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Nahost-Krise: 18.000 Österreicher im Krisengebiet registriert

Außenministerium organisiert Charterflüge und unterstützt Ausreisen

3. März 2026
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Das BMEIA arbeitet mit Hochdruck an der Rückkehr gestrandeter Österreicher aus dem Nahen Osten. Erste Charterflüge sind bereits geplant.

Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten hält das österreichische Außenministerium (BMEIA) weiterhin in Atem. Seit Samstagvormittag tagt der Krisenstab täglich, um die sich ständig ändernde Situation zu bewerten und Ausreiseoptionen für österreichische Staatsbürger zu prüfen. Aktuell sind rund 18.000 Österreicherinnen und Österreicher sowie deren Angehörige in der Krisenregion registriert.

Dramatische Sicherheitslage in der gesamten Region

Die militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffe in der Region setzen sich fort, wodurch sich die Sicherheitslage laufend verschärft. Das Außenministerium appelliert dringend an alle Österreicher vor Ort, den Anweisungen der lokalen Behörden strikt Folge zu leisten und Schutz in Gebäuden zu suchen.

Für eine Reihe von Ländern im Nahen Osten gilt weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In diesen Staaten ist der Flugverkehr großteils eingestellt oder massiv eingeschränkt. Ausreisen auf dem Luftweg sind derzeit aufgrund der zu großen Gefahrenlage nicht möglich, mit Ausnahme des eingeschränkten Betriebs in Jordanien und dem Libanon.

Über 2.500 Reisende betroffen

Von den 18.000 registrierten Personen befinden sich etwa 2.500 Reisende im Krisengebiet, davon allein rund 1.600 in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Zahlen stellen laut BMEIA eine laufend aktualisierte Momentaufnahme dar, da sich kontinuierlich neue Personen registrieren.

Für Oman und Saudi-Arabien gilt Sicherheitsstufe 3, was ein hohes Sicherheitsrisiko bedeutet. Obwohl der Luftraum in diesen Ländern geöffnet ist, sind die Flugverbindungen stark reduziert.

Erste Erfolge bei unterstützten Ausreisen

Das österreichische Außenministerium konnte bereits konkrete Erfolge bei der Unterstützung gestrandeter Staatsbürger verzeichnen. Bisher wurden 117 besonders schutzbedürftige Österreicherinnen und Österreicher bei der Ausreise unterstützt. Diese Ausreisen erfolgten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman und nach Saudi-Arabien sowie aus Israel über Jordanien.

Zusätzlich organisiert das Ministerium unterstützte Ausreisen aus Katar nach Saudi-Arabien sowie weitere Ausreisen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman. Personen, die sich für eine Ausreise auf dem Landweg entscheiden, tun dies jedoch ausschließlich in ihrer persönlichen Verantwortung.

Erster Charterflug für über 170 Personen geplant

Ein wichtiger Meilenstein in den Evakuierungsbemühungen steht unmittelbar bevor: Für morgen ist ein erster Charterflug aus Maskat geplant, der mehr als 170 Personen zurück nach Österreich bringen soll. Das Außenministerium arbeitet mit Hochdruck an weiteren Flugverbindungen, auch in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern.

Die Rückkehr gestrandeter österreichischer Staatsbürger soll ermöglicht werden, sobald es die lokalen Sicherheitsbedingungen zulassen. Das BMEIA betont dabei, dass die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher oberste Priorität hat.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung im Einsatz

Das österreichische Außenministerium hat seine Betreuungskapazitäten deutlich ausgeweitet. Rund um die Uhr sind Personen im Außenministerium und an den Botschaften im Einsatz, um mit den registrierten österreichischen Staatsbürgern in der Region in Kontakt zu stehen. An den Botschaften werden die Teams zusätzlich von Einheiten des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV) unterstützt.

Die Teams sowohl in der Region als auch in Wien wurden verstärkt und werden bei Bedarf weiter aufgestockt, um alle Anfragen österreichischer Staatsbürger beantworten zu können. Aufgrund der laufenden Neuregistrierungen kann es jedoch zu Verzögerungen kommen.

Koordination mit europäischen Partnern

Das österreichische Außenministerium koordiniert sich eng mit europäischen Partnern, um die bestmögliche Unterstützung für die eigenen Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Diese internationale Zusammenarbeit ist besonders wichtig, um effiziente Evakuierungsmaßnahmen durchführen zu können.

Das Ministerium appelliert an alle Betroffenen, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf der Website www.bmeia.gv.at über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Wichtige Kontaktinformationen für Notfälle

Das Außenministerium steht rund um die Uhr über die Notfallnummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung. Zusätzlich können Betroffene die direkten Notfallnummern der österreichischen Botschaften in der Region kontaktieren:

  • Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
  • Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
  • Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
  • Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
  • Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
  • Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
  • Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
  • Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765

Die Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin extrem angespannt und ändert sich laufend. Das österreichische Außenministerium versichert, dass alle verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden, um österreichische Staatsbürger sicher nach Hause zu bringen. Die täglichen Krisenstabsitzungen gewährleisten eine kontinuierliche Bewertung der Lage und schnelle Anpassung der Evakuierungsmaßnahmen an die sich verändernden Umstände vor Ort.

Schlagworte

#Nahost-Krise#BMEIA#Ausreise#Österreicher#Sicherheit#Charterflug#Evakuierung#Außenministerium#Betreuung#Int. Beziehungen

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