Die Jugend Österreichs erhebt ihre Stimme und zeigt, wo der Schuh drückt: Das Pflegesystem des Landes steht im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte. Laut der aktuellen Ö3-Jugendstudie, an der im März 2025 über 23.000 junge Menschen teilnahmen, sehen 76 Prozent der Befragten dringenden Handlungsbedarf
Die Jugend Österreichs erhebt ihre Stimme und zeigt, wo der Schuh drückt: Das Pflegesystem des Landes steht im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte. Laut der aktuellen Ö3-Jugendstudie, an der im März 2025 über 23.000 junge Menschen teilnahmen, sehen 76 Prozent der Befragten dringenden Handlungsbedarf in der Pflege. Die Politik ist jetzt am Zug, um das System zu retten!
Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Ein Fünftel der jungen Österreicher kann sich vorstellen, einen Pflegeberuf zu ergreifen. Doch das allein reicht nicht aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich, betont die Notwendigkeit besserer Arbeitsbedingungen und mehr Ausbildungsplätze. „Die Jugend hat den Fachkräftemangel erkannt und fordert Lösungen“, so Anselm.
Hilfswerk-Präsident Othmar Karas unterstreicht die Verantwortung der politischen Entscheidungsträger. Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, fordern er und andere Organisationen eine zügige Fortsetzung der Pflegereform. „Die Entlastung der Pflegekräfte und eine Digitalisierung der Prozesse sind entscheidend“, erklärt Karas. Die Jugendstudie sieht er als klaren Auftrag an die Politik, endlich zu handeln.
Die Pflegeberufe erleben einen nie dagewesenen Zulauf. Junge Menschen wie Paula Fellner, die ihre Ausbildung zur Pflegeassistentin im Seniorenheim Großgmain absolviert, sind hochmotiviert. „Ich möchte Menschen unterstützen und ihnen ein Lächeln schenken“, sagt Fellner. Doch trotz des Interesses bleibt die Herausforderung bestehen: Der demografische Wandel erhöht den Druck auf das Pflegesystem.
Elisabeth Anselm fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Ausbildungsplätze von der öffentlichen Hand. „Auf jeden Platz kommen zehn Bewerber. Mehr Mittel könnten die Personallücke schließen“, so Anselm. Die Jugend ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn ihnen die richtigen Wege eröffnet werden.
Wird die österreichische Politik den Hilferuf der Jugend erhören und die notwendigen Schritte einleiten, um die Pflege zukunftssicher zu machen? Die kommenden Monate werden es zeigen!