In einer Zeit, in der die Preise steigen und die Zukunft ungewisser denn je erscheint, stellt sich eine zentrale Frage: Was bedeutet eigentlich „genug"? Das österreichische Nachhaltigkeitsmagazin L
In einer Zeit, in der die Preise steigen und die Zukunft ungewisser denn je erscheint, stellt sich eine zentrale Frage: Was bedeutet eigentlich „genug"? Das österreichische Nachhaltigkeitsmagazin LEBENSART widmet sich in seiner neuesten Ausgabe 2/2026 diesem hochaktuellen Thema und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Frust und Fülle, das viele Menschen derzeit erleben.
„Mir reicht's!" – dieser spontane Ausruf kann sowohl Überforderung als auch Zufriedenheit ausdrücken. Die Redaktion des Lebensart Verlags unter der Leitung von Michaela R. Reisinger nimmt diesen ambivalenten Satz zum Anlass für eine tiefgreifende Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Situation in Österreich.
Die Inflation hat in den vergangenen Jahren alle Bereiche des täglichen Lebens erfasst. Laut Statistik Austria lag die Inflationsrate in Österreich im Jahr 2024 bei durchschnittlich 3,2 Prozent, nachdem sie 2023 noch bei beachtlichen 7,8 Prozent gelegen hatte. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel, Energie und Wohnkosten – Bereiche, die jeden Haushalt unmittelbar treffen.
Diese Entwicklung führt zu einem Umdenken bei vielen Österreicherinnen und Österreichern. Was früher selbstverständlich war, wird plötzlich zum Luxus. Ein Restaurantbesuch, der wöchentliche Einkauf im Biomarkt oder der spontane Wochenendausflug – all das muss heute sorgfältiger geplant werden. Die LEBENSART-Ausgabe greift diese Realität auf und zeigt Wege auf, wie Familien trotz steigender Kosten ein erfülltes Leben führen können.
Während manche Haushalte jeden Euro zweimal umdrehen müssen, leben andere weiterhin im Überfluss. Diese Schere zwischen Arm und Reich hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert. Laut dem aktuellen Sozialbericht des Sozialministeriums sind in Österreich etwa 1,5 Millionen Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das entspricht rund 17 Prozent der Bevölkerung.
Die Zeitschrift LEBENSART nimmt sich dieser gesellschaftlichen Herausforderung an und beleuchtet sowohl die Perspektive derjenigen, die mit wenig auskommen müssen, als auch die Verantwortung jener, die mehr haben. Dabei geht es nicht um moralische Urteile, sondern um ein Verständnis für die unterschiedlichen Lebenssituationen und die Suche nach einem gesellschaftlichen Konsens über das, was als „genug" betrachtet werden kann.
Ein zentraler Schwerpunkt der neuen LEBENSART-Ausgabe liegt auf praktischen Lösungsansätzen für den Alltag. Wie kann man bei der Ernährung sowohl gesund als auch kostenbewusst leben? Welche Strategien helfen dabei, den Haushalt effizient zu führen, ohne auf Lebensqualität zu verzichten? Und wie lässt sich der Garten so gestalten, dass er nicht nur schön aussieht, sondern auch zur Selbstversorgung beiträgt?
Diese Fragen sind nicht neu, aber sie haben in Zeiten der Teuerung eine neue Dringlichkeit erhalten. Viele Menschen entdecken alte Tugenden wieder: das Selbstkochen statt Fertiggerichte, das Reparieren statt Wegwerfen, das bewusste Einkaufen statt des impulsiven Konsums. Was oft als Verzicht empfunden wird, kann sich als Bereicherung erweisen – sowohl für die Geldbörse als auch für das persönliche Wohlbefinden.
Die Teuerungskrise hat einen unerwarteten Nebeneffekt: Sie macht nachhaltiges Leben für viele Menschen nicht nur zu einer ethischen, sondern auch zu einer ökonomischen Notwendigkeit. Wer weniger konsumiert, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene Budget. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den aktuellen Konsumtrends wider.
Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftskammer Wien haben 68 Prozent der österreichischen Haushalte ihr Konsumverhalten in den vergangenen zwei Jahren verändert. Dabei steht nicht mehr nur der Preis im Vordergrund, sondern auch die Qualität und Langlebigkeit von Produkten. Second-Hand-Läden verzeichnen einen Boom, Repair-Cafés schießen aus dem Boden, und Urban Gardening wird vom Trend zur Notwendigkeit.
Die Frage nach dem „Genug" betrifft nicht nur den individuellen Konsum, sondern auch das Familienleben und gesellschaftliche Strukturen. Eltern stehen vor der Herausforderung, ihren Kindern Werte zu vermitteln, die über den reinen Materialismus hinausgehen. Wie erklärt man einem Teenager, dass das neueste Smartphone nicht notwendig ist, wenn alle Freunde es haben?
Die LEBENSART-Redaktion hat Familien begleitet, die bewusst andere Wege gehen. Familien, die gemeinsame Zeit höher bewerten als teure Freizeitaktivitäten, die Kreativität fördern statt Konsum zu belohnen, und die ihren Kindern beibringen, dass Glück nicht käuflich ist. Diese Geschichten zeigen, dass die Teuerungskrise auch eine Chance sein kann – eine Chance zur Besinnung auf das Wesentliche.
Österreich steht mit seinen Herausforderungen nicht allein da. In Deutschland kämpfen Familien mit ähnlichen Problemen, während in der Schweiz die höheren Löhne die Teuerung teilweise abfedern. Interessant sind auch die skandinavischen Länder, wo das Konzept der „Lagom" – des rechten Maßes – tief in der Kultur verwurzelt ist.
Diese internationalen Perspektiven bieten wertvolle Anregungen für österreichische Lösungsansätze. So haben beispielsweise dänische Kommunen erfolgreich Modelle des gemeinschaftlichen Konsums etabliert, bei denen sich Nachbarn Werkzeuge, Gartengeräte oder sogar Autos teilen. Solche Initiativen reduzieren nicht nur die individuellen Kosten, sondern stärken auch den sozialen Zusammenhalt.
Magazine wie LEBENSART spielen eine wichtige Rolle in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Sie bieten nicht nur Information, sondern auch Orientierung in einer Zeit des Umbruchs. Während viele Medien auf Sensationen setzen, konzentriert sich das Nachhaltigkeitsmagazin auf konstruktive Lösungsansätze und praktische Hilfestellungen.
Die Herausforderung für Medien liegt darin, die Komplexität der aktuellen Situation angemessen darzustellen, ohne zu vereinfachen oder zu dramatisieren. Es geht darum, sowohl die Probleme als auch die Chancen aufzuzeigen und den Lesern Mut zu machen, selbst aktiv zu werden.
Die Frage nach dem „Genug" wird die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Experten gehen davon aus, dass sich die Preise auf dem aktuellen Niveau stabilisieren werden, aber nicht wieder auf das Vorniveau zurückfallen. Das bedeutet, dass die Menschen lernen müssen, mit der neuen Realität zu leben.
Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmodelle und Lebensstile, die auf Nachhaltigkeit und bewussten Konsum setzen. Die Sharing Economy wächst, regionale Produkte gewinnen an Bedeutung, und das Bewusstsein für die Umweltauswirkungen des eigenen Handelns steigt kontinuierlich.
Die neue Ausgabe der LEBENSART bietet konkrete Anleitungen für verschiedene Lebensbereiche. Im Bereich Ernährung werden saisonale Rezepte vorgestellt, die nicht nur günstig, sondern auch gesund und nachhaltig sind. Dabei liegt der Fokus auf regionalen Zutaten und traditionellen Zubereitungsarten, die oft in Vergessenheit geraten sind.
Für den Haushalt werden Tipps gegeben, wie sich mit einfachen Mitteln Reinigungsmittel selbst herstellen lassen oder wie sich durch geschickte Organisation Geld und Zeit sparen lassen. Der Gartenteil zeigt, wie sich auch auf kleinstem Raum Gemüse und Kräuter anbauen lassen – sei es auf dem Balkon, im Hinterhof oder im Schrebergarten.
Besonders wertvoll sind die Erfahrungsberichte von Menschen, die bereits erfolgreich ihren Lebensstil umgestellt haben. Diese authentischen Geschichten machen Mut und zeigen, dass ein bewusster Umgang mit Ressourcen nicht Verzicht bedeuten muss, sondern zu mehr Lebensqualität führen kann.
Letztendlich geht es bei der Frage nach dem „Genug" um mehr als nur um Geld und Konsum. Es geht um Lebensqualität, um Zufriedenheit und um die Frage, was wirklich wichtig ist im Leben. Die LEBENSART-Ausgabe 2/2026 lädt ihre Leser dazu ein, diese Fragen für sich selbst zu beantworten und dabei zu entdecken, dass weniger oft mehr sein kann.
Die Diskussion über das rechte Maß ist dabei kein Luxus, den sich nur wohlhabende Menschen leisten können. Im Gegenteil: Gerade für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln ist es überlebenswichtig, das Beste aus den verfügbaren Ressourcen zu machen. Die neue LEBENSART-Ausgabe versteht sich als Begleiter auf diesem Weg und bietet praktische Hilfe für den Alltag.
In einer Zeit, in der vieles im Wandel ist und die Zukunft ungewiss erscheint, bietet das Konzept des "Genug" eine wichtige Orientierung. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, Prioritäten zu setzen und zu erkennen, dass wahre Zufriedenheit nicht von der Menge des Besitzes abhängt, sondern von der Qualität des Lebens. Die LEBENSART 2/2026 ist ab sofort erhältlich und verspricht, ihren Lesern wertvolle Impulse für ein erfülltes Leben im rechten Maß zu geben.