Am 22. Januar 2026 kündigten die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein eine außergewöhnliche Ausstellung in Wien an, die das Interesse der Kunstwelt auf sich zieht. Unter dem Titel „NOBLE BEGIERDEN. Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts“ wird der renommierte Direktor und CEO des Metropolitan M
Am 22. Januar 2026 kündigten die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein eine außergewöhnliche Ausstellung in Wien an, die das Interesse der Kunstwelt auf sich zieht. Unter dem Titel „NOBLE BEGIERDEN. Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts“ wird der renommierte Direktor und CEO des Metropolitan Museum of Art in New York, Max Hollein, über die Strukturen, Trends und Akteure des heutigen Kunstmarkts sprechen. Diese Veranstaltung, die am 6. Februar 2026 im Gartenpalais Liechtenstein stattfindet, verspricht, die historischen und modernen Dynamiken des Kunsthandels zu beleuchten.
Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des europäischen Kunstmarkts, beginnend mit der griechisch-römischen Antike bis hin zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Fachleute wie Christian Huemer vom Belvedere Research Center und Iris Yvonne Wagner, Chefkuratorin der Fürstlichen Sammlungen, zeichnen mit über 200 Werken die Entwicklung nach. Diese Werke stammen aus international renommierten Museen und Sammlungen und umfassen Meisterwerke von Künstlern wie Tizian, Rembrandt, Monet und Klimt.
Der Kunstmarkt hat sich seit der Antike stark verändert. In der griechisch-römischen Zeit war Kunst vor allem ein Statussymbol für die Elite. Während der Renaissance in den italienischen Stadtstaaten florierte der Kunsthandel durch das Mäzenatentum wohlhabender Familien wie der Medici. Im „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande erlebte der Kunstmarkt eine Blütezeit, in der Künstler wie Rembrandt und Vermeer zu internationalen Berühmtheiten wurden.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo der Kunstmarkt ebenfalls eine lange Tradition hat, zeichnet sich Österreich durch seine einzigartige Verbindung von imperialer Geschichte und künstlerischem Erbe aus. Während in Deutschland der Kunstmarkt oft von großen Auktionshäusern dominiert wird, ist in Österreich der Einfluss historischer Sammlungen deutlicher spürbar. Die Schweiz hingegen ist bekannt für ihre Rolle als sicherer Hafen für Kunstinvestitionen.
Der Kunstmarkt hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Auswirkungen auf die Gesellschaft. Kunstmessen und Ausstellungen fördern den Tourismus und stärken die lokale Wirtschaft. In Wien tragen Veranstaltungen wie diese dazu bei, das kulturelle Erbe der Stadt zu bewahren und zu fördern. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen Museen und Bildungseinrichtungen, die es ermöglicht, Kunst für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen.
Statistiken zeigen, dass der globale Kunstmarkt im Jahr 2025 ein Volumen von über 65 Milliarden Euro erreichte, wobei Europa einen bedeutenden Anteil daran hat. Österreich spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere durch seine historischen Sammlungen und die regelmäßigen internationalen Ausstellungen in Wien.
Die Zukunft des Kunstmarkts wird stark von technologischen Entwicklungen beeinflusst. Online-Plattformen und digitale Auktionshäuser gewinnen an Bedeutung und verändern die Art und Weise, wie Kunst gehandelt wird. Experten prognostizieren, dass virtuelle Ausstellungen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kunstbewertung weiter zunehmen werden. Diese Entwicklungen könnten den Kunstmarkt zugänglicher und vielfältiger machen.
Die Ausstellung „NOBLE BEGIERDEN“ bietet nicht nur einen Rückblick auf die historische Entwicklung des Kunstmarkts, sondern auch einen Ausblick auf seine zukünftigen Trends. Interessierte sind eingeladen, an der Veranstaltung im Gartenpalais Liechtenstein teilzunehmen und sich von den Expertenvorträgen inspirieren zu lassen. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite der Fürstlichen Sammlungen.