Am 20. November 2025 steht Wien im Zentrum einer bedeutenden Diskussion über Migration und Sicherheit. In einer Zeit, in der die Debatte oft von Emotionen geprägt ist, lädt der Presseclub Concordia zu einer sachlichen Auseinandersetzung ein. Der renommierte forensische Psychiater Prof. Dr. Frank Urb
Am 20. November 2025 steht Wien im Zentrum einer bedeutenden Diskussion über Migration und Sicherheit. In einer Zeit, in der die Debatte oft von Emotionen geprägt ist, lädt der Presseclub Concordia zu einer sachlichen Auseinandersetzung ein. Der renommierte forensische Psychiater Prof. Dr. Frank Urbaniok stellt sein neues Buch „Schattenseiten der Migration – Zahlen, Fakten, Lösungen“ vor. Urbaniok, bekannt für seine Arbeit im Bereich der Kriminalpsychologie, beleuchtet die sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit bestimmten Formen der Migration einhergehen.
Migration ist ein Thema, das in Österreich seit Jahren hohe Wellen schlägt. Die Diskussionen sind oft emotional, doch Urbaniok plädiert für eine faktenorientierte Debatte. In seinem Buch analysiert er kriminalstatistische Daten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigt auf, wie Migration die öffentliche Sicherheit beeinflusst. Diese Daten sind zentral für eine informierte Diskussion, die nicht nur auf Vorurteilen basiert.
Ein zentraler Begriff in Urbanioks Buch ist das „Risikobewertungsinstrument FOTRES“. Dieses Instrument wurde von ihm entwickelt, um das Rückfallrisiko von Straftätern einzuschätzen. Es kombiniert psychologische Tests mit statistischen Daten, um eine fundierte Prognose zu erstellen. Ein weiteres wichtiges Konzept ist die „Integrationspolitik“, die Maßnahmen beschreibt, die darauf abzielen, Migranten in die Gesellschaft zu integrieren, indem sie Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialen Diensten erhalten.
Die Migrationspolitik in Österreich hat sich über die Jahrzehnte stark gewandelt. In den 1960er Jahren begann die Anwerbung von Gastarbeitern, was zu einer ersten großen Welle von Migration führte. In den 1990er Jahren, während der Jugoslawienkriege, nahm Österreich viele Flüchtlinge auf. In den letzten Jahren war die Flüchtlingskrise von 2015 ein Wendepunkt, der die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen über Migration neu entfachte.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Österreich mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert ist wie Deutschland und die Schweiz. In Deutschland wird die Integrationspolitik stark von der Wirtschaftskraft des Landes beeinflusst, während in der Schweiz die kantonalen Unterschiede in der Handhabung von Migration deutlicher zu spüren sind. Diese Vergleiche zeigen, dass es keine einheitliche Lösung gibt und jedes Land seine eigenen Wege finden muss.
Migration hat direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Bürger. Einerseits bereichern Migranten die Gesellschaft kulturell und wirtschaftlich, andererseits gibt es Herausforderungen bei der Integration, die zu sozialen Spannungen führen können. Urbaniok betont, dass eine erfolgreiche Integration von Migranten nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch das soziale Gefüge stärkt. Beispiele hierfür sind gelungene Integrationsprojekte in Wien, die Migranten durch Bildung und Arbeitsmarktintegration unterstützen.
Statistiken spielen eine zentrale Rolle in der Diskussion um Migration. Urbanioks Buch zeigt, dass die Kriminalitätsrate unter Migranten oft höher ist, was jedoch auch auf sozioökonomische Faktoren zurückzuführen ist, die Migranten benachteiligen. In Österreich sind Migranten überproportional häufig von Arbeitslosigkeit betroffen, was die Kriminalitätsrate in dieser Gruppe beeinflusst. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung.
Urbaniok fordert eine „Migrationswende“, bei der Integrations- und Sicherheitspolitik nicht gegeneinander ausgespielt werden. Er schlägt vor, dass Österreich sich stärker auf Bildung und Arbeitsmarktintegration konzentrieren sollte, um die Chancen für Migranten zu verbessern. Nur so könne langfristig eine sichere und stabile Gesellschaft gewährleistet werden.
Die Buchpräsentation von Prof. Dr. Frank Urbaniok in Wien bietet die Gelegenheit, eine sachliche und informierte Diskussion über Migration zu führen. Die Herausforderungen sind groß, doch mit einer faktenbasierten Debatte können Lösungen gefunden werden, die sowohl die Sicherheit als auch die Integration fördern. Interessierte sind eingeladen, sich am 20. November im Presseclub Concordia einzufinden und an der Diskussion teilzunehmen.