Eine brisante Entdeckung wartet im Architekturzentrum Wien auf Besucher: Die Ausstellung „Global – Neutral" enthüllt ab 16. April 2026 ein verdrängtes Kapitel österreichischer Geschichte.
Die Ausstellung „Global – Neutral" im Architekturzentrum Wien (Az W) folgt den Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in Afrika und Asien tätig waren. Im Kontext von Dekolonisierung und Kaltem Krieg wurden Architekturprojekte in postkolonialen Staaten zu Schauplätzen politischer Aushandlungsprozesse. Österreichs Selbstverständnis als neutraler Staat ohne koloniale Vergangenheit verlieh seinen Architekt*innen eine besondere Rolle zwischen Ost und West. Ihre Projekte waren zugleich in politische, wirtschaftliche und kulturelle Interessen eingebunden – von Entwicklungsprogrammen und diplomatischer Annäherung bis hin zu transnationaler Zusammenarbeit.
Ausgehend von der Sammlung des Az W beleuchtet die Ausstellung ein unbeachtetes Kapitel österreichischer Architekturgeschichte. Pläne, Fotografien und Modelle zeigen Projekte u. a. von Hannes Lintl, Carl Pruscha, Roland Rainer, Shahrzad Seradj-Kraupp und Anton Schweighofer.
Parallel zur Ausstellung erscheint bei Park Books das Buch "Global – Neutral. Architecture from Austria in Africa and Asia 1955–1989", herausgegeben von Monika Platzer, Susanne Rick und dem Architekturzentrum Wien.
Kuratorinnen: Monika Platzer, Susanne Rick
PRESSEKONFERENZ: Mi 15.04., 11:00 in der Bibliothek des Az W
ERÖFFNUNG: Mi 15.04., 19:00 im Podium
Ausstellung: „Global – Neutral. Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989“ 16.04.–05.10.2026, täglich 10:00–18:00, mittwochs 10:00–20:00
Ort: Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien
Österreich
URL: https://www.azw.at/de/artikel/presse/global-neutral/