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Wirtschaft

ÖHV fordert konstruktive Lösungen für die Saisonhotellerie

15. Jänner 2026 um 12:43
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Am 15. Januar 2026 meldet sich die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) mit einem dringlichen Appell an die Öffentlichkeit. Walter Veit, Präsident der ÖHV, betont die immense Bedeutung der Saisonhotellerie für Österreich und ruft dazu auf, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden. Die Branche steh

Am 15. Januar 2026 meldet sich die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) mit einem dringlichen Appell an die Öffentlichkeit. Walter Veit, Präsident der ÖHV, betont die immense Bedeutung der Saisonhotellerie für Österreich und ruft dazu auf, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden. Die Branche steht vor Herausforderungen, die nicht nur wetterbedingt sind, sondern auch durch bürokratische Hürden und wirtschaftliche Unsicherheiten verschärft werden.

Die Bedeutung der Saisonhotellerie in Österreich

Die Saisonhotellerie ist ein essenzieller Bestandteil der österreichischen Tourismuswirtschaft. Sie trägt maßgeblich zur Belebung ganzer Regionen bei, insbesondere in den Wintermonaten. Walter Veit, ein erfahrener Hotelier aus Obertauern, unterstreicht, dass die Branche nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch die regionale Infrastruktur stärkt.

Herausforderungen der Saisonhotellerie

Die Saisonhotellerie sieht sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Zum einen ist sie stark wetterabhängig. Ein milder Winter kann die Nachfrage nach Skiurlauben drastisch reduzieren, was zu einem Rückgang der Buchungen und damit der Beschäftigung führt. Zum anderen sind die wirtschaftlichen Risiken hoch, da Investitionen in Infrastruktur und Personal oft langfristig getätigt werden müssen, ohne dass eine Garantie auf entsprechende Einnahmen besteht.

Der Vorwurf des „Zwischenparkens“

Ein zynischer Vorwurf, der in letzter Zeit an die Saisonhotellerie herangetragen wird, ist das sogenannte „Zwischenparken“. Damit wird suggeriert, dass Betriebe ihre Mitarbeiter nur für die Hochsaison einstellen und sie danach wieder entlassen. Veit weist diesen Vorwurf entschieden zurück. Er betont, dass die Branche vielmehr an langfristigen Lösungen interessiert ist, um die Beschäftigung auch in der Nebensaison zu sichern.

Vergleich mit anderen Branchen

Im Vergleich zu anderen Branchen wie der Industrie oder dem Handel, die bei Nachfragerückgang oft auf Kurzarbeit zurückgreifen können, sieht sich die Hotellerie mit weniger Unterstützung konfrontiert. In der Schweiz und in Deutschland gibt es ähnliche Herausforderungen, jedoch auch unterschiedliche Unterstützungsmechanismen, die teilweise effektiver sind.

Strategien zur Saisonverlängerung

Eine vielversprechende Strategie zur Bewältigung der Herausforderungen ist die Verlängerung der Saison. Die Hotellerie hat in den letzten Jahren massiv in Wellnessanlagen, Golfplätze und kulturelle Angebote investiert, um die Attraktivität auch außerhalb der Hochsaison zu steigern. Diese Maßnahmen haben bereits positive Effekte gezeigt, indem sie die Nachfrage in der Nebensaison erhöht und somit die Beschäftigung gesichert haben.

Konkrete Auswirkungen auf Bürger und Regionen

Die Auswirkungen der Saisonverlängerung sind vielfältig. Für die Tourismusregionen bedeutet sie eine gleichmäßigere Auslastung der Infrastruktur und somit eine stabilere wirtschaftliche Lage. Für die Bürger, insbesondere die Beschäftigten in der Hotellerie, bietet sie mehr Arbeitsplatzsicherheit und bessere Planbarkeit. Auch für Gäste sind längere Saisonen attraktiv, da sie eine größere Auswahl an Freizeitaktivitäten bieten.

Zahlen und Fakten zur Saisonhotellerie

Statistiken zeigen, dass die Hotellerie in Österreich jährlich mehrere Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Die Beschäftigungszahlen variieren saisonal stark, mit Spitzen in den Wintermonaten. Initiativen zur Saisonverlängerung haben bereits messbare Erfolge gezeigt, indem sie die Beschäftigungszahlen in den Übergangszeiten stabilisiert haben.

Zukunftsperspektiven und Forderungen

Die ÖHV fordert von der Politik mehr Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Saisonverlängerung. Walter Veit schlägt vor, die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft zu intensivieren, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Eine stärkere Förderung von Investitionen in saisonunabhängige Angebote könnte langfristig zu einer stabileren Beschäftigungssituation führen.

Fazit und Ausblick

Die Saisonhotellerie steht vor komplexen Herausforderungen, die jedoch durch gezielte Maßnahmen und Kooperationen bewältigt werden können. Die ÖHV ruft dazu auf, gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft der Branche zu arbeiten. Die Verlängerung der Saison bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern stärkt auch die sozialen Strukturen in den betroffenen Regionen. Die Politik ist gefordert, diese Entwicklung aktiv zu unterstützen.

Weitere Informationen und detaillierte Analysen finden Sie auf der Website der ÖHV.

Schlagworte

#Beschäftigung#Investitionen#ÖHV#Österreich#Politik#Saisonhotellerie#Saisonverlängerung#Tourismus#Walter Veit#Zwischenparken

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