Die Luftqualität in Österreich hat im Jahr 2025 einen bemerkenswerten Tiefstand erreicht. Am 4. Januar 2026 veröffentlichte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) eine vorläufige Bilanz, die zeigt, dass die Belastung durch
Die Luftqualität in Österreich hat im Jahr 2025 einen bemerkenswerten Tiefstand erreicht. Am 4. Januar 2026 veröffentlichte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) eine vorläufige Bilanz, die zeigt, dass die Belastung durch Feinstaub (PM10 und PM2,5), Stickstoffdioxid (NO₂) und Ozon (O₃) auf einem der niedrigsten Niveaus der letzten zwei Jahrzehnte liegt. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Erfolg für die Umweltpolitik, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung.
Ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der Luftqualität ist der kontinuierliche Rückgang der NOx-Emissionen aus dem Straßenverkehr. Strengere Abgasnormen und die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte tragen maßgeblich dazu bei. Zudem hat die vergleichsweise milde Witterung in den Wintermonaten die Emissionen aus der Raumheizung verringert, was sich ebenfalls positiv auf die Luftqualität auswirkte.
Feinstaub, auch als PM10 und PM2,5 bekannt, stammt aus verschiedenen Quellen wie Hausbrand, Verkehr und Industrie. Diese Partikel können gesundheitsschädlich sein, da sie tief in die Lunge eindringen können. Die vorläufigen Daten für 2025 zeigen, dass die Grenzwerte gemäß der EU-Luftqualitätsrichtlinie und dem österreichischen Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) an keiner Messstelle überschritten wurden. Dies ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu den Jahren 2010 und 2011, als großflächige Überschreitungen registriert wurden.
Auch die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO₂) ist 2025 weiter gesunken. Die vorläufigen Jahresmittelwerte liegen unterhalb der EU-Grenzwerte. Ozon (O₃) hingegen lag über dem Durchschnitt der Jahre seit 2020, aber niedriger als in den Jahren davor. Die Informationsschwelle wurde an einigen Tagen überschritten, was jedoch im Rahmen der Erwartungen liegt.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich hinsichtlich der Luftqualität gut abschneidet. Während in Deutschland einige Städte noch mit hohen NO₂-Werten kämpfen, hat Österreich durch konsequente Maßnahmen im Verkehrssektor und bei der Raumheizung die Belastung reduzieren können. Auch die Schweiz setzt auf strenge Umweltauflagen, jedoch sind die topografischen Bedingungen dort oft eine Herausforderung.
Die positive Entwicklung der Luftqualität hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung. Studien zeigen, dass eine geringere Belastung durch Feinstaub und NO₂ das Risiko von Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen senken kann. Zudem trägt saubere Luft zu einer höheren Lebensqualität und einem geringeren Gesundheitskostenaufwand bei.
Um die positiven Entwicklungen langfristig zu sichern, plant die österreichische Regierung weitere Investitionen in nachhaltige Technologien und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Umweltminister Norbert Totschnig betont, dass der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt werden muss, um die Umweltbelastung weiter zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorläufige Bilanz der Luftqualität 2025 ein ermutigendes Signal für Österreich ist. Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen, insbesondere im Hinblick auf die Anpassung an klimatische Veränderungen und die weitere Reduzierung von Emissionen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes.