Am 4. Dezember 2025 veröffentlichte die Hutchison Drei Austria GmbH eine aufschlussreiche Studie über den Stand der Digitalisierung in Österreichs Mittelstand. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Zwei von drei Unternehmen setzen bereits auf Künstliche Intelligenz (KI), was einen signifikanten Anstieg
Am 4. Dezember 2025 veröffentlichte die Hutchison Drei Austria GmbH eine aufschlussreiche Studie über den Stand der Digitalisierung in Österreichs Mittelstand. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Zwei von drei Unternehmen setzen bereits auf Künstliche Intelligenz (KI), was einen signifikanten Anstieg gegenüber den letzten Jahren darstellt. Diese Entwicklung zeigt, wie stark der Wettbewerbsdruck und der technologische Fortschritt den digitalen Wandel vorantreiben.
Österreichs Mittelstand, eine tragende Säule der nationalen Wirtschaft, steht im Mittelpunkt der Digitalisierung. Die Studie von Drei, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut marketmind durchgeführt wurde, zeigt, dass Unternehmen zunehmend auf Schlüsseltechnologien wie KI, Cloud Computing und Data Analytics setzen. Diese Technologien sind entscheidend, um im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben. Während Österreich im Eurostat-Vergleich im Mittelfeld liegt, gibt es in Bereichen wie digitaler Sicherheit noch erheblichen Verbesserungsbedarf.
Die Nutzung von KI hat in den letzten Jahren einen sprunghaften Anstieg erlebt. 2023 nutzten nur zehn Prozent der Unternehmen KI-Technologien, während es 2025 bereits 68 Prozent sind. Diese Entwicklung ist ein klares Indiz dafür, dass KI nicht mehr nur ein Zukunftsthema ist, sondern bereits fest im Geschäftsalltag verankert ist. Unternehmen setzen KI vor allem in täglichen Arbeitsprozessen, zur Optimierung von Produktionsabläufen und im Kundenkontakt ein. Trotzdem besteht noch eine Kluft zwischen punktueller Nutzung und strategischer Einbindung.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in einigen Bereichen aufholen muss. Während Deutschland bereits umfangreiche KI-Strategien implementiert hat, die auf eine umfassende Integration in Geschäftsprozesse abzielen, ist Österreich noch in der Phase der punktuellen Anwendung. In der Schweiz hingegen wird stark auf Datenschutz und Cybersicherheit gesetzt, was als Vorbild für Österreich dienen könnte.
Ein kritischer Punkt, der in der Studie hervorgehoben wird, ist die Cybersicherheit. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen war bereits Opfer von Cyberkriminalität. Dennoch unterschätzen viele Unternehmen die Gefahren, die von Cyberangriffen ausgehen. Um dem entgegenzuwirken, sind klare Richtlinien und eine verstärkte Aufklärung notwendig.
Die Investitionspläne der Unternehmen konzentrieren sich auf Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Cloud-Services und SD-WAN. Diese Technologien sind entscheidend für die Vernetzung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Unternehmen sehen in der Prozessoptimierung den größten Vorteil, gefolgt von der Stärkung der Kundenbeziehung und der effizienteren Nutzung von Ressourcen.
Die Digitalisierung hat auch direkte Auswirkungen auf die Bürger. Durch die verstärkte Nutzung von Home-Office und virtuellen Meetings verändert sich die Arbeitskultur nachhaltig. Während der IKT-Sektor bereits stark auf Home-Office setzt, gibt es in anderen Branchen noch Nachholbedarf. Virtuelle Meetings sind mittlerweile in fast allen Unternehmen Standard, was die Flexibilität und Effizienz der Arbeitsabläufe erhöht.
Die Zukunft der Digitalisierung in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit den richtigen Rahmenbedingungen und Investitionen könnte Österreich eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Dazu bedarf es jedoch einer klaren Strategie und der Bereitschaft, in Bildung und Technologie zu investieren. Der Mittelstand spielt dabei eine Schlüsselrolle, da er flexibel auf Veränderungen reagieren kann und oft als Innovationstreiber fungiert.
Die Digitalisierungsstudie 2025 von Drei zeigt, dass Österreich auf einem guten Weg ist, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Dennoch gibt es in Bereichen wie Cybersicherheit und strategischer KI-Nutzung noch viel zu tun. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Investitionen in Schlüsseltechnologien in den kommenden Jahren auswirken werden. Österreich hat das Potenzial, eine führende Rolle in der digitalen Wirtschaft Europas zu übernehmen, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.
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