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Wirtschaft

Österreichische Holzgespräche 2025: Zukunft des Holzstandorts

14. November 2025 um 07:43
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Die Österreichischen Holzgespräche 2025, die am 13. November im Palais Niederösterreich in Wien stattfanden, waren ein bedeutendes Ereignis für die heimische Holzbranche. Unter dem Motto „20 Jahre FHP – Gemeinsam die Zukunft des Holzstandortes Österreich gestalten“ versammelten sich Branchenexperten

Die Österreichischen Holzgespräche 2025, die am 13. November im Palais Niederösterreich in Wien stattfanden, waren ein bedeutendes Ereignis für die heimische Holzbranche. Unter dem Motto „20 Jahre FHP – Gemeinsam die Zukunft des Holzstandortes Österreich gestalten“ versammelten sich Branchenexperten, Politiker und Interessierte, um über die Zukunft der Holzwirtschaft zu diskutieren. Diese Veranstaltung, die von der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) organisiert wurde, bot eine Plattform für den Austausch von Ideen und Strategien zur Stärkung der Branche in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld.

20 Jahre FHP: Eine starke Plattform für die Holzbranche

Seit zwei Jahrzehnten ist die FHP ein zentrales Bindeglied zwischen den vielen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette Holz. Die Gründung der Plattform und die langjährige Kooperation innerhalb dieser Kette standen im Mittelpunkt der Gespräche. Die FHP vereint alle mit dem Roh-, Wert- und Werkstoff Holz tätigen Branchen, von der Urproduktion über die Weiterverarbeitung bis zum Holzbau und Holzhandel. Rund 300.000 Menschen in über 172.000 Betrieben in Österreich beziehen ihr Einkommen aus dem Werkstoff Holz, was die Bruttowertschöpfung der gesamten Kette auf rund 27,7 Milliarden Euro jährlich anhebt.

Historische Entwicklung und Bedeutung der FHP

Die FHP wurde vor 20 Jahren gegründet, um die verschiedenen Sektoren der Holzindustrie zu vereinen und deren Interessen zu vertreten. Diese Kooperation hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die Plattform hat es geschafft, eine starke Stimme für die Branche zu etablieren und die Bedeutung des Holzes als nachhaltigen Rohstoff zu fördern. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die FHP als unverzichtbarer Akteur in der österreichischen Wirtschaft etabliert, der nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt.

Vergleich mit anderen Ländern

Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich einen starken komparativen Vorteil in der Holzwirtschaft. Während Deutschland über eine größere industrielle Basis verfügt, bietet Österreich durch seine geografischen und klimatischen Bedingungen ideale Voraussetzungen für eine florierende Holzwirtschaft. Die Schweiz hingegen hat ähnliche Herausforderungen wie Österreich, profitiert jedoch von einer hohen Innovationskraft in der Verarbeitung von Holzprodukten.

Konkrete Auswirkungen auf Bürger und Wirtschaft

Die Holzwirtschaft leistet einen zentralen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und wirtschaftlichen Stabilität in Österreich. Durch die Nutzung von Holz als nachhaltigem Baustoff wird nicht nur der Klimaschutz gefördert, sondern auch Arbeitsplätze in ländlichen Regionen gesichert. Ein Beispiel hierfür ist der verstärkte Einsatz von Holz im Bauwesen, der nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch die Bauindustrie belebt und neue Geschäftsmöglichkeiten schafft.

Wirtschaftliche Chancen und politische Herausforderungen

Prof. Gabriel Felbermayr vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) betonte in seinem Vortrag die volkswirtschaftliche Bedeutung der Holzwirtschaft. Er hob hervor, dass der Sektor viele Chancen bietet, insbesondere im Kontext von Klimawandel und Kreislaufwirtschaft. Allerdings sind passende Rahmenbedingungen notwendig, um das zusätzliche Wertschöpfungspotenzial optimal auszuschöpfen.

Expertenstimmen und Zukunftsperspektiven

Alexander Brenneis von Eisenberger Rechtsanwälte plädierte für eine Rückkehr zu einer risikobasierten Regulierung im EU-Recht, um die europäische Wirtschaft zu schützen und nicht zu behindern. Diese Perspektive wird von vielen in der Branche geteilt, da eine übermäßige Regulierung oft als Hemmnis für Innovation und Wachstum gesehen wird.

Die Zukunft der Holzwirtschaft in Österreich sieht vielversprechend aus, vorausgesetzt, dass die Branche weiterhin geschlossen auftritt und sich für verlässliche Rahmenbedingungen einsetzt. Die FHP wird hierbei eine zentrale Rolle spielen, um die Interessen der Branche auf EU-Ebene zu vertreten und die Entwicklung hin zur Bioökonomie zu fördern.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Österreichischen Holzgespräche 2025 haben gezeigt, dass die Holzwirtschaft in Österreich gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Branche und die Unterstützung durch die FHP sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Rolle von Holz als Schlüsselressource zu festigen. Interessierte können sich auf der FHP-Website über weitere Details informieren.

Schlagworte

#Bioökonomie#EU-Regulierung#FHP#Holzbranche#Holzgespräche#Holzwirtschaft#Klimaschutz#Nachhaltigkeit#Österreich#Wertschöpfung

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