Österreichs Metallindustrie schlägt Alarm! Die Branche, die als Rückgrat der heimischen Wirtschaft gilt, steht am Abgrund. Nach einem massiven Produktionsrückgang in den vergangenen Jahren zeichnet sich auch für 2025 keine Besserung ab.Produktionsrückgang und StellenabbauDie Zahlen sprechen eine deu
Österreichs Metallindustrie schlägt Alarm! Die Branche, die als Rückgrat der heimischen Wirtschaft gilt, steht am Abgrund. Nach einem massiven Produktionsrückgang in den vergangenen Jahren zeichnet sich auch für 2025 keine Besserung ab.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 schrumpfte die Produktion um 7,8 %, nachdem bereits 2023 ein Minus von 8 % verzeichnet wurde. Die Exporte fielen um 7,3 %, und die Zahl der Arbeitsplätze sank um 2,7 %. Seit Mitte 2023 mussten rund 8.000 Jobs gestrichen werden.
Die Ursachen für diese dramatische Entwicklung sind vielfältig. Die erratische US-Zollpolitik und die steigenden Lohnstückkosten setzen der Branche schwer zu. Seit 2005 sind diese Kosten in Österreich um 27 % stärker gestiegen als im Rest der Eurozone, was die Wettbewerbsfähigkeit enorm beeinträchtigt.
Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, warnt: „Wir sind zu teuer und haben wichtige Marktanteile verloren. Die Folgen sind verheerend: Arbeitsplätze gehen verloren, Produktionen werden ins Ausland verlagert, und der Wohlstand sinkt.“
Angesichts der prekären Lage fordert die Branche von der Politik dringende Maßnahmen. Dazu gehören die Senkung der Lohnnebenkosten, eine preisstabile Energieversorgung und eine Entbürokratisierung der Wirtschaft. Knill betont: „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird der Wohlstand für alle im Land weiter dramatisch sinken.“
Die Metalltechnische Industrie ist mit über 1.100 Unternehmen, darunter viele Familienbetriebe, ein zentraler Pfeiler der österreichischen Wirtschaft. Sie ist für ein Viertel aller Exporte verantwortlich und sichert indirekt bis zu 300.000 Arbeitsplätze.
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