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Wirtschaft

Lehrlingskrise droht: Österreichs Wirtschaft schlägt Alarm!

17. April 2025 um 12:43
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Österreichs Wirtschaft steht vor einer potenziellen Katastrophe: Eine drohende Kürzung der Lehrstellenförderung könnte das Land eine ganze Generation von Fachkräften kosten. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat ein neues Lehrberufspaket vorgestellt, das die Wirtschaft als essenziell für

Österreichs Wirtschaft steht vor einer potenziellen Katastrophe: Eine drohende Kürzung der Lehrstellenförderung könnte das Land eine ganze Generation von Fachkräften kosten. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat ein neues Lehrberufspaket vorgestellt, das die Wirtschaft als essenziell für die Zukunft sieht. Doch die geplanten Kürzungen ab Sommer 2025 könnten viele Ausbildungsbetriebe in die Knie zwingen.

Wirtschaft in Aufruhr: Bedrohung für Ausbildungsbetriebe

Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, warnt eindringlich vor den Konsequenzen: 'Unsere Betriebe leisten immense Arbeit, aber ohne die notwendige Förderung droht ihnen das Aus.' Die aktuelle Fördersituation ist nicht rosig: Die betriebliche Lehrlingsförderung ist auf 280 Millionen Euro gedeckelt. Doch die steigenden Ausbildungskosten und der erhöhte Betreuungsaufwand durch schulische und soziale Defizite der Lehrlinge setzen den Betrieben stark zu.

Die Faktenlage: Ein finanzielles Desaster droht

  • Die Basisförderung deckt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten.
  • Ohne Förderungen würden 15% der Betriebe keine Lehrlinge mehr ausbilden.
  • Ein Ausbildungsplatz in der ÜBA kostet den Staat 23.039 Euro pro Lehrling, während die betriebliche Ausbildung nur 7.688 Euro kostet.

Mariana Kühnel von der WKÖ betont, dass die Lehrlingsausbildung nicht nur kostengünstig für den Staat ist, sondern auch erhebliche Einnahmen generiert. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2023 flossen 400 Millionen Euro aus der Lehrlingsausbildung direkt an die öffentliche Hand zurück.

Die Lösung: Investieren statt sparen!

Die Wirtschaft fordert dringend eine Aufstockung der Fördermittel, um die Ausbildung der Fachkräfte von morgen zu sichern. Die Bereitstellung von mehr als 80 Millionen Euro für 2025 und 2026 wäre ein wichtiges Signal an die 27.000 Ausbildungsbetriebe, auch weiterhin junge Menschen in die duale Ausbildung aufzunehmen.

Renate Scheichelbauer-Schuster fasst zusammen: 'Hier zu sparen wäre kurzsichtig und würde uns teuer zu stehen kommen. Eine verlorene Lehrlingsgeneration wäre eine Katastrophe für den Wirtschaftsstandort Österreich.'

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