Am 16. November 2025 versammelten sich im Schloss Hernstein in Niederösterreich 66 Persönlichkeiten aus den Bereichen Medienmanagement, Herausgeberschaft, Chefredaktionen, Journalismus, Brancheninstitutionen, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Recht. Ziel war es, Impulse für die Weiterentw
Am 16. November 2025 versammelten sich im Schloss Hernstein in Niederösterreich 66 Persönlichkeiten aus den Bereichen Medienmanagement, Herausgeberschaft, Chefredaktionen, Journalismus, Brancheninstitutionen, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Recht. Ziel war es, Impulse für die Weiterentwicklung und Absicherung der Medienvielfalt und -freiheit in Österreich zu setzen. Diese zweitägige Klausur brachte unter der Schirmherrschaft von 'Ein Versprechen für die Republik' und der 'DATUM Stiftung für Journalismus und Demokratie' bedeutende Ergebnisse hervor.
Ein zentrales Thema der Konferenz war die staatliche Medienförderung. Es wurde vorgeschlagen, bestehende Förderungen zu vereinheitlichen und durch eine unabhängige, staatsferne Jury nach objektivierbaren Kriterien zu vergeben. Dies soll sicherstellen, dass Innovation, Resilienz und Nachhaltigkeit in der Medienlandschaft gefördert werden. Besonders junge Medienkanäle wie die 'Creator Economy' sollen berücksichtigt werden.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass ähnliche Modelle bereits in der Schweiz und in Deutschland existieren. In der Schweiz wird die Medienförderung durch eine unabhängige Kommission geregelt, die nach transparenten Kriterien arbeitet. Deutschland hat kürzlich ähnliche Schritte unternommen, um die Medienvielfalt zu stärken und staatliche Einflussnahme zu minimieren.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen könnten weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung haben. Eine verbesserte Medienvielfalt stärkt die Demokratie, indem sie sicherstellt, dass Bürger Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven und Informationen haben. Ein Beispiel ist die geplante Einführung von 'Medien und Demokratie' als fächerübergreifende Kompetenz in Schulen, um die Medienkompetenz von Schülern zu fördern.
Laut einer repräsentativen Umfrage, die im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführt wurde, befürwortet eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung die finanzielle Unterstützung freier Medien durch den Staat. Diese Unterstützung soll jedoch an die Einhaltung strenger journalistischer Standards gekoppelt sein.
Die Konferenzteilnehmer betonten die Notwendigkeit, die Medienlandschaft zukunftssicher zu machen. Dazu gehören die Entwicklung europäischer Alternativen zu Big-Tech-Plattformen und der Ausbau des 'European Public Open Space'. Diese Initiativen sollen im Schulterschluss mit öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Verlegern und privaten Medienanbietern vorangetrieben werden.
Die Ergebnisse der Konferenz bieten einen Fahrplan für die kommenden Jahre, um die Medienvielfalt in Österreich zu sichern und zu fördern. Die Beteiligten hoffen, dass ihre Vorschläge von der Politik und den Medienschaffenden aufgegriffen werden.
Die Diskussion über die Zukunft der Medienlandschaft in Österreich ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Konferenz hat wichtige Impulse gegeben, die nun weiterverfolgt werden müssen. Bürger sind aufgerufen, sich aktiv in diese Debatte einzubringen und die Entwicklungen kritisch zu begleiten.
Weiterführende Informationen zu den Ergebnissen der Konferenz finden Sie auf der offiziellen Webseite der Veranstaltung.