Die Uhr tickt für rund 300.000 Haushalte in Niederösterreich! Bis zum 31. Juli haben die betroffenen EVN-Kunden noch Zeit, ihre Ansprüche auf eine Tarifrückzahlung geltend zu machen. Diese Rückzahlung ist das Resultat unlauterer Preiserhöhungen, die der Landesversorger EVN vorgenommen hatte. Doch wi
Die Uhr tickt für rund 300.000 Haushalte in Niederösterreich! Bis zum 31. Juli haben die betroffenen EVN-Kunden noch Zeit, ihre Ansprüche auf eine Tarifrückzahlung geltend zu machen. Diese Rückzahlung ist das Resultat unlauterer Preiserhöhungen, die der Landesversorger EVN vorgenommen hatte. Doch wie kam es dazu, und was bedeutet das für die Betroffenen?
Alles begann mit einem Urteil des Oberlandesgerichts Wien. Im September 2022 hatte die EVN eine Vertragsbestimmung eingeführt, die es ihr erlaubte, die Preise für Strom und Gas um bis zu 150 Prozent zu erhöhen. Dies wurde jedoch vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) angefochten und letztlich als intransparent und unwirksam eingestuft. Das Gerichtsurteil zwang die EVN, die unrechtmäßig erhobenen Beträge zurückzuzahlen.
Die Tarifrückzahlung steht allen EVN-Kunden zu, die zum Stichtag 1. September 2022 einen aufrechten Energieliefervertrag in einem OPTIMA-Festpreistarif hatten. Um die Rückzahlung zu erhalten, müssen die Kunden aktiv werden und diese online, telefonisch oder persönlich im EVN Service-Center beantragen. Im Durchschnitt können sich die Kunden auf eine Rückzahlung von 410 Euro für einen Gastarif und 90 Euro für einen Stromtarif freuen.
Während die EVN in Niederösterreich durch die unlauteren Preiserhöhungen in die Schlagzeilen geriet, ist sie nicht der einzige Energieversorger, der in der Kritik steht. In Wien etwa, hatte die Wien Energie ähnliche Probleme, die ebenfalls zu rechtlichen Auseinandersetzungen führten. Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Praktiken der Landesversorger und zeigen, dass das Vertrauen der Kunden oft nicht gerechtfertigt ist.
Für die betroffenen Kunden bedeutet dies nicht nur eine finanzielle Entlastung durch die Rückzahlung, sondern auch eine Gelegenheit, ihre aktuelle Tarifstruktur zu überdenken. Energieexperten raten dazu, die Gelegenheit zu nutzen, um die eigenen Energietarife zu überprüfen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Laut dem Tarifvergleichsportal durchblicker können niederösterreichische Haushalte durch einen Wechsel bis zu 534 Euro im Jahr sparen.
Der Verein für Konsumenteninformation spielte eine entscheidende Rolle in diesem Fall. Als unabhängige Organisation setzt sich der VKI für die Rechte der Verbraucher ein und hat in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich gegen unlautere Praktiken von Unternehmen geklagt. Der Erfolg gegen die EVN ist ein weiterer Beweis für die Wichtigkeit solcher Institutionen im Kampf für Verbraucherrechte.
Ein Energieexperte betont: "Die Landesversorger genießen nach wie vor hohes Vertrauen, doch dieses Vertrauen ist nicht immer gerechtfertigt. Verbraucher sollten ihre Verträge regelmäßig überprüfen und nicht blind ihrem Anbieter vertrauen." In Zukunft könnten weitere rechtliche Schritte gegen andere Energieversorger folgen, wenn diese sich ebenfalls unlauterer Praktiken bedienen. Verbraucher sollten wachsam bleiben und ihre Rechte kennen.
Nach dem 31. Juli verfällt der Anspruch auf die Rückzahlung. Kunden, die bis dahin nicht aktiv werden, gehen leer aus. Doch auch nach diesem Datum bleibt das Thema Energiepreise aktuell. Die steigenden Kosten für Strom und Gas belasten viele Haushalte, und die Bereitschaft zum Anbieterwechsel bleibt trotz der hohen Preise gering. Laut einer Studie von durchblicker haben 80 Prozent der Österreicher noch nie ihren Gasanbieter gewechselt, und die Hälfte hat noch nie den Stromanbieter gewechselt.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Verbraucher scheuen den Aufwand eines Wechsels oder sind sich nicht über die möglichen Einsparungen im Klaren. Doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wer bei seinem Anbieter bleibt, zahlt oft deutlich drauf. Landesversorger verlangen bis zu 40 Prozent höhere Preise als Alternativanbieter und geben Preissenkungen nur mit Verzögerung weiter.
Im günstigsten Fixpreis-Tarif der EVN kostet die Kilowattstunde Strom derzeit 15,68 Cent (inkl. MwSt.), während Alternativanbieter bereits bei 12 Cent starten. Ein Wechsel kann somit erhebliche Einsparungen bringen. Durchblicker bietet neben einem Online-Tarifwechsel auch eine kostenlose telefonische Beratung an, um Kunden beim Wechsel zu unterstützen.
Die Tarifrückzahlung der EVN ist ein Weckruf für viele Verbraucher. Sie zeigt, wie wichtig es ist, seine Verträge regelmäßig zu überprüfen und die Angebote am Markt zu vergleichen. Die Möglichkeit, mehrere hundert Euro im Jahr zu sparen, sollte niemand ungenutzt lassen. Wer jetzt handelt, kann nicht nur von der Rückzahlung profitieren, sondern auch langfristig seine Energiekosten senken.
Weitere Informationen zur Tarifrückzahlung und zum Anbieterwechsel finden Sie auf der Website von durchblicker.