Österreich setzt am 1. Dezember 2025 mit einem neuen, europaweit einzigartigen Flächenmonitoring-System einen Meilenstein in der Bodenpolitik. Das System, entwickelt im Rahmen der österreichischen Bodenstrategie, ermöglicht eine präzise Erfassung der Flächeninanspruchnahme und Versiegelung. Erste Er
Österreich setzt am 1. Dezember 2025 mit einem neuen, europaweit einzigartigen Flächenmonitoring-System einen Meilenstein in der Bodenpolitik. Das System, entwickelt im Rahmen der österreichischen Bodenstrategie, ermöglicht eine präzise Erfassung der Flächeninanspruchnahme und Versiegelung. Erste Ergebnisse zeigen eine positive Entwicklung, die aufhorchen lässt.
Die Flächeninanspruchnahme beschreibt die Nutzung von Landflächen für Siedlungen, Verkehr und andere Zwecke. In Österreich ist dieser Wert auf 6,5 Hektar pro Tag gesunken. Dies zeigt, dass Maßnahmen zur Reduzierung der Bodenversiegelung Wirkung zeigen. Die Entkopplung von Bevölkerungsentwicklung und Flächenwachstum ist ein bedeutender Fortschritt.
Historisch gesehen war die Flächeninanspruchnahme in Österreich ein wachsendes Problem. In den 1990er-Jahren begann Tirol, landwirtschaftliche Vorrangzonen einzuführen, um Agrarflächen zu schützen. Heute sind 416.000 Hektar als solche Zonen ausgewiesen. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt Österreich nun eine positive Trendwende.
Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme hat direkte Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensqualität. Gesunde Böden sind entscheidend für die Ernährungssicherheit und den Wasserhaushalt. Weniger versiegelte Flächen bedeuten auch weniger Hochwassergefahr und bessere Lebensbedingungen.
Zwischen 2022 und 2025 stieg der Anteil der in Anspruch genommenen Fläche am Dauersiedlungsraum um 0,2 Prozentpunkte auf 17,4 %. Insgesamt sind 6,8 % der Landesfläche in Anspruch genommen, davon ist die Hälfte versiegelt. Diese Daten sind Grundlage für zukünftige Planungen und politische Entscheidungen.
Dr. Peter Görgl, Raumplaner und Autor des ÖROK-Berichts, hebt die Bedeutung der neuen Datengrundlage hervor. Markus McDowell, Geschäftsführer der ÖROK, sieht das Monitoring als zentralen Baustein für die Bodenstrategie. Die Zukunftsperspektive zeigt, dass Österreich auf einem guten Weg ist, nachhaltige Bodennutzung zu gewährleisten.
Österreichs neuer Ansatz in der Bodenpolitik zeigt erste Erfolge. Die Flächeninanspruchnahme sinkt, und die Maßnahmen zur Reduzierung der Bodenversiegelung greifen. Diese positive Entwicklung muss weiter verfolgt werden, um langfristige Erfolge zu sichern. Wie können wir diesen Weg weiter optimieren? Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des BMLUK.