In einer bahnbrechenden Entwicklung für den Kampfsport in Österreich können sich Mixed-Martial-Arts-Kämpfer seit dem 21. Juni 2025 gewerkschaftlich organisieren. Diese Initiative, die von der Sportgewerkschaft younion ins Leben gerufen wurde, markiert einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie Kämpf
In einer bahnbrechenden Entwicklung für den Kampfsport in Österreich können sich Mixed-Martial-Arts-Kämpfer seit dem 21. Juni 2025 gewerkschaftlich organisieren. Diese Initiative, die von der Sportgewerkschaft younion ins Leben gerufen wurde, markiert einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie Kämpfer ihre Rechte und soziale Absicherung wahrnehmen können.
Am Samstag, dem 21. Juni, fand im HIRO GYM im 23. Wiener Gemeindebezirk das Auftaktevent statt, das von einer Podiumsdiskussion eingeleitet wurde. Die Veranstaltung war gut besucht, was die Bedeutung und das Interesse an dieser neuen Möglichkeit unterstreicht. Erwin Tauber, der Initiator dieser Solidarisierungsinitiative, Aleksandar Rakić, Österreichs international erfolgreichster MMA-Kämpfer, und Thomas Kattnig, Mitglied des Bundespräsidiums der younion, erklärten die Vorteile dieser Initiative.
MMA ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit. Doch trotz seiner Popularität standen viele Kämpfer bisher ohne arbeitsrechtliche Absicherung da. Dies führte zu Unsicherheiten in Bezug auf Verträge, Versicherungsschutz und rechtliche Unterstützung. Die Gewerkschaft younion bietet nun eine Plattform, die Kämpfer nicht nur unterstützt, sondern auch ihre Stimme stärkt.
Thomas Kattnig betonte die Rolle der Gewerkschaft als verlässlichen Partner: „Wenn sich Menschen zusammenschließen, um gemeinsam für faire Bedingungen einzutreten, dann ist es unsere Aufgabe, sie zu unterstützen – unabhängig von Branche oder Herkunft.“
Die Gewerkschaftsinitiative ist nicht nur ein Meilenstein für die soziale Absicherung der Kämpfer, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Integration und Verantwortung. Viele Akteure im MMA operierten bisher ohne verlässliche Ansprechpartner. Diese Initiative schafft Zugang zu Beratung, Rechtsschutz und klaren Regeln, was eine rechtlich sichere Gestaltung der beruflichen Perspektiven als Profisportler ermöglicht.
Erwin Tauber, einer der treibenden Kräfte hinter der Initiative, erklärt: „Das ist ein Angebot, das nicht nur hilft, sondern auch Verantwortung einfordert. Wer sich organisiert, zeigt Solidarität und übernimmt Verantwortung für den Sport und die ganze MMA-Community.“
Im HIRO GYM profitieren Gewerkschaftsmitglieder bereits von erweiterten Trainingsmöglichkeiten, wie zusätzlichem Equipment und Coachings mit professionellen Trainern. Zudem erhalten sie Unterstützung bei Fragen zu Verträgen, Versicherungen oder Verletzungen. Diese Vorteile werden bald auch in weiteren Gyms verfügbar sein.
Aleksandar Rakić, der international anerkannteste Athlet der Szene, trat als Unterstützer der Initiative auf und wurde selbst Gewerkschaftsmitglied. Seine Botschaft war klar: „Ohne Fighter keine Kämpfe – und ohne Absicherung keine Zukunft. Es ist höchste Zeit, dass wir uns organisieren.“
Das gewerkschaftliche Engagement dient auch als präventive Maßnahme. Es schafft einen legitimen Rahmen für Menschen, die bislang ohne soziale Absicherung agierten. Dies verhindert, dass junge Talente in intransparente oder problematische Strukturen abrutschen. Die gewerkschaftliche Organisation wird so zur konkreten Integrationsmaßnahme, die Perspektiven bietet – nicht am Rand, sondern in der Mitte der Gesellschaft.
Die Sportgewerkschaft younion zeigt mit dieser Initiative, dass moderne Gewerkschaftsarbeit dort ansetzt, wo andere oft nur zusehen. Mit rund 150.000 Mitgliedern in über 200 Berufen ist die younion Teil einer Bewegung, die soziale Wirklichkeit aktiv mitgestaltet. Die Botschaft vom Samstag war klar: Ab jetzt reden die Fighter mit – sie fordern, was ihnen zusteht, und die Gewerkschaft wird an ihrer Seite stehen.
Mit dieser Initiative wird ein neuer Standard gesetzt, der nicht nur für den Kampfsport, sondern auch für andere Sportarten wegweisend sein könnte. Die eigentliche Arbeit hat gerade erst begonnen, und die Auswirkungen werden in den kommenden Jahren deutlich spürbar sein.
Die Einführung der gewerkschaftlichen Organisation im MMA könnte als Modell für andere Länder dienen. Während einige Länder bereits ähnliche Strukturen haben, ist Österreich eines der ersten, das einen solchen Schritt unternimmt. Dies könnte internationale Aufmerksamkeit erregen und zu einer stärkeren globalen Vernetzung der Kämpfer führen.
Experten sind sich einig, dass diese Initiative nicht nur die Lebensqualität der Kämpfer verbessern wird, sondern auch den Sport selbst auf ein neues Niveau hebt. Der rechtliche und soziale Schutz wird dazu beitragen, dass mehr Menschen den Sport professionell ausüben können, ohne die ständige Angst vor Unsicherheiten.
Die Gewerkschaft younion hat mit diesem Schritt ein starkes Signal gesendet, dass sie bereit ist, neue Wege zu beschreiten und den Bedürfnissen ihrer Mitglieder gerecht zu werden. Die Zukunft des MMA in Österreich sieht rosig aus, und dies ist erst der Anfang einer spannenden Entwicklung.
Für weitere Informationen zu dieser Initiative besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung.