt wie der Rest der Welt. Dies führt zu häufigeren Extremwetterereignissen, die nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung gefährden, sondern auch die Infrastruktur und Wirtschaft des Landes. Der Bericht wurde von über 200 Wissenschaftler:innen erstellt und ist das Fundament für die klimapolitische Arbeit der Grünen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hinkt Österreich in der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen hinterher. Während Deutschland ehrgeizige Projekte zur Reduktion von CO2-Emissionen umsetzt und die Schweiz innovative Ansätze im Bereich erneuerbare Energien verfolgt, bleibt Österreichs Regierung in der Kritik stecken. Der Antrag der Grünen, klimaschädliche Subventionen abzuschaffen und erneuerbare Energien auszubauen, fand im Parlament keine Mehrheit.
Die Untätigkeit der Regierung hat direkte Auswirkungen auf die österreichischen Bürger. Die Zunahme von Extremwetterereignissen führt zu höheren Kosten für die Instandhaltung von Infrastruktur und steigenden Versicherungsprämien. Zudem gefährden Hitzewellen die Gesundheit, insbesondere von älteren Menschen und Kindern. Die wirtschaftlichen Kosten durch Ernteausfälle und Schäden an Infrastruktur belasten den Staatshaushalt zusätzlich.
Statistiken zeigen, dass die Durchschnittstemperatur in Österreich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist. Zwischen 1990 und 2020 hat sich die Zahl der Hitzetage verdoppelt. Prognosen sagen voraus, dass ohne drastische Maßnahmen die Temperaturen weiter steigen werden, was zu noch häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen führen wird.
Experten sind sich einig, dass Österreich dringend handeln muss, um die Klimaziele zu erreichen. Dies erfordert nicht nur die Umsetzung der Empfehlungen des Sachstandsberichts, sondern auch eine umfassende Reform der Energiepolitik. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung nachhaltiger Technologien sind entscheidend, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.
Die Kritik der Grünen an der österreichischen Regierung verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Ohne entschlossenes Handeln droht Österreich, seine Klimaziele zu verfehlen und die Lebensqualität seiner Bürger zu gefährden. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung auf den Druck der Öffentlichkeit und der Opposition reagiert und endlich konkrete Maßnahmen ergreift.
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