Am 27. Januar 2026 fand die 35. Sitzung des Nationalparkrates des Nationalparks Hohe Tauern statt. Diese Sitzung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Nationalpark, der als eines der größten Schutzgebiete in den Alpen gilt. Die Veranstaltung brachte wichtige Entscheidungen und Weichenstellun
Am 27. Januar 2026 fand die 35. Sitzung des Nationalparkrates des Nationalparks Hohe Tauern statt. Diese Sitzung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Nationalpark, der als eines der größten Schutzgebiete in den Alpen gilt. Die Veranstaltung brachte wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen für die kommenden Jahre mit sich, die sowohl die Forschungs- als auch die Kommunikationsstrategien betreffen. Die Sitzung unterstreicht die Relevanz des Nationalparks für Österreich und die Notwendigkeit einer länderübergreifenden Zusammenarbeit.
Ein zentraler Punkt der Sitzung war die Ernennung von Landesrat René Zumtobel aus Tirol zum neuen Vorsitzenden des Nationalparkrates für die Jahre 2026 und 2027. Zumtobel übernimmt diese Rolle in einer Zeit, in der der Nationalpark vor großen Herausforderungen steht, insbesondere in Bezug auf die Sicherstellung der finanziellen Grundlagen und die Umsetzung von Forschungsprojekten. Er begrüßte seine Amtskollegen, die Landesräte Peter Reichmann aus Kärnten und Maximilian Aigner aus Salzburg, die die Agenden in ihren jeweiligen Bundesländern neu übernommen haben. Diese länderübergreifende Zusammenarbeit ist essenziell, um die gemeinsamen Ziele des Nationalparks zu erreichen.
Die Sitzung begann mit einem Gedenken an den im Oktober 2025 verstorbenen Salzburger Landesrat Josef Schwaiger. Schwaiger war ein engagierter Mitgestalter des Nationalparks und hinterlässt ein bedeutendes Erbe. Sein Tod war ein schwerer Verlust für das Team und die Arbeit des Nationalparkrates, da er maßgeblich zur Entwicklung und Gestaltung des Parks beigetragen hat.
Für das Jahr 2026 wurde ein Budget von rund 800.000 Euro beschlossen, das hauptsächlich für länderübergreifende Forschungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen ist. Trotz dieser finanziellen Mittel bleibt die langfristige Sicherstellung der finanziellen Grundlagen eine der größten Herausforderungen. Die Qualität und Kontinuität des Nationalparks hängen maßgeblich von einer stabilen finanziellen Basis ab, die es zu sichern gilt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der strategischen Ausrichtung von Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Basierend auf der 15a-B-VG-Vereinbarung von 1994 und den Empfehlungen des Bundesrechnungshofberichtes 2023 wurde eine stärkere länderübergreifende Abstimmung beschlossen. Ein neues Forschungs- und Monitoringprogramm wurde ins Leben gerufen, das die Schwerpunkte auf Langzeitforschung und ökologisches Monitoring legt. Diese Programme sind entscheidend, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur zu verstehen und fundierte politische Entscheidungen treffen zu können.
Die Öffentlichkeitsarbeitsstrategie 2025+ bündelt bestehende Teilstrategien und fokussiert sich auf eine transparente und zeitgemäße Kommunikation. Ziel ist es, die Stärken des Nationalparks Hohe Tauern klar herauszustellen und einen einheitlichen Auftritt nach innen und außen zu gewährleisten.
Der Nationalpark Hohe Tauern profitiert auch von der Unterstützung durch den Verein fans&friends, der im Jahr 2025 Projekte im Wert von 470.000 Euro mitfinanzierte. Dieser gemeinnützige Verein engagiert sich für den Natur- und Artenschutz, Biodiversität und Bildung und ist ein wichtiger Partner für den Nationalpark.
Abschließend verabschiedete der Nationalparkrat Hermann Stotter, der nach 35 Jahren als Leiter der Tiroler Nationalparkverwaltung in den Ruhestand tritt. Stotter hat die Entwicklung des Nationalparks maßgeblich geprägt und zu einem international anerkannten Schutzgebiet gemacht. Seine Arbeit und sein Engagement werden auch in Zukunft die Richtung des Nationalparks beeinflussen.
Die Zukunft des Nationalparks Hohe Tauern sieht vielversprechend aus, jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Sicherstellung der finanziellen Mittel bleibt eine zentrale Aufgabe, ebenso wie die Fortführung und Weiterentwicklung der Forschungsprojekte. Die länderübergreifende Zusammenarbeit wird weiterhin ein Schlüssel zum Erfolg sein, um den Nationalpark als bedeutendes Naturerbe Österreichs zu erhalten und zu fördern.
Die Sitzung des Nationalparkrates hat gezeigt, dass der Nationalpark Hohe Tauern sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle spielt. Die getroffenen Entscheidungen und Strategien werden die Richtung für die kommenden Jahre bestimmen und die Basis für eine nachhaltige Entwicklung des Parks legen.