Ein ambitioniertes Projekt in Wien Floridsdorf sorgt für Aufsehen: Das zukünftige Zentrum für Kinderkultur nimmt Gestalt an und verspricht, die kulturelle Landschaft der Stadt nachhaltig zu verändern. Mit einem Standort des ZOOM Kindermuseums und einem Kinderliteraturhaus wird es ein Paradies für ju
Ein ambitioniertes Projekt in Wien Floridsdorf sorgt für Aufsehen: Das zukünftige Zentrum für Kinderkultur nimmt Gestalt an und verspricht, die kulturelle Landschaft der Stadt nachhaltig zu verändern. Mit einem Standort des ZOOM Kindermuseums und einem Kinderliteraturhaus wird es ein Paradies für junge Entdecker.
Der Umbau des bestehenden Gebäudes in der Rechten Nordbahngasse 3 erfolgt nach den Entwürfen des renommierten Architekturbüros Kuehn Malvezzi. Besonders beeindruckend ist der ressourcenschonende Ansatz: Das bestehende Betonskelett bleibt erhalten, um die sogenannte 'graue Energie' zu binden. Aber was ist 'graue Energie'? Dabei handelt es sich um die Energie, die bereits in einem Gebäude durch Bau und Materialien gespeichert ist. Indem man diese nutzt, wird der Energieverbrauch minimiert und die Umwelt geschont.
Das neue Zentrum wird nicht nur durch seine umweltfreundliche Bauweise beeindrucken. Photovoltaikanlagen und begrünte Dachflächen gehören zum nachhaltigen Gesamtkonzept, das sich stark an den Prinzipien der klimagerechten Architektur orientiert. Ein Kunst-am-Bau-Projekt an der Fassade soll dem Gebäude einen einzigartigen Charakter verleihen. Kunst im öffentlichen Raum Wien (KÖR) wird hierfür 2026 einen künstlerischen Wettbewerb ausrichten, der dem Gebäude zusätzliche Strahlkraft verleiht.
Obwohl die Planungen auf Hochtouren laufen, verschiebt sich der Baubeginn auf das Frühjahr 2026. Grund dafür sind veränderte infrastrukturelle Rahmenbedingungen. Die ÖBB und die Wiener Linien führen umfangreiche Arbeiten rund um den Bahnhof Floridsdorf durch, die die Baustellenlogistik erheblich einschränken. Während der Sommermonate 2025, 2026 und 2027 wird die Rechte Nordbahngasse für den Schienenersatzverkehr genutzt, was den Zugang zur Baustelle erschwert. Auch Gleistauscharbeiten in der Schloßhofer Straße im Herbst 2025 tragen zur Verzögerung bei.
Die Stadt Wien ist jedoch optimistisch. Die Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft betont: „Das künftige Zentrum für Kinderkultur wird ein weit über Floridsdorf hinaus strahlender kultureller Leuchtturm sein. Es ist die beste Investition in neugierige Kinder – und somit auch in die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Das Zentrum soll ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens werden. Auf fünf Ebenen und rund 3.500 m² sollen Kinder und Jugendliche einen spielerischen Zugang zu Kunst, Literatur, Medien und Wissenschaft erhalten. Die Inklusion und Mehrsprachigkeit stehen dabei im Vordergrund. Es ist geplant, dass das Zentrum im Herbst 2028 seine Türen öffnet.
Die Geschäftsführerin der Kultur Raum Wien GmbH erläutert: „Unsere Arbeit schafft die notwendigen räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, um das neue Zentrum als Ort des gemeinsamen kulturellen Erlebens positionieren zu können.“
Das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi, bekannt für seine Arbeiten im Bereich Kultur- und Museumsbauten, setzt hier ein weiteres Highlight. Zu ihren bekannten Projekten zählen die Erweiterungen des Museums Hamburger Bahnhof in Berlin und der Umbau der Moderne Galerie in Saarbrücken. Ihre Erfahrung mit denkmalgeschützter Bausubstanz zeigt sich in Wien erneut.
Ein Experte für Architektur kommentiert: „Ein bestehendes Bürogebäude auf versiegeltem Boden neu zu denken und einer kulturellen Nutzung zuzuführen, ist ein kluger und zukunftsweisender Schritt. Das Zentrum wird architektonisch wie inhaltlich ein Haus mit Strahlkraft sein.“
Das Zentrum für Kinderkultur in Floridsdorf wird nicht nur ein Magnet für Familien in Wien sein, sondern auch ein Vorbild für ähnliche Projekte in anderen Städten. Die innovative Verbindung von Nachhaltigkeit und Kultur könnte als Modell für zukünftige Bauvorhaben dienen.
Ein Analyst für Stadtentwicklung prognostiziert: „Dieses Projekt zeigt, wie man urbane Räume zukunftsorientiert umgestalten kann. Es könnte der Beginn einer neuen Ära in der Stadtentwicklung sein, die den Fokus auf kulturelle Teilhabe und ökologische Verantwortung legt.“
Mit Spannung erwartet die Stadt Wien die Eröffnung, die einen neuen Meilenstein in der kulturellen Landschaft der Hauptstadt markieren wird.