Der Media Forward Fund hat erneut ein klares Signal für die Zukunft des Lokaljournalismus gesendet. Mit einer beeindruckenden Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro werden transformative Geschäftsmodelle unterstützt, die den Lokaljournalismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz revolutionieren so
Der Media Forward Fund hat erneut ein klares Signal für die Zukunft des Lokaljournalismus gesendet. Mit einer beeindruckenden Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro werden transformative Geschäftsmodelle unterstützt, die den Lokaljournalismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz revolutionieren sollen. Doch was bedeutet das konkret für die Medienlandschaft und die Bürger?
Am 15. Juli 2025 verkündete der Media Forward Fund, dass sechs Medien in der DACH-Region Förderungen erhalten. Diese Förderungen sind nicht nur monetäre Zuschüsse, sondern ein Bekenntnis zur Förderung von Innovation und Unabhängigkeit im Journalismus. Vier der geförderten Redaktionen stammen aus Deutschland, zwei aus der Schweiz. Doch warum hat keine österreichische Redaktion den Zuschlag erhalten?
Laut Martin Kotynek, dem Gründungsgeschäftsführer des Media Forward Fund, liegt das Problem in der österreichischen Förderpraxis. „Die staatliche Förderung in Österreich führt Medien auf den Holzweg“, erklärt er. Statt transformative Ansätze zu belohnen, wird weiterhin stark das Printmodell unterstützt. Diese Praxis kann sich im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz nicht behaupten.
Die Förderungen des Media Forward Fund sind in zwei Linien unterteilt: die Allgemeine Förderlinie (GEN) und die Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus (SCI). In der Allgemeinen Förderlinie wurden drei Medien mit jeweils bis zu 400.000 Euro bedacht.
In der Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus wurden drei weitere Medien aus Deutschland mit Launch Grants von jeweils bis zu 100.000 Euro bedacht. Diese Projekte zielen darauf ab, innovative journalistische Formate zu entwickeln.
In Zeiten von Fake News und Informationsüberfluss ist verlässlicher Lokaljournalismus wichtiger denn je. Er versorgt die Bürger mit relevanten Informationen aus ihrer direkten Umgebung, was für das Funktionieren der Demokratie unerlässlich ist. Der Media Forward Fund setzt hier an und fördert Modelle, die auf Innovation und Unabhängigkeit setzen.
Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig die Ansätze sein können, um Lokaljournalismus zu finanzieren. Von KI-gestützten Plattformen bis hin zu community-basierten Modellen – die Vielfalt ist groß. „Diese Projekte haben das Potenzial, als Vorbild für lokaljournalistische Innovation für die gesamte DACH-Region zu dienen“, so ein fiktiver Experte.
Der nächste Fördercall des Media Forward Fund startet am 11. August 2025. Interessierte Medien können sich bereits jetzt auf der Website des Media Forward Fund informieren. Doch wie wird sich die Medienlandschaft in den kommenden Jahren verändern?
Mit der fortschreitenden Digitalisierung stehen Medien vor der Herausforderung, sich immer wieder neu zu erfinden. Experten prognostizieren, dass Plattformen wie YouTube und Instagram eine immer größere Rolle im Journalismus spielen werden. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie sich der Lokaljournalismus in einem zunehmend globalisierten Medienumfeld behaupten kann.
Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unabhängigen Journalismus ermöglichen. „Auch die öffentliche Hand sollte solche transformativen Ansätze fördern“, fordert Martin Kotynek. Dabei sollte die Förderung staatsfern organisiert sein, um die Unabhängigkeit der geförderten Medien sicherzustellen.
Der Wechsel in der Jury des Media Forward Fund zeigt, dass auch die Zusammensetzung der Entscheidungsträger eine Rolle spielt. Mit Patrick Swanson kommt ein erfahrener Journalist in die Jury, der innovative digitale Strategien entwickelt hat. Sein Einfluss könnte die Richtung der Förderentscheidungen in Zukunft maßgeblich prägen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die geförderten Projekte entwickeln und welche neuen Ansätze in der nächsten Förderrunde vorgestellt werden. Eines ist jedoch sicher: Der Media Forward Fund hat mit seiner Förderung ein starkes Zeichen für die Zukunft des Lokaljournalismus gesetzt.