Während die Temperaturen steigen und Wetterextreme zunehmen, kämpfen Teile der Natur mit Wasserrückgang. Zum Weltwassertag am 22. März macht der Umweltdachverband auf die Folgen für Wasserlebensräume aufmerksam und fordert politische Maßnahmen zur Stärkung des Wasserrückhalts.
Zum Weltwassertag am 22. März macht der Umweltdachverband auf Klimafolgen für Wasserökosysteme aufmerksam. Der Klimawandel führt nach Angaben des Verbandes zum Rückgang des Winterniederschlags und zu erhöhter Verdunstung in den warmen Monaten, wodurch bereits zahlreiche Wasserlebensräume verloren gegangen sind. Neben dem Verlust von Wasser‑Mikrohabitaten trocknen ganze einst dynamische Systeme wie Auenlandschaften aus – Seitenarme verlieren die Verbindung zum Hauptstrom und verlanden. Zahlreiche Tiergruppen sind von dieser voranschreitenden Trockenheit bedroht und verlieren so ihre Laichhabitate, wie zum Beispiel Amphibien, wasserlebende Insekten sowie Fisch‑ und Vogelarten, so Franziska Werba, Biodiversitätsexpertin im Umweltdachverband.
Der Verband fordert, das Wasser langfristig in der Landschaft zu halten und den Erhalt sowie die Renaturierung von Feuchtflächen wie Feuchtwiesen, Auen, Tümpeln oder Bachläufen zu fördern. Dazu solle die Politik auf nationaler und EU‑Ebene durch gezielte Maßnahmen – etwa die Gründung eines Wiederherstellungsfonds – Revitalisierungen vorantreiben. Dabei müssten Umwelt‑ und Biodiversitätsschutz von Anfang an mitgedacht werden, so Kurt Lichtenwöhrer, Biodiversitätsexperte im Umweltdachverband.
Informationen zu aktuellen Projekten des Umweltdachverbandes zum Thema Wasserrückhalt: