Es ist ein Tag, der in die Annalen der niederösterreichischen Landwirtschaft eingehen wird. Am 13. Oktober 2025, im Herzen von St. Pölten, öffnete der neue Landhauskeller seine Pforten und setzt damit einen neuen Maßstab für die Präsentation regionaler Köstlichkeiten und Bildungsinitiativen. Unter d
Es ist ein Tag, der in die Annalen der niederösterreichischen Landwirtschaft eingehen wird. Am 13. Oktober 2025, im Herzen von St. Pölten, öffnete der neue Landhauskeller seine Pforten und setzt damit einen neuen Maßstab für die Präsentation regionaler Köstlichkeiten und Bildungsinitiativen. Unter der Schirmherrschaft von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister wurde das neue Verkaufslokal im Regierungsviertel feierlich eröffnet.
Der Landhauskeller, strategisch günstig im Erdgeschoss des Tores zum Landhaus gelegen, ist mehr als nur ein Verkaufsraum. Er ist ein Schaufenster für die landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs, die hier ihre vielfach prämierten Weine und selbst erzeugten Spezialitäten präsentieren. Die Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr. Diese Initiative unterstreicht die Bedeutung der Landwirtschaft in der Region und bietet den Schülern eine Plattform, um ihre Produkte und ihr Können zu zeigen.
Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte die Bedeutung der Landwirtschaftlichen Fachschulen als „Botschafter“ für regionale Produkte. In einer Zeit, in der der Klimawandel die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt, ist es entscheidend, dass sich die Branche anpassen kann. „Die Landwirtschaft versteht es immer, sich auf die Veränderung einzustellen“, so Mikl-Leitner. Dies ist nicht nur eine Hommage an die Anpassungsfähigkeit der Landwirte, sondern auch eine Mahnung an die Konsumenten, bewusste Entscheidungen beim Einkauf zu treffen.
Ein historischer Rückblick zeigt, dass die Landwirtschaft in Niederösterreich stets ein dynamisches Feld war. Schon in der Vergangenheit mussten sich Landwirte an veränderte klimatische Bedingungen und Marktanforderungen anpassen. Der neue Landhauskeller ist ein Symbol für diese ständige Erneuerung und Anpassung.
Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hob die Rolle der Fachschulen als Zentren der Innovation hervor. Die zwölf Schulen in Niederösterreich haben es geschafft, sich durch spezialisierte Schwerpunkte und innovative Projekte zu profilieren. „In den Landwirtschaftlichen Fachschulen gibt es immer etwas Neues zu entdecken“, sagte Teschl-Hofmeister. Diese Offenheit für Neuerungen und Experimente ist entscheidend, um den Schülern eine praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung zu bieten.
Der Landhauskeller dient auch als praktischer Lernort unter dem Motto „Verkauf macht Schule“. Helmuth Sturm, Abteilungsleiter für Schulen und Kindergärten, betonte, dass der Keller nicht nur ein Verkaufsraum, sondern ein wichtiger Bestandteil der praxisnahen Ausbildung ist. Hier können die Schüler ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen und lernen, wie man Produkte effektiv an den Kunden bringt.
Der Landhauskeller als „Ort der Vernetzung“ ermöglicht es den Schülern, direkt mit den Bürgern in Kontakt zu treten und deren Feedback zu ihren Produkten zu erhalten. Diese direkte Interaktion ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung und hilft den Schülern, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und ein Verständnis für die Bedürfnisse der Konsumenten zu entwickeln.
Der neue Landhauskeller ist der Nachfolger eines kleinen, dunklen Verkaufsraums im Untergeschoss, der in den letzten Jahrzehnten nur Insidern bekannt war. Landesgüterdirektor Erhard Kührer sprach von einem „modernen und zeitgemäßen Verkaufslokal“, das den hochwertigen Produkten endlich den Raum gibt, den sie verdienen. Der neue Standort bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch Tageslicht, was die Präsentation der Produkte erheblich verbessert.
Die Geschichte des Landhauskellers reicht 30 Jahre zurück, als der erste Hofladen in der Herrengasse in Wien eröffnet wurde. Diese lange Tradition der Direktvermarktung wird nun in einem neuen, modernen Rahmen fortgesetzt.
Die Eröffnung des Landhauskellers fiel mit dem Erntedankfest zusammen, einem Zeitpunkt, der die Bedeutung der Landwirtschaft und der Ernte unterstreicht. Abt Patrick Schöder segnete die Räumlichkeiten und betonte, dass das Erntedankfest uns daran erinnert, die Erde nicht auszubeuten, sondern zu behüten. Diese Botschaft ist besonders in Zeiten des Klimawandels von großer Bedeutung und erinnert uns daran, dass alles, was wir haben, ein Geschenk ist.
Das Sortiment des Landhauskellers umfasst neben den Landesweinen auch selbst erzeugte Spezialitäten wie Fleisch, Würste, Fisch, Käse, Joghurt, Honig und Fruchtsäfte. Diese Produkte sind nicht nur im Laden, sondern auch online über den Webshop erhältlich, was den Zugang zu diesen hochwertigen Erzeugnissen erleichtert. Das Angebot spiegelt die Vielfalt und Qualität der niederösterreichischen Landwirtschaft wider und bietet den Konsumenten die Möglichkeit, regionale Produkte direkt vom Erzeuger zu beziehen.
Der neue Landhauskeller ist nicht nur ein Verkaufsraum, sondern ein Symbol für die Zukunft der Landwirtschaft in Niederösterreich. Er zeigt, wie wichtig es ist, Tradition und Innovation zu verbinden, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Die Landwirtschaftlichen Fachschulen spielen dabei eine entscheidende Rolle, indem sie die nächste Generation von Landwirten ausbilden und ihnen die Werkzeuge an die Hand geben, um in einer sich ständig verändernden Welt erfolgreich zu sein.
In den kommenden Jahren wird es entscheidend sein, dass die Landwirtschaft weiterhin innovativ bleibt und sich an neue Gegebenheiten anpasst. Der Landhauskeller ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und zeigt, dass Niederösterreich bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen.
Für weitere Informationen über den Landhauskeller und die Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs besuchen Sie bitte die offizielle Webseite oder kontaktieren Sie Mag. Jürgen Mück unter der Telefonnummer 0664/88707643.