Am 7. November 2025 zeigt sich die österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) erfreut über die jüngsten Entwicklungen in der österreichischen Bildungslandschaft. Die Einführung einer Promotionsmöglichkeit an Fachhochschulen (FH) und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) steht im Raum. D
Am 7. November 2025 zeigt sich die österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) erfreut über die jüngsten Entwicklungen in der österreichischen Bildungslandschaft. Die Einführung einer Promotionsmöglichkeit an Fachhochschulen (FH) und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) steht im Raum. Diese Nachricht könnte das akademische und wirtschaftliche Gefüge Österreichs nachhaltig verändern. Der Vorstoß, unterstützt von den Landeshauptleuten aus Niederösterreich und Vorarlberg, Johanna Mikl-Leitner und Markus Wallner, wird als entscheidend für die Zukunft der angewandten Forschung gesehen.
Ein Doktorat, auch als Promotion bekannt, ist der höchste akademische Grad, den eine Hochschule verleihen kann. Traditionell war dieser Abschluss Universitäten vorbehalten. Die Möglichkeit, ein Doktorat an FH/HAW zu erlangen, würde nicht nur die Karrierechancen für Forschende erweitern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs stärken. Dies ist von besonderer Bedeutung, da anwendungsorientiertes Wissen und Innovationen im Land gehalten werden müssen, um im internationalen Vergleich nicht zurückzufallen.
Fachhochschulen wurden in Österreich in den 1990er Jahren eingeführt, um eine praxisorientierte Alternative zu den Universitäten zu bieten. Sie haben sich seitdem zu wichtigen Institutionen für angewandte Forschung und Lehre entwickelt. Derzeit gibt es in Österreich 21 Fachhochschulen, die eine breite Palette von Studiengängen in Bereichen wie Technik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften anbieten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo FH/HAW ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen, hinkt Österreich in Bezug auf die Promotionsmöglichkeiten hinterher. In Deutschland gibt es bereits Modelle, bei denen FH-Absolventen in Kooperation mit Universitäten promovieren können. Die Schweiz hat ebenfalls Schritte unternommen, um ihren FH-Absolventen ähnliche Möglichkeiten zu bieten.
Die Einführung der Promotionsmöglichkeit an FH/HAW könnte weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft haben. Zum einen würde dies den Studierenden eine größere Auswahl an akademischen und beruflichen Möglichkeiten bieten. Zum anderen könnte es die Attraktivität der FH/HAW als Bildungsinstitutionen erhöhen, was wiederum die Zahl der Einschreibungen steigern könnte.
Ein konkretes Beispiel ist der Bereich der angewandten Forschung. Mit der Möglichkeit, ein Doktorat zu erlangen, könnten FH/HAW intensiver in Forschungsprojekte eingebunden werden, die direkt der österreichischen Wirtschaft zugutekommen. Dies könnte zu einer stärkeren Vernetzung zwischen Hochschulen und der Industrie führen und Innovationen fördern.
Derzeit betreiben alle österreichischen FH/HAW erfolgreich angewandte Forschung und leisten einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der österreichischen Wirtschaft. Laut einer Studie der FHK tragen die FH/HAW maßgeblich zur Innovationskraft des Landes bei. Die Einführung des Doktorats würde diesen Beitrag weiter verstärken und die Position Österreichs als Innovationsstandort festigen.
FHK-Präsidentin Ulrike Prommer betont, dass die Einführung des Doktorats an FH/HAW nicht nur ein Gebot der Stunde sei, sondern auch ein einfacher und sicherer Weg, die Karrierechancen für Forschende zu erweitern. K. Koleznik, FHK-Generalsekretär, sieht die Forderungen aus Vorarlberg und Niederösterreich als repräsentativ für viele andere Akteure im FH/HAW-Sektor. Er betont, dass die rechtlichen Grundlagen für eine Umsetzung bereit seien und keine Zeit mehr verloren werden dürfe.
Die Zukunftsperspektive ist vielversprechend. Mit der Einführung der Promotionsmöglichkeit könnte Österreich eine Vorreiterrolle in der angewandten Forschung einnehmen. Dies würde nicht nur die Attraktivität der FH/HAW erhöhen, sondern auch die Innovationskraft des gesamten Landes stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einführung einer Promotionsmöglichkeit an österreichischen FH/HAW einen bedeutenden Schritt für das Bildungssystem und die Wirtschaft des Landes darstellen würde. Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Signale aus der Politik in konkrete Maßnahmen münden. Interessierte Leser können sich auf der Website der FHK weiter informieren.