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Politik

Österreich-Kasachstan: Stärkung der bilateralen Beziehungen

26. November 2025 um 13:45
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Am 26. November 2025 steht Österreich im Fokus internationaler Beziehungen, als der Zweite Präsident des Nationalrates, Peter Haubner, eine bedeutende Reise nach Astana, Kasachstan, antritt. Diese Reise, die vom 27. bis 29. November stattfindet, zielt darauf ab, die politischen und wirtschaftlichen

Am 26. November 2025 steht Österreich im Fokus internationaler Beziehungen, als der Zweite Präsident des Nationalrates, Peter Haubner, eine bedeutende Reise nach Astana, Kasachstan, antritt. Diese Reise, die vom 27. bis 29. November stattfindet, zielt darauf ab, die politischen und wirtschaftlichen Bande zwischen Österreich und Kasachstan zu vertiefen. Die Bedeutung dieser Beziehungen wird durch die langjährige Partnerschaft der beiden Länder unterstrichen, die sowohl bilateral als auch im multilateralen Kontext gewachsen ist.

Politische Zusammenarbeit im Fokus

Während seines Aufenthalts in Astana trifft Haubner mit dem Vorsitzenden des kasachischen Mazhilis, Yerlan Koshanov, zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Dieses Treffen ist ein zentraler Bestandteil der Reise und konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der parlamentarischen Zusammenarbeit sowie auf aktuelle Reformprozesse in Kasachstan. Österreich, als eines der ersten europäischen Länder, das nach der Unabhängigkeit Kasachstans diplomatische Beziehungen aufnahm, sieht sich als verlässlicher Partner in Europa. Haubner betonte die Bedeutung der OSZE und das Engagement Kasachstans im Wassermanagement und im Kampf gegen organisierte Kriminalität.

Wirtschaftliche Beziehungen und ihre Bedeutung

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan sind von hoher Dynamik geprägt. Kasachstan ist ein wichtiger Handelspartner in Zentralasien, insbesondere für die europäische Energieversorgung und transkontinentale Transportkorridore. Etwa 40 % der österreichischen Erdölimporte stammen aus Kasachstan. Rund 400 österreichische Unternehmen pflegen Geschäftsbeziehungen mit Kasachstan, wobei 40 davon Niederlassungen im Land haben. Diese Unternehmen bringen Know-how in den Bereichen Infrastruktur, Logistik und nachhaltige Technologien mit. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern betrug 2024 knapp drei Milliarden Euro.

Historische Entwicklung der Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan haben eine lange Geschichte. Nach der Unabhängigkeit Kasachstans im Jahr 1991 war Österreich eines der ersten Länder, das diplomatische Beziehungen aufnahm. Diese Entscheidung legte den Grundstein für eine starke Partnerschaft, die sich über die Jahre hinweg in verschiedenen Bereichen entwickelte. Die Zusammenarbeit in der OSZE und die gemeinsame Arbeit an internationalen Sicherheitsfragen sind nur einige Beispiele für die erfolgreiche Kooperation.

Vergleich mit anderen Ländern

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat Österreich eine besonders enge Beziehung zu Kasachstan entwickelt. Deutschland und die Schweiz unterhalten ebenfalls diplomatische Beziehungen zu Kasachstan, jedoch ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Österreich besonders intensiv. Diese starke Verbindung ist auf die strategische Bedeutung Kasachstans für die europäische Energieversorgung und den Handel zurückzuführen.

Auswirkungen auf die Bürger

Die vertieften Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan haben konkrete Auswirkungen auf die Bürger beider Länder. Für österreichische Unternehmen eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und nachhaltige Technologien. Dies führt zu wirtschaftlichem Wachstum und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auch für die kasachische Bevölkerung ergeben sich Vorteile, da die Zusammenarbeit mit österreichischen Unternehmen den Zugang zu modernem Know-how und Technologien ermöglicht.

Zahlen und Fakten

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan sind durch beeindruckende Zahlen gekennzeichnet. Das Handelsvolumen betrug 2024 knapp drei Milliarden Euro, und etwa 40 % der österreichischen Erdölimporte stammen aus Kasachstan. Rund 400 österreichische Unternehmen sind in Kasachstan aktiv, was die Bedeutung dieser Partnerschaft unterstreicht.

Zukunftsperspektiven

Die Zukunft der österreichisch-kasachischen Beziehungen sieht vielversprechend aus. Beide Länder haben ein starkes Interesse an der Fortsetzung und Vertiefung ihrer Zusammenarbeit. Die strategische Bedeutung Kasachstans für die europäische Energieversorgung und den Handel wird auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Österreichische Unternehmen werden weiterhin in Kasachstan investieren und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen.

Zum Abschluss seiner Reise eröffnete Peter Haubner eine Ausstellung mit dem Titel "Es war einmal, nicht. Steirische Märchen der Seidenstraße", die von der Österreichischen Botschaft in Astana und der Grazer Fotokünstlerin Maryam Mohammadi kuratiert wurde. Diese kulturelle Zusammenarbeit unterstreicht die Vielfalt der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Schlagworte

#bilaterale Beziehungen#Energieversorgung#Handelsvolumen#Kasachstan#Österreich#politische Zusammenarbeit#wirtschaftliche Beziehungen

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