In einer Welt, die oft die leisen Stimmen überhört, erhebt sich ein neuer Kurzfilm der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg (kija) mit einem eindrucksvollen Appell: „Sprich mit uns!“ Dieser filmische Aufruf an die Jugend, sich Hilfe zu suchen, wenn sie in Not sind, feierte kürzlich Premiere im „D
In einer Welt, die oft die leisen Stimmen überhört, erhebt sich ein neuer Kurzfilm der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg (kija) mit einem eindrucksvollen Appell: „Sprich mit uns!“ Dieser filmische Aufruf an die Jugend, sich Hilfe zu suchen, wenn sie in Not sind, feierte kürzlich Premiere im „Das Kino“ in Salzburg. Der Kurzfilm ist nicht nur auf der Website der kija zu sehen, sondern auch auf ihrem YouTube-Channel und den Social Media Accounts. Der Film ist ein Produkt der Zusammenarbeit zwischen der kija, einem engagierten Filmteam und einer Oberstufenklasse des ART-ORG St. Ursula Salzburg.
Die Bildungslandesrätin Mag.a Gutschi hebt die Wichtigkeit des Projekts hervor: „Der Film zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine Stimme zu geben. Themen wie Mobbing, Diskriminierung und häusliche Gewalt betreffen uns alle als Gesellschaft. Es ist unsere Verantwortung, Kinder und Jugendliche zu stärken, ihnen zuzuhören und ihnen den Zugang zu Hilfe zu erleichtern.“ Diese Aussage unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Films, der mit nur fünf Minuten Laufzeit wichtige Themen anspricht.
Doch was genau macht die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg? Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die in schwierigen Lebenssituationen stecken. Ob es um Mobbing, Diskriminierung oder häusliche Gewalt geht – die kija ist da, um zuzuhören, ernst zu nehmen und zu unterstützen. Der Film „Sprich mit uns!“ thematisiert genau diese Herausforderungen und zeigt, wie wichtig es ist, Hilfe zu suchen und Unterstützung zu bekommen.
Der Film erzählt vier authentische Geschichten von jungen Menschen, die mit alltäglichen, aber oftmals belastenden Problemen konfrontiert sind:
In ihrer Verzweiflung wenden sich alle vier an die kija – sei es durch einen Klick, einen Anruf oder eine Nachricht. Die Message ist klar: Jugendliche haben das Recht auf Hilfe. Diese Geschichten zeigen auf eindrucksvolle Weise, dass niemand alleine mit seinen Problemen bleiben muss.
Der Film entstand aus einer erfolgreichen Kooperation: Das Konzept wurde von der kija Salzburg gemeinsam mit der Quadroptik Filmproduktion erarbeitet, Viktoria Windhab schrieb das Drehbuch und führte Regie. An vier intensiven Tagen wurde gemeinsam mit der ART-ORG-Klasse, ihrer engagierten Lehrerin Katharina Gutschi und externen Schauspielern gedreht. Die Schüler brachten mit viel Engagement und Authentizität die Geschichten auf die Leinwand und sorgten so für eine starke Verbindung zur Zielgruppe.
„Es ist stark, sich Hilfe zu holen – gemeinsam fühlt sich alles weniger schwer an! Sprich mit uns! von der kija Salzburg- schön, dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen durfte“, erklärte die erfahrene Schauspielerin Barbara Macheiner. Diese Aussage fasst die Ermutigung zusammen, die der Film an die Jugendlichen richtet.
Mit dem Kurzfilm möchte die kija genau diese Anliegen in den Fokus rücken und Jugendliche ermutigen, Unterstützung zu suchen. „Leider begegnen wir in der kija in unserer Arbeit oftmals jungen Menschen, die sich in sehr ähnlichen Situationen befinden, wie jene, die wir im Film thematisieren. Unsere Rolle dabei ist: Wir hören zu, wir nehmen sie ernst und wir unterstützen sie – so wie sie es selbst wollen“, berichtet die Leiterin der kija.
Dieser Ansatz ist entscheidend, um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Der Film soll Jugendliche ermutigen, frühzeitig Hilfe zu suchen, denn niemand muss allein bleiben – es gibt Unterstützung und konkrete Anlaufstellen.
Der Kurzfilm „Sprich mit uns!“ ist mehr als nur ein Film – er ist ein Aufruf zu einer gesellschaftlichen Veränderung. Durch den Einsatz in Workshops und Schulungen soll er nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern auch konkrete Handlungsanleitungen bieten, wie Jugendliche in schwierigen Situationen Hilfe finden können. Geplant ist, den Film in ganz Österreich zu zeigen und damit ein Zeichen zu setzen, dass jede Stimme zählt und jede Geschichte gehört werden muss.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg plant zudem, die Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen weiter auszubauen, um flächendeckend Hilfe anbieten zu können. Die Hoffnung ist, dass durch solche Projekte die Hemmschwelle, Hilfe zu suchen, weiter gesenkt wird und sich mehr Jugendliche trauen, über ihre Probleme zu sprechen.
Der Kurzfilm „Sprich mit uns!“ ist ein bedeutender Schritt, um den Anliegen junger Menschen Gehör zu verschaffen. Er zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass niemand mit seinen Problemen allein sein muss und dass es immer einen Weg gibt, Unterstützung zu finden. Die kija Salzburg hat mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Jugendhilfe geleistet und setzt ein starkes Zeichen für ein offenes Ohr und eine helfende Hand.