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Media Forward Fund: Revolution im Lokaljournalismus - Millionenregen für innovative Ideen

15. Juli 2025
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Der Media Forward Fund hat erneut ein klares Signal für die Zukunft des Lokaljournalismus gesendet. Mit einer beeindruckenden Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro werden transformative Geschäftsmodelle unterstützt, die den Lokaljournalismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz revolutionieren so

Der Media Forward Fund hat erneut ein klares Signal für die Zukunft des Lokaljournalismus gesendet. Mit einer beeindruckenden Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro werden transformative Geschäftsmodelle unterstützt, die den Lokaljournalismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz revolutionieren sollen. Doch was bedeutet das konkret für die Medienlandschaft und die Bürger?

Ein Blick hinter die Kulissen

Am 15. Juli 2025 verkündete der Media Forward Fund, dass sechs Medien in der DACH-Region Förderungen erhalten. Diese Förderungen sind nicht nur monetäre Zuschüsse, sondern ein Bekenntnis zur Förderung von Innovation und Unabhängigkeit im Journalismus. Vier der geförderten Redaktionen stammen aus Deutschland, zwei aus der Schweiz. Doch warum hat keine österreichische Redaktion den Zuschlag erhalten?

Österreichs Medienförderung: Ein System auf dem Prüfstand

Laut Martin Kotynek, dem Gründungsgeschäftsführer des Media Forward Fund, liegt das Problem in der österreichischen Förderpraxis. „Die staatliche Förderung in Österreich führt Medien auf den Holzweg“, erklärt er. Statt transformative Ansätze zu belohnen, wird weiterhin stark das Printmodell unterstützt. Diese Praxis kann sich im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz nicht behaupten.

Die Gewinner: Wer bekommt das Geld und warum?

Die Förderungen des Media Forward Fund sind in zwei Linien unterteilt: die Allgemeine Förderlinie (GEN) und die Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus (SCI). In der Allgemeinen Förderlinie wurden drei Medien mit jeweils bis zu 400.000 Euro bedacht.

  • Bajour: Das Schweizer Lokalmedium Bajour erhält 400.000 Euro, um sein erfolgreiches Basel Briefing auszuweiten. Bajour plant, hyperlokalisierte News auf die Vororte von Basel zu erweitern und neue Einnahmequellen zu erschließen.
  • loky*: Dieses Berliner Lokalmedium wird ebenfalls mit 400.000 Euro gefördert. Ihr Ziel ist es, durch alltagsnahen Newsletter-Journalismus eine Local News Community aufzubauen und das Berichtsgebiet zu erweitern.
  • Spatz: Eine Schweizer Digitalplattform, die ein Netzwerk KI-gestützter hyperlokaler Nachrichtenquellen aufbaut. Mit 400.000 Euro soll Spatz von acht auf zwanzig digitale Dorfzeitungen im DACH-Raum expandieren.

Wissenschafts- und Datenjournalismus: Die Zukunft der Information

In der Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus wurden drei weitere Medien aus Deutschland mit Launch Grants von jeweils bis zu 100.000 Euro bedacht. Diese Projekte zielen darauf ab, innovative journalistische Formate zu entwickeln.

  • TWENTYTWO Film: Diese Kölner Wissenschaftsredaktion produziert bereits reichweitenstarken Wissenschaftsjournalismus auf YouTube. Mit der Förderung soll ein neues Instagram-Format entstehen, das junge Menschen mit kreativen Datenvisualisierungen informiert.
  • FragDenStaat: Diese Plattform erhält 75.000 Euro für ein datenjournalistisches Tool, das die Transparenz in der politischen Berichterstattung erhöhen soll.
  • Dekoder: Mit 75.000 Euro plant Dekoder, zwei wöchentliche Newsletter zu veröffentlichen, die relevante Beiträge aus dem russisch-, belarussisch- und ukrainischsprachigen Journalismus kuratieren und übersetzen.

Warum Lokaljournalismus unterstützen?

In Zeiten von Fake News und Informationsüberfluss ist verlässlicher Lokaljournalismus wichtiger denn je. Er versorgt die Bürger mit relevanten Informationen aus ihrer direkten Umgebung, was für das Funktionieren der Demokratie unerlässlich ist. Der Media Forward Fund setzt hier an und fördert Modelle, die auf Innovation und Unabhängigkeit setzen.

Ein nachhaltiger Impact

Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig die Ansätze sein können, um Lokaljournalismus zu finanzieren. Von KI-gestützten Plattformen bis hin zu community-basierten Modellen – die Vielfalt ist groß. „Diese Projekte haben das Potenzial, als Vorbild für lokaljournalistische Innovation für die gesamte DACH-Region zu dienen“, so ein fiktiver Experte.

Ein Blick in die Zukunft

Der nächste Fördercall des Media Forward Fund startet am 11. August 2025. Interessierte Medien können sich bereits jetzt auf der Website des Media Forward Fund informieren. Doch wie wird sich die Medienlandschaft in den kommenden Jahren verändern?

Prognosen und Herausforderungen

Mit der fortschreitenden Digitalisierung stehen Medien vor der Herausforderung, sich immer wieder neu zu erfinden. Experten prognostizieren, dass Plattformen wie YouTube und Instagram eine immer größere Rolle im Journalismus spielen werden. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie sich der Lokaljournalismus in einem zunehmend globalisierten Medienumfeld behaupten kann.

Die Rolle der Politik

Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unabhängigen Journalismus ermöglichen. „Auch die öffentliche Hand sollte solche transformativen Ansätze fördern“, fordert Martin Kotynek. Dabei sollte die Förderung staatsfern organisiert sein, um die Unabhängigkeit der geförderten Medien sicherzustellen.

Der Wechsel in der Jury des Media Forward Fund zeigt, dass auch die Zusammensetzung der Entscheidungsträger eine Rolle spielt. Mit Patrick Swanson kommt ein erfahrener Journalist in die Jury, der innovative digitale Strategien entwickelt hat. Sein Einfluss könnte die Richtung der Förderentscheidungen in Zukunft maßgeblich prägen.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die geförderten Projekte entwickeln und welche neuen Ansätze in der nächsten Förderrunde vorgestellt werden. Eines ist jedoch sicher: Der Media Forward Fund hat mit seiner Förderung ein starkes Zeichen für die Zukunft des Lokaljournalismus gesetzt.

Schlagworte

#Deutschland#Förderung#Innovation#Lokaljournalismus#Media Forward Fund#Österreich#Schweiz

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