Österreich ist ein Land, das für seine reiche Kultur, seine atemberaubende Landschaft und seine historische Bedeutung bekannt ist. Doch wie tickt die österreichische Bevölkerung wirklich? Diese Frage stellt sich das ORF-DialogForum, das am 24. Oktober 2025 um 13.00 Uhr auf ORF III ausgestrahlt wird.
Österreich ist ein Land, das für seine reiche Kultur, seine atemberaubende Landschaft und seine historische Bedeutung bekannt ist. Doch wie tickt die österreichische Bevölkerung wirklich? Diese Frage stellt sich das ORF-DialogForum, das am 24. Oktober 2025 um 13.00 Uhr auf ORF III ausgestrahlt wird. Die Veranstaltung basiert auf einer umfassenden Online-Umfrage, die zwischen dem 17. September und dem 8. Oktober 2025 durchgeführt wurde. Diese Umfrage, unter dem Titel „ORF fragt“, hat alltagsnahe Themen in den Fokus gerückt, von der Leistbarkeit des Lebens bis zur Rolle des Smartphones im täglichen Geschehen.
Das ORF-DialogForum nutzt die Ergebnisse dieser Umfrage, um einen Reality-Check durchzuführen: Was bewegt die Menschen in Österreich tatsächlich? Welche Sorgen und Ängste prägen ihren Alltag? Und wie steht es um ihr Vertrauen in Medien, Politik und Demokratie? Diese Fragen sind nicht nur für die Teilnehmer der Diskussion von Bedeutung, sondern auch für die gesamte österreichische Gesellschaft.
Ein zentrales Thema der Diskussion ist die Demokratie und das Vertrauen der Bürger in dieses System. Manuel Haftner, ein gelernter Tischler und Student aus Niederösterreich, sieht die Unzufriedenheit mit dem demokratischen System pragmatisch. Er betont, dass die Berücksichtigung vieler Meinungen Zeit in Anspruch nimmt, dennoch sei die Demokratie das beste System, das wir bislang hervorgebracht haben. Diese Aussage spiegelt eine weit verbreitete Meinung wider, dass trotz ihrer Mängel die Demokratie die beste Regierungsform bleibt.
Johannes Webhofer von der Katholischen Sozialakademie und dem Bündnis 2025 hebt die Herausforderungen hervor, die durch den Aufschwung populistischer Parteien seit der Finanzkrise 2008 entstanden sind. Er weist darauf hin, dass nur die Hälfte des einkommensschwächsten Drittels der Bevölkerung zur Wahl geht, was dazu führt, dass sich die Politik eher an den Wohlhabenden orientiert. Diese Entwicklung stellt eine Bedrohung für die Demokratie dar, da sie das Vertrauen in das politische System untergräbt.
Die Rolle der Medien wird ebenfalls intensiv diskutiert. Peter Bruck vom International Center for New Media betont, dass die Medien die Basis für den gesellschaftlichen Austausch bilden. Er warnt jedoch vor einer Überfülle an Informationen, die durch die Technologie entstanden ist, und kritisiert, dass die Macht zunehmend in den Händen von Technologieunternehmen im Silicon Valley liegt.
ORF-Moderatorin Susanne Schnabl sieht freie Medien als Teil der kritischen Infrastruktur einer Gesellschaft. Sie betont die Notwendigkeit einer redaktionellen Gesellschaft, die zwischen Fakten und Meinungen sowie zwischen Propaganda und seriöser Information unterscheiden kann. Qualitätsmedien leisten dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie den Bürgern helfen, die Flut an Informationen zu navigieren.
Mariella Gittler, die die „ORF 1 Spezial“-Sendung zur großen Online-Umfrage „ORF fragt“ moderiert hat, zeigt sich erfreut über die rund 80.000 Rückmeldungen der Österreicher. Sie hebt hervor, dass 9 von 10 Menschen angeben, Fake News nicht ausreichend erkennen zu können und darin eine Gefahr für die Demokratie sehen. Diese Erkenntnis zeigt, dass die Bevölkerung zunehmend kritisch gegenüber der Social-Media-Welt wird und sich wieder verstärkt analog mit anderen Menschen austauschen möchte.
Das ORF-DialogForum bietet nicht nur eine Plattform für den Austausch von Meinungen, sondern auch einen Ausblick auf die Zukunft. Die Diskussion zeigt, dass es viele Herausforderungen gibt, denen sich Österreich stellen muss. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Gründe zur Hoffnung, dass durch den Dialog und das Engagement der Bürger positive Veränderungen herbeigeführt werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das ORF-DialogForum eine wichtige Initiative ist, um das Gespräch zwischen der Bevölkerung, den Medien und der Politik zu fördern. Es zeigt, dass die Menschen in Österreich bereit sind, sich den Herausforderungen der modernen Welt zu stellen und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken.