Am 27. Januar 2026 wurde in Wien eine zukunftsweisende Zusammenarbeit zwischen drei österreichischen Health-Tech-Unternehmen bekanntgegeben. Carechamp, cogvis und Schrack Seconet haben sich zusammengeschlossen, um die Pflegebranche mit hochmodernen Technologien zu revolutionieren. Diese Kooperation
Am 27. Januar 2026 wurde in Wien eine zukunftsweisende Zusammenarbeit zwischen drei österreichischen Health-Tech-Unternehmen bekanntgegeben. Carechamp, cogvis und Schrack Seconet haben sich zusammengeschlossen, um die Pflegebranche mit hochmodernen Technologien zu revolutionieren. Diese Kooperation kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da der Fachkräftemangel in Österreich immer drängender wird und bis 2030 eine Lücke von über 30.000 Pflegekräften droht. Die steigenden Anforderungen an Sicherheit und individuelle Betreuung erfordern innovative Lösungen, die nun durch diese Partnerschaft bereitgestellt werden.
Der Begriff Fachkräftemangel beschreibt die Situation, in der es in einer bestimmten Branche oder Region nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt, um die Nachfrage zu decken. In Österreich ist der Fachkräftemangel in der Pflege besonders ausgeprägt, da die alternde Bevölkerung einen höheren Bedarf an Pflegeleistungen erzeugt. Gleichzeitig entscheiden sich immer weniger Menschen für einen Beruf in der Pflege, was die Situation weiter verschärft.
Die Pflegebranche in Österreich hat sich über die Jahre stark verändert. In den 1960er Jahren war die Pflege hauptsächlich durch familiäre Unterstützung geprägt. Mit der Zeit und der zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen verlagerte sich die Pflege in professionelle Einrichtungen. Die Einführung von Pflegeversicherungen und die Professionalisierung der Pflegeberufe in den 1990er Jahren führten zu einer verbesserten Versorgung, aber auch zu steigenden Kosten und Anforderungen an die Qualität der Pflege.
Im Zentrum der neuen Kooperation steht die Entwicklung eines digitalen Ökosystems, das aus drei Kernkomponenten besteht: der modularen Pflegeassistenzplattform von Carechamp, der kontaktlosen 3D-Sensorik von cogvis und den High-End-Kommunikationssystemen von Schrack Seconet. Diese Systeme arbeiten nahtlos zusammen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Pflegekräfte in Echtzeit zu informieren. Durch die Unterstützung aller gängigen Infrastrukturen und Softwarelösungen wird eine breite Anwendbarkeit gewährleistet.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich mit dieser innovativen Lösung einen Schritt voraus ist. Während Deutschland ebenfalls auf digitale Lösungen setzt, ist der Fokus oft auf einzelne Technologien gerichtet. Die Schweiz hingegen hat bereits einige integrierte Systeme im Einsatz, jedoch meist in kleineren Pilotprojekten. Die österreichische Lösung hebt sich durch ihre umfassende Integration und die Zusammenarbeit mehrerer führender Unternehmen ab.
Die Einführung dieser Technologien hat direkte Auswirkungen auf die Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen. Ein praxisnahes Beispiel zeigt, wie eine sturzgefährdete Bewohnerin nachts das Bett verlässt. Der intelligente Sensor von cogvis erkennt die Bewegung sofort und alarmiert das Pflegepersonal über die Carechamp-Plattform. Diese Technologie ermöglicht es, schnell zu reagieren und die Privatsphäre der Bewohner:innen zu wahren, da keine Video- oder Tonaufnahmen gemacht werden.
Statistiken zeigen, dass in Österreich derzeit etwa 130.000 Menschen in der Pflege beschäftigt sind. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis 2030 auf über 450.000 ansteigen. Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Bedarf an effizienten und innovativen Lösungen, um die Qualität der Pflege sicherzustellen und den Fachkräftemangel zu kompensieren.
Die Zukunft der Pflege in Österreich wird maßgeblich durch technologische Innovationen geprägt sein. Die Kooperation zwischen Carechamp, cogvis und Schrack Seconet könnte als Vorbild für andere Länder dienen. Die Integration von High-Tech-Lösungen in den Pflegealltag ermöglicht nicht nur eine effizientere Betreuung, sondern auch eine stärkere Fokussierung auf zwischenmenschliche Aspekte. Diese Entwicklung könnte langfristig zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege führen und den Beruf attraktiver machen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neue Pflegekooperation in Österreich einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels leistet. Die Verbindung von Effizienz und Empathie durch Technologie zeigt, wie moderne Lösungen die Pflegebranche nachhaltig verändern können. Interessierte Leser:innen können sich auf der Website der Pressemitteilung weiter informieren. Welche weiteren Innovationen werden in Zukunft die Pflege in Österreich revolutionieren?