Die Wohnungsnot junger Menschen ist Thema der neuen Kampagne der Österreichischen Gewerkschaftsjugend: Unter dem Titel „Wohntraum? Träum weiter!“ macht die ÖGJ auf schwierige Wohnsituationen aufmerksam und fordert politische Maßnahmen.
Mit der Kampagne „Wohntraum? Träum weiter!“ macht die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) auf die schwierige Wohnsituation junger Menschen aufmerksam. Mieten, Energie und andere Fixkosten steigen seit Jahren, während Einkommen oft nicht mithalten. Für viele Lehrlinge wird der Auszug aus dem Elternhaus dadurch immer schwieriger, Eigentum bleibt für die meisten ein unerreichbarer Traum.
Jennifer Huemer ist die neue Bundesvorsitzende der ÖGJ und die zweite Frau an der Spitze der Organisation. Sie hat eine Lehre als Mobilitätsservicekauffrau bei der ÖBB absolviert, ist seit fünf Jahren in der ÖGJ aktiv und engagiert sich seit sieben Jahren als Funktionärin in der Gewerkschaft vida. Zuletzt war sie sowohl stellvertretende Bundesvorsitzende der ÖGJ als auch der vida.
Beruflich ist sie als Lehrlingsausbildnerin bei den ÖBB und als Betriebsrätin tätig und setzt sich für die Anliegen von Lehrlingen und jungen Arbeitnehmer:innen ein. „Lehrlinge sind unsere Zukunft. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind und junge Menschen echte Chancen auf ein gutes Leben haben“, sagt Huemer.
Die ÖGJ verbindet mit der Kampagne konkrete politische Forderungen an die Politik und ruft Betroffene auf, eine Petition auf www.oegj.at/wohnen zu unterschreiben.
Huemer betont: „Junge Menschen brauchen Perspektiven. Dazu gehört eine gute Ausbildung, die auf eine digitalisierte und sich ständig verändernde Arbeitswelt vorbereitet, faire Arbeitsbedingungen – und ein Zuhause, das man sich auch leisten kann.“ Viele Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen würden derzeit vor einem großen Problem stehen: „Wer arbeitet oder eine Lehre macht, muss sich ein eigenständiges Leben leisten können. Doch die Realität ist oft eine andere.“