Am 13. November 2025 steht Wien im Zeichen der Integration. Integrationsministerin Claudia Plakolm und Roland Goiser, der stellvertretende Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), präsentieren das neue Kapitel „Werte & Orientierung“ im Rahmen des verpflichtenden Integrationsprogram
Am 13. November 2025 steht Wien im Zeichen der Integration. Integrationsministerin Claudia Plakolm und Roland Goiser, der stellvertretende Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), präsentieren das neue Kapitel „Werte & Orientierung“ im Rahmen des verpflichtenden Integrationsprogramms der Bundesregierung. Diese Initiative zielt darauf ab, die Integration von Migranten in Österreich zu fördern und ihnen die Werte und Normen der österreichischen Gesellschaft näherzubringen.
Das Kapitel „Werte & Orientierung“ ist ein bedeutender Schritt in der Integrationspolitik Österreichs. Es soll Migranten dabei unterstützen, die kulturellen und sozialen Werte des Landes zu verstehen und zu respektieren. Die Veranstaltung findet im Leopold Figl Saal des Bundeskanzleramts statt, und wird sowohl physisch als auch online über einen Livestream übertragen.
Die Integration von Zuwanderern ist seit jeher ein zentrales Thema in der österreichischen Politik. Seit den 1960er Jahren, als die ersten Gastarbeiter ins Land kamen, hat sich die Gesellschaft kontinuierlich verändert. Mit der Einführung von Integrationsprogrammen in den 1990er Jahren wurden strukturelle Maßnahmen ergriffen, um die Eingliederung von Migranten zu erleichtern. Das neue Kapitel „Werte & Orientierung“ ist eine Weiterentwicklung dieser Bemühungen, die den Fokus auf die Vermittlung von gesellschaftlichen Normen legt.
Österreich ist nicht das einzige Land, das sich intensiv mit Integrationsfragen auseinandersetzt. In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Programme, die jedoch unterschiedliche Ansätze verfolgen. Während Deutschland stark auf Sprachkurse setzt, liegt in der Schweiz der Schwerpunkt auf der beruflichen Integration. Österreich hingegen betont die Bedeutung kultureller Werte und gesellschaftlicher Orientierung.
Das neue Kapitel im Integrationsprogramm hat direkte Auswirkungen auf die Bürger. Es wird erwartet, dass Migranten durch die Teilnahme an diesen Kursen besser in die Gesellschaft integriert werden. Ein Beispiel ist die erhöhte Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, die das Verständnis und die Akzeptanz fördern. Auch die Teilnahme am Arbeitsmarkt könnte durch ein besseres Verständnis der gesellschaftlichen Normen gesteigert werden.
Laut aktuellen Statistiken des ÖIF haben im vergangenen Jahr über 50.000 Migranten an Integrationskursen teilgenommen. Die Erfolgsquote, gemessen an der Erwerbsbeteiligung der Teilnehmer, liegt bei über 70%. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung und den Erfolg solcher Programme in der österreichischen Gesellschaft.
Dr. Eva Müller, eine Expertin für Migrationsforschung, betont die Wichtigkeit der Wertevermittlung: „Ein Verständnis der kulturellen und gesellschaftlichen Werte ist essentiell für eine gelungene Integration. Es fördert das Zusammenleben und reduziert Konfliktpotenziale.“
Die Einführung des Kapitels „Werte & Orientierung“ könnte Vorbildcharakter für andere europäische Länder haben. In den kommenden Jahren ist eine Ausweitung des Programms auf weitere gesellschaftliche Bereiche denkbar. Ziel ist es, eine harmonische und inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der alle Mitglieder die gleichen Chancen und Rechte haben.
Das neue Kapitel im Integrationsprogramm ist ein wichtiger Schritt für Österreichs Integrationspolitik. Es betont die Vermittlung von Werten und Normen und könnte die gesellschaftliche Integration nachhaltig verbessern. Interessierte Bürger können die Entwicklung des Programms über die Livestreams des Bundeskanzleramts verfolgen und sich aktiv an der Diskussion beteiligen.