Am 19. Dezember 2025 veröffentlichte die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) eine dringende Pressemitteilung, die die Herausforderungen der Hotellerie in Oberösterreich beleuchtet. Während die Buchungen über die Feiertage vielversprechend sind, zeigt eine Umfrage unter 137 Mitgliedern der ÖHV, da
Am 19. Dezember 2025 veröffentlichte die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) eine dringende Pressemitteilung, die die Herausforderungen der Hotellerie in Oberösterreich beleuchtet. Während die Buchungen über die Feiertage vielversprechend sind, zeigt eine Umfrage unter 137 Mitgliedern der ÖHV, dass die Branche im Advent mit erheblichen Einschnitten zu kämpfen hatte. Die Nächtigungen bleiben auf Vorjahresniveau, doch das reicht nicht aus, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, erklärt Sophie Schick, Vizepräsidentin der ÖHV und Landesvorsitzende in Oberösterreich.
Die Umfrageergebnisse der ÖHV zeichnen ein klares Bild: 44% der Hoteliers rechnen mit rückläufigen Ergebnissen, während nur 28% mit stabilen oder verbesserten Zahlen rechnen. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch ein Hauptfaktor sind die gestiegenen Betriebskosten. In den letzten Jahren sind die Kosten kontinuierlich gestiegen, was 68% der Befragten dazu veranlasst hat, diese teilweise an die Kunden weiterzugeben. 32% der Hoteliers haben jedoch keine Möglichkeit, die gestiegenen Kosten weiterzugeben. Diese wirtschaftliche Belastung wird durch das veränderte Konsumverhalten der Gäste verstärkt: 50% der Gäste sparen bei der Konsumation, 42% verkürzen ihre Aufenthaltsdauer und 35% wählen günstigere Zimmerkategorien.
Ein Blick über die Grenzen Oberösterreichs hinaus zeigt, dass auch andere Regionen mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. In Deutschland und der Schweiz sind die Betriebskosten ebenfalls gestiegen, doch die politischen Maßnahmen zur Entlastung der Hotellerie sind dort teils weiter fortgeschritten. In Bayern beispielsweise wurden spezielle Förderprogramme für die Hotellerie aufgelegt, die Investitionen in Nachhaltigkeit und Digitalisierung unterstützen. In der Schweiz gibt es ähnliche Initiativen, die darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Hotellerie haben direkte Auswirkungen auf die Bürger und die regionale Wirtschaft. Die Hotellerie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der zahlreiche Arbeitsplätze schafft und zur regionalen Wertschöpfung beiträgt. Wenn Hotels gezwungen sind, ihre Investitionen zu kürzen – wie es 46% der befragten Hoteliers planen – hat dies weitreichende Konsequenzen. Hotels vergeben laut einer Wertschöpfungsstudie des Wirtschaftsministeriums 80% ihrer Aufträge im Umkreis von 60 km. Eine Reduzierung der Investitionen bedeutet weniger Aufträge für lokale Handwerksbetriebe und Dienstleister.
Die Zukunft der Hotellerie in Oberösterreich hängt maßgeblich von politischen Entscheidungen ab. Sophie Schick fordert umfassende Entlastungsmaßnahmen und eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren. So sollte es ausreichen, wenn Betriebsanlagen von einer einzigen Stelle geprüft und genehmigt werden, anstatt von mehreren Behörden. Dies würde nicht nur den Aufwand für die Betriebe reduzieren, sondern auch die Effizienz der Verwaltung erhöhen.
Ein weiterer Punkt auf der Agenda der ÖHV ist die Wiederherstellung der Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt. Diese Verbindung ist von entscheidender Bedeutung für den Tourismus und die regionale Wirtschaft, da Kongressgäste im Durchschnitt doppelt so viel ausgeben wie andere Touristen. 40% der befragten Hoteliers bemerken bereits negative Auswirkungen durch die Streichung dieser Verbindung, und 4% berichten von gravierenden Einnahmeverlusten. Die schnelle Wiederherstellung der Verbindung könnte die wirtschaftliche Lage erheblich verbessern.
Die Bedeutung des Flughafens Linz als Verkehrsknotenpunkt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mehr Low-Cost-Carrier und eine bessere öffentliche Anbindung des Flughafens stehen weit oben auf der Wunschliste der Hoteliers. Eine zukunftsfähige Strategie, die von Politik und Wirtschaft gemeinsam getragen wird, ist unerlässlich, um die Rentabilität des Flughafens zu sichern. Der Bericht des Landesrechnungshofs bestätigt, dass neue Flugverbindungen notwendig sind, um die Passagierzahlen zu steigern und die Wirtschaftlichkeit des Flughafens zu gewährleisten.
Insgesamt zeigt die aktuelle Lage der Hotellerie in Oberösterreich, wie wichtig es ist, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Herausforderungen sind groß, aber mit den richtigen Maßnahmen kann die Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen.
Die Hotellerie in Oberösterreich steht vor großen Herausforderungen. Kostensteigerungen, verändertes Konsumverhalten und fehlende Flugverbindungen belasten die Branche erheblich. Um die Wirtschaftlichkeit zu sichern, sind umfassende Entlastungsmaßnahmen und eine strategische Neuausrichtung notwendig. Die ÖHV fordert die Politik auf, schnell zu handeln, um die Hotellerie und die regionale Wirtschaft zu unterstützen. Eine zukunftsfähige Strategie für den Linz Airport und eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren könnten entscheidende Schritte in die richtige Richtung sein.
Für weitere Informationen zur aktuellen Lage der Hotellerie und den Forderungen der ÖHV besuchen Sie die Pressemitteilungen der ÖHV.