Am 29. November 2025 gab das österreichische Verteidigungsministerium bekannt, dass das Bundesheer zwölf neue Leonardo-M-346 Jets als Nachfolger für die Saab 105 erwerben wird. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung der österreichischen Luftstreitkräfte. Die Jets
Am 29. November 2025 gab das österreichische Verteidigungsministerium bekannt, dass das Bundesheer zwölf neue Leonardo-M-346 Jets als Nachfolger für die Saab 105 erwerben wird. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung der österreichischen Luftstreitkräfte. Die Jets sollen bis 2028 geliefert werden und die Luftraumverteidigung des Landes erheblich stärken.
Die Beschaffung der neuen Jets erfolgt im Rahmen eines Government-to-Government Deals mit Italien, der nicht nur die militärische, sondern auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern intensiviert. Das Gesamtvolumen der Beschaffung beläuft sich auf rund 1,5 Milliarden Euro und umfasst neben den Flugzeugen auch Bewaffnung, Munition, Wartung, Ausbildung und einen Simulator. Ein einzelner Jet kostet dabei rund 80 Millionen Euro.
Ein Government-to-Government Deal ist eine Vereinbarung zwischen zwei Regierungen, die darauf abzielt, Geschäfte direkt zwischen den Staaten abzuwickeln. Dies sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit, da keine privaten Unternehmen als Vermittler auftreten. Diese Art von Deals wird oft genutzt, um wichtige strategische Güter zu beschaffen, wie es bei den Leonardo-M-346 Jets der Fall ist.
Die österreichischen Luftstreitkräfte blicken auf eine lange Geschichte zurück, die von technologischen Entwicklungen und geopolitischen Veränderungen geprägt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiedererlangung der Souveränität im Jahr 1955 begann Österreich mit dem Aufbau einer eigenen Luftwaffe. Die Saab 105, die nun durch die Leonardo-M-346 ersetzt wird, war seit den 1970er Jahren ein integraler Bestandteil der österreichischen Luftverteidigung.
Die Entscheidung, die alten Saab 105 Jets zu ersetzen, ist Teil des langfristigen Aufbauplans 2032+ des Bundesheers. Dieser Plan sieht vor, die Fähigkeiten der österreichischen Streitkräfte zu modernisieren und an die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen anzupassen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls über moderne Luftstreitkräfte verfügen, ist Österreichs Entscheidung, in die Leonardo-M-346 zu investieren, ein notwendiger Schritt, um mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Während Deutschland auf den Eurofighter setzt und die Schweiz kürzlich den F-35 Lightning II als neuen Kampfjet ausgewählt hat, bietet der M-346 eine kosteneffiziente Lösung für Österreichs spezifische Bedürfnisse.
Die Anschaffung der neuen Jets hat weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Zum einen stärkt sie die nationale Sicherheit und trägt dazu bei, den Luftraum effektiver zu überwachen. Zum anderen hat die Investition auch wirtschaftliche Vorteile. Durch die Kooperation mit Italien fließen rund 400 Millionen Euro in die österreichische Wirtschaft zurück. Dies geschieht durch Aufträge an heimische Betriebe in den Bereichen Wartung, Software und Systemintegration.
Ein weiteres Beispiel für den positiven Bürger-Impact ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Sicherheits- und Verteidigungssektor in Österreich beschäftigt derzeit rund 11.000 Menschen direkt und weitere 20.000 in Zulieferbetrieben. Die neuen Investitionen werden diese Zahlen voraussichtlich weiter steigern.
Die Investition von 1,5 Milliarden Euro in die neuen Jets ist eine der größten in der Geschichte des österreichischen Bundesheers. Neben den direkten Ausgaben für die Flugzeuge selbst, umfasst das Paket auch umfangreiche Wartungs- und Ausbildungskomponenten, die sicherstellen, dass die Jets über ihre gesamte Lebensdauer hinweg einsatzbereit bleiben.
Von den 1,5 Milliarden Euro Gesamtinvestition fließen etwa 400 Millionen Euro durch Kooperationen wieder in die österreichische Wirtschaft. Dies stärkt nicht nur die heimische Industrie, sondern fördert auch die Forschung und Entwicklung in sicherheitsrelevanten Bereichen.
Die Anschaffung der Leonardo-M-346 Jets ist ein wichtiger Schritt in der langfristigen Strategie des österreichischen Bundesheers. In den kommenden Jahren wird Österreich weiterhin in die Modernisierung seiner Streitkräfte investieren, um den aktuellen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit mit Italien könnte dabei als Modell für zukünftige internationale Kooperationen dienen.
Langfristig könnte die Investition in die neuen Jets auch zu einer stärkeren Integration der österreichischen Luftstreitkräfte in europäische Sicherheitsstrukturen führen. Dies wäre ein bedeutender Schritt hin zu einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik.
Die Entscheidung, zwölf Leonardo-M-346 Jets zu erwerben, ist ein strategischer Schritt, der Österreichs Verteidigungsfähigkeiten erheblich stärkt. Neben der Verbesserung der nationalen Sicherheit bietet die Investition auch wirtschaftliche Vorteile und stärkt die heimische Industrie. Die Kooperation mit Italien zeigt, wie internationale Partnerschaften genutzt werden können, um die eigene Wirtschaft zu fördern und Innovationen voranzutreiben.
Für die österreichische Bevölkerung bedeutet dies nicht nur eine sicherere Zukunft, sondern auch wirtschaftliche Stabilität und Wachstum. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich diese Investition auf die österreichische Verteidigungsstrategie und die europäische Sicherheitsarchitektur auswirken wird.