Wien unter Druck: Eigentümer schlagen Alarm! Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) hat jüngst eine brisante Resolution veröffentlicht, die die Politik zum Handeln auffordert. Am 15. Juni 2025 machte der Verband deutlich, dass das Eigentum in Österreich unter massivem Druck steht. Do
Wien unter Druck: Eigentümer schlagen Alarm! Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) hat jüngst eine brisante Resolution veröffentlicht, die die Politik zum Handeln auffordert. Am 15. Juni 2025 machte der Verband deutlich, dass das Eigentum in Österreich unter massivem Druck steht. Doch was steckt hinter diesen alarmierenden Aussagen?
In der neuesten Resolution des ÖHGB wird ein dringender Appell an die Politik gerichtet: Die Wiederherstellung von Rechtssicherheit und Vertrauensschutz. Was bedeutet das? Rechtssicherheit ist das Vertrauen der Bürger, dass ihre Rechtslage stabil und vorhersehbar ist. Diese Sicherheit ist essenziell für langfristige Investitionen, insbesondere im Immobiliensektor. Ohne sie drohen massive Investitionseinbrüche, die die Bauwirtschaft und letztlich auch den Wohnungsmarkt destabilisieren könnten.
Eine besonders umstrittene Maßnahme, die im Fokus steht, ist die sogenannte Mietpreisbremse. Diese soll die Mietkosten stabil halten, könnte jedoch Vermieter benachteiligen, indem sie die Renditen drücken und Investitionen unattraktiver machen. Der ÖHGB argumentiert, dass Sozialpolitik Aufgabe der öffentlichen Hand sei und nicht auf dem Rücken der Vermieter ausgetragen werden dürfe.
Ein weiteres heißes Eisen ist die Klimapolitik im Gebäudebestand. Der ÖHGB fordert Rahmenbedingungen, die Investitionen belohnen anstatt sie zu sanktionieren. Wertanpassungen, so die Argumentation, seien notwendig, um Sanierungen zu finanzieren. Ohne diese Anpassungen könnte die Klimapolitik ins Leere laufen und notwendige Sanierungen ausbleiben.
Besonders vehement wehrt sich der ÖHGB gegen die Einführung neuer Steuern, wie der Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuer. Diese Steuern, so der Verband, treffen vor allem den Mittelstand und könnten das Vertrauen in das Eigentum als stabile Altersvorsorge erschüttern. Der ÖHGB sieht Eigentum nicht als Luxusgut, sondern als Grundpfeiler der gesellschaftlichen Stabilität.
Eine Reform der Grundsteuer wird vom ÖHGB als „Reform durch die Hintertür“ bezeichnet. Die Befürchtung: Eine solche Reform könnte Grundeigentum weiter belasten und als bedenkliche Vermögens- und Substanzsteuer wirken. Der Verband fordert Einsparungen und alternative Maßnahmen, um die Finanznöte der Gemeinden zu lindern.
Auch der Umwidmungszuschlag steht in der Kritik. Diese Steuer auf fiktive Gewinne könnte leistungsfeindlich wirken und die Immobilienertragsteuer zusätzlich belasten. Der ÖHGB argumentiert, dass dies die Motivation zur Investition erheblich senken könnte.
„Österreich braucht mehr Eigentum, nicht weniger“, fordert der Präsident des ÖHGB in einem eindringlichen Appell. Eigentum, ob vermietet oder selbst genutzt, sei zunehmend unter unsachlichen Druck geraten. Statt es zu stärken, werde es systematisch geschwächt. Dies führe zu einem Investitionsrückgang, dem Ausbleiben von Sanierungen und einer Verknappung von Wohnraum.
Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund ist die größte freiwillige Interessenvertretung von Haus-, Grund- und Wohnungseigentümern in Österreich. Mit etwa 30.000 Mitgliedern setzt sich der Verband für den Schutz und die Förderung des Privateigentums ein. Er bietet umfassende Beratungsleistungen in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherung und Bauwesen.
Die Zukunft des Eigentums in Österreich hängt maßgeblich von den politischen Entscheidungen der nächsten Jahre ab. Experten warnen, dass ohne klare Bekenntnisse zum Schutz des Eigentums die Bauwirtschaft und der Wohnungsmarkt in eine Krise stürzen könnten. Besonders in Zeiten, in denen der Wohnraum immer knapper wird, könnten falsche politische Maßnahmen zu einer Verschärfung der Lage führen.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Die Politik muss verstehen, dass der Wohnungsmarkt ein fragiles System ist. Jede unüberlegte Maßnahme kann weitreichende Konsequenzen haben, die sich über Jahrzehnte auswirken.“
Die Forderungen des ÖHGB stehen im Kontext einer breiteren politischen Diskussion über die Rolle des Eigentums in der Gesellschaft. Während einige politische Kräfte auf stärkere Regulierung und Besteuerung drängen, sehen andere in einer Stärkung des Eigentums die Lösung für viele gesellschaftliche Probleme. Die Debatte über die richtige Balance zwischen Mieter- und Eigentümerinteressen wird auch in den kommenden Jahren nicht abreißen.
Umso wichtiger ist es, dass die Interessenvertretungen wie der ÖHGB ihre Stimme erheben und die Debatte mitgestalten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden und Österreichs Wohnungsmarkt stabil bleibt.
Die vollständige Resolution des ÖHGB kann hier nachgelesen werden.