Am 16. Oktober ist es wieder soweit: Ganz Österreich feiert den Tag des Brotes. Doch was macht dieses Grundnahrungsmittel zu einem so bedeutenden Teil unserer Kultur? Brot ist weit mehr als nur ein Nahrungsmittel. Es ist ein Symbol für Tradition, Handwerk und echte Regionalität. Jeden Tag greifen Mi
Am 16. Oktober ist es wieder soweit: Ganz Österreich feiert den Tag des Brotes. Doch was macht dieses Grundnahrungsmittel zu einem so bedeutenden Teil unserer Kultur? Brot ist weit mehr als nur ein Nahrungsmittel. Es ist ein Symbol für Tradition, Handwerk und echte Regionalität. Jeden Tag greifen Millionen Österreicherinnen und Österreicher zu Semmel, Weckerl & Co. Und das aus gutem Grund: Brot macht satt, steht für Genuss, verbindet Generationen und ist ein Symbol für ehrliche Arbeit.
Ein wichtiger Aspekt beim Kauf von Brot ist die Herkunft. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht für österreichisches Getreide, das aus regionaler und nachvollziehbarer Herkunft stammt. Vom Weizenfeld über die Mühle und die Bäckerei bis hin zum Verkauf – die gesamte Wertschöpfungskette ist eingebunden. „Brot ist weit mehr als ein Grundnahrungsmittel – es ist ein Stück unserer Identität“, betont die Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Mit dem AMA-Gütesiegel wird Qualität sichtbar gemacht und Vertrauen geschaffen.
Derzeit sind mehr als 7.000 Ackerbaubetriebe in Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland beim AMA-Gütesiegel dabei. Sie liefern ihr Getreide an etwa 75 Agrarhändler und Mühlen, darunter die größten des Landes. Insgesamt 15 AMA-Gütesiegel Lizenznehmer, darunter bekannte Bäckereien und Supermarktketten, verkaufen bereits Brot und Gebäck mit dem AMA-Gütesiegel.
Die neuesten Zahlen zeigen: Die Österreicherinnen und Österreicher lieben Kleingebäck und Weißbrot. Laut RollAMA legten die Ausgaben für Weißbrot im ersten Halbjahr um 5 Prozent zu, diverses Kleingebäck um 8 Prozent. Auch Spezialbrote wie Mehrkornbrot liegen im Trend, während Klassiker wie Schwarzbrot und Toastbrot sowie Semmeln etwas weniger im Einkaufskorb zu finden waren.
Bei Feinbackwaren wie Strudel, Krapfen oder Plundergebäck greifen viele gerne zu. Hier stiegen die Einkaufsmengen sowie die Ausgaben um rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die durchschnittlichen Preise blieben stabil.
Ein weiterer Trend, der sich abzeichnet, ist die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten. Bei Brot entfallen 13 Prozent und bei Gebäck 19 Prozent der Ausgaben auf biologische Produkte. Noch höher sind die Bioanteile bei anderen Getreideerzeugnissen wie Mehl und Flocken. „Bio ist für viele kein Trend mehr, sondern eine Haltung. Immer mehr Menschen wollen wissen, woher ihr Brot kommt und wie es gemacht wird. Das AMA-Biosiegel gibt genau diese Sicherheit – klar, transparent und verlässlich“, so die Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Österreich ist ein Land der Kornfelder. Mit rund 2,9 Millionen Tonnen liegt die Getreideproduktion (ohne Mais) um 4,6 % über dem Vorjahreswert. Dennoch bleibt das Ergebnis unterdurchschnittlich, da die reduzierte Anbaufläche aus 2024 auch 2025 nicht wieder entsprechend ausgeweitet werden konnte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der AMA-Marketing und selbst Ackerbauer erklärt: „Die Getreideernte 2025 ist besser ausgefallen als erwartet, doch die Ackerbäuerinnen und Ackerbauern kämpfen mit dem Preisverfall. Die Getreideanbauflächen sind so niedrig wie noch nie zuvor. Die Getreideproduktion ist für die Ernährungssicherung in Österreich der Schlüsselbereich.“
Ab sofort und bis Ende November ist eine 360 Grad Kampagne der AMA-Marketing unter dem Titel „Da steckt mehr dahinter“ zum Thema AMA-Gütesiegel für Brot, Gebäck und Getreide zu sehen. Damit wird sichtbar gemacht, was hinter Getreideprodukten mit dem AMA-Gütesiegel steckt – von der Arbeit am Feld bis zum Gebäckkorb. Ob Weizen, Hafer, Gerste, Dinkel oder Roggen – die österreichischen Ackerbäuerinnen und -bauern setzen auf Vielfalt und Biodiversität.
Die Trends zeigen, dass die Nachfrage nach regionalen und biologischen Produkten weiter steigen wird. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten legen Wert auf die Herkunft und Qualität ihrer Lebensmittel. Das AMA-Gütesiegel wird dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um Vertrauen zu schaffen und die Wertschöpfungskette transparent zu machen. Experten sind sich einig, dass die Bedeutung von regional produzierten Lebensmitteln in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.
Der Tag des Brotes am 16. Oktober ist nicht nur eine Gelegenheit, das Brot in all seinen Facetten zu feiern, sondern auch ein wichtiger Moment, um über die Bedeutung von regionalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln nachzudenken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Trends weiterentwickeln und welchen Einfluss sie auf die österreichische Landwirtschaft und den Lebensmittelmarkt haben werden.