Am 22. September 2025 ist es wieder soweit: Der „kulturMontag“ auf ORF 2 und ORF ON bietet ein Programm, das Kulturbegeisterte nicht verpassen sollten. Mit einer Mischung aus Interviews, Premieren und tiefgehenden Einblicken in aktuelle kulturelle Trends verspricht die Sendung, die Zuschauer in ihre
Am 22. September 2025 ist es wieder soweit: Der „kulturMontag“ auf ORF 2 und ORF ON bietet ein Programm, das Kulturbegeisterte nicht verpassen sollten. Mit einer Mischung aus Interviews, Premieren und tiefgehenden Einblicken in aktuelle kulturelle Trends verspricht die Sendung, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Doch was genau erwartet uns an diesem besonderen Abend?
Marianne Mendt, die Grande Dame der österreichischen Musik- und Theaterszene, feiert ihren 80. Geburtstag. Bekannt für ihre unverwechselbare Stimme und ihren Wiener Schmäh, hat Mendt über Jahrzehnte hinweg die Bühnen des Landes geprägt. Doch wer ist die Frau hinter der Legende?
Seit ihrem 18. Lebensjahr hat sich Mendt dem Jazz verschrieben. Jazz, eine Musikrichtung, die sich durch ihre Improvisationsfreude und rhythmische Komplexität auszeichnet, war für Mendt immer mehr als nur eine Leidenschaft – es war eine Lebensphilosophie. Im Gespräch mit Clarissa Stadler wird sie auf ihr bewegtes Leben und ihre beeindruckende Karriere zurückblicken. Ein Highlight des Abends ist die Vorstellung ihres neuen Albums mit amerikanischen Jazzstandards, bei dem sie mit Künstlern wie Ina Regen und Conchita Wurst zusammengearbeitet hat.
Dieses Album ist nicht nur ein Geschenk an ihre Fans, sondern auch ein Beweis dafür, dass Alter nur eine Zahl ist. Für Mendt ist die Bühne noch lange nicht passé – sie ist ein Ort der Lebendigkeit und der Kreativität.
Ein weiterer Höhepunkt des „kulturMontag“ ist das Interview mit Dimitre Dinev, einem Schriftsteller, dessen Werk „Zeit der Mutigen“ bereits jetzt als literarisches Meisterwerk gefeiert wird. Dinev, der 1990 aus Bulgarien nach Österreich emigrierte, hat mit seinem neuen Roman eine eindrucksvolle Abrechnung mit seiner Heimat geschaffen.
„Zeit der Mutigen“ ist mehr als nur ein Roman – es ist eine epische Erzählung über vier Generationen, die die Geschichte Europas von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis heute nachzeichnet. Dinev stellt die grundlegenden Fragen des menschlichen Daseins: Wie überlebt man Jahre der Unterdrückung und Gewalt? Woher nimmt man die Kraft, moralisch zu handeln, wenn Diktaturen das Böse schützen?
Sein Werk hat es auf die Longlist des Österreichischen Buchpreises geschafft und wird bereits als Pflichtlektüre für all jene gehandelt, die die europäische Geschichte und ihre Auswirkungen auf den Einzelnen verstehen wollen.
Ein weiterer spannender Aspekt des Abends ist die Auseinandersetzung mit dem Trend zum Recherche-Theater. Doch was ist Recherche-Theater eigentlich? Es handelt sich um eine Form des Theaters, die auf gründlicher journalistischer Recherche basiert und oft aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen aufgreift.
In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Medien schwindet, bieten Theaterproduktionen wie diese eine neue Plattform, um komplexe Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das „Institut für Medien, Politik und Theater“, ein Kollektiv aus jungen Journalisten und Theatermachern, hat sich dieser Aufgabe verschrieben. Ihre Stücke, die oft auf geleakten Chats oder Korruptionsskandalen basieren, sind nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam.
Mit ihrer neuen Produktion „Retrotopia“, die die neue Saison am Wiener Kosmos Theater eröffnet, setzen sie erneut ein Zeichen. Diese dystopische Satire thematisiert den globalen feministischen Backlash und zeigt, wie relevant und brisant Theater heute sein kann.
Nach dem Magazin erwartet die Zuschauer die Doku-Premiere „Zucchero – Vater des Italo-Blues“. Der Film bietet einen intimen Einblick in das Leben des legendären italienischen Sängers, dessen Karriere sich über vier Jahrzehnte erstreckt.
Mit seiner unverkennbaren Stimme und seinem unermüdlichen Streben nach musikalischem Erfolg hat Zucchero die Welt des Blues geprägt. Die Doku zeigt nicht nur die Höhen seiner Karriere, sondern auch die Tiefen seiner persönlichen Kämpfe. Berühmte Wegbegleiter wie Bono und Sting kommen zu Wort und zeichnen das Bild eines Mannes, der trotz aller Widrigkeiten seinen Weg gegangen ist.
Der „kulturMontag“ verspricht also einen Abend voller Emotionen, spannender Geschichten und tiefgehender Einblicke in die Welt der Kultur. Für alle, die mehr über die Sendung erfahren möchten, gibt es weitere Informationen auf der offiziellen Webseite des ORF unter ORF Pressemitteilung.
Ob es nun um die Feier einer lebenden Legende, die Erkundung der menschlichen Natur oder die innovative Nutzung der Theaterbühne geht – der „kulturMontag“ zeigt, dass Kultur lebendig, relevant und immer wieder überraschend ist.