Am 6. Februar 2026 rückt der "kulturMontag" im ORF das kulturelle Geschehen in den Fokus. Unter der Leitung von Clarissa Stadler wird die Sendung mit brisanten Themen aufwarten, die sowohl in Österreich als auch international von Bedeutung sind. Im Zentrum steht der "Fall of Freedom", eine Bewegung
Am 6. Februar 2026 rückt der "kulturMontag" im ORF das kulturelle Geschehen in den Fokus. Unter der Leitung von Clarissa Stadler wird die Sendung mit brisanten Themen aufwarten, die sowohl in Österreich als auch international von Bedeutung sind. Im Zentrum steht der "Fall of Freedom", eine Bewegung US-amerikanischer Künstler, die sich gegen die Trump-Regierung stellt. Gleichzeitig wird das neue Buch von Fritz Jergitsch, dem Kopf der "Tagespresse", vorgestellt, das sich mit dem Thema Populismus auseinandersetzt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ernennung von Oulu zur Europäischen Kulturhauptstadt 2026, die unter dem Motto "Kultureller Klimawandel" steht.
Die Protestbewegung "Fall of Freedom" wurde im vergangenen Herbst von den Künstlern Dread Scott und Lynn Nottage ins Leben gerufen. Sie ruft zu kreativem Widerstand gegen die Repressionen der Trump-Regierung auf. Diese Bewegung hat sich rasant verbreitet, und inzwischen beteiligen sich Hunderte von Galerien, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen in den USA. Die Künstler nutzen ihre Plattformen, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen und die Demokratie zu verteidigen.
Die Verbindung von Kunst und Protest hat eine lange Tradition. Bereits in den 1960er Jahren war die Kunstszene ein wichtiger Motor der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Künstler wie Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat nutzten ihre Werke, um gesellschaftliche Themen zu kommentieren und Veränderungen zu fordern. Auch in Österreich gab es immer wieder Künstler, die sich politisch engagierten, wie etwa der Aktionist Günter Brus, der in den 1970er Jahren mit seinen provokanten Performances auf Missstände aufmerksam machte.
Während in den USA die Kunstszene aktiv gegen politische Unterdrückung kämpft, gibt es auch in anderen Ländern ähnliche Bewegungen. In Deutschland beispielsweise nutzen Künstler ihre Werke, um auf die Gefahren des Rechtspopulismus hinzuweisen. In der Schweiz hingegen steht oft die Umwelt im Fokus, wobei Künstler Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit initiieren.
Diese künstlerischen Proteste haben direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung. Sie fördern das Bewusstsein für politische und soziale Themen und ermutigen die Menschen, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Ein Beispiel ist die Ausstellung "Art for Change" in Wien, die Besucher dazu anregt, über ihre eigene Rolle in der Gesellschaft nachzudenken und sich für positive Veränderungen einzusetzen.
Laut einer Studie der Universität Wien haben 70% der befragten Österreicher angegeben, dass sie durch künstlerische Veranstaltungen ein besseres Verständnis für politische Themen entwickeln. Dies zeigt die Bedeutung der Kunst als Mittel der Aufklärung und des Protests.
Fritz Jergitsch, bekannt für seine satirischen Beiträge bei "Die Tagespresse", widmet sich in seinem neuen Buch den Ursachen und Auswirkungen des Populismus. Er argumentiert, dass die Globalisierung und Digitalisierung zwar Wohlstand gebracht haben, aber auch zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen haben. Jergitsch plädiert für einen neuen Liberalismus, der die individuelle Freiheit stärkt und digitale Grundrechte einführt.
Oulu, die nördlichste Metropole Europas, wird 2026 zur Kulturhauptstadt ernannt. Unter dem Motto "Kultureller Klimawandel" sollen über 3.000 Veranstaltungen neue Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft eröffnen. Die Stadt plant, ihre einzigartige arktische Natur mit der reichen Geschichte der Samen, einer indigenen Volksgruppe, zu verbinden und somit ein Zeichen für kulturelle Vielfalt und Umweltschutz zu setzen.
Die Themen des "kulturMontag" zeigen eindrucksvoll, wie Kunst und Kultur als Katalysatoren für gesellschaftliche Veränderungen wirken können. Sie regen zum Nachdenken an und ermutigen die Menschen, aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken. Ob durch den kreativen Widerstand in den USA, die Auseinandersetzung mit Populismus in Österreich oder die kulturellen Initiativen in Oulu – überall zeigt sich die Kraft der Kunst, positive Veränderungen zu bewirken.
Wie wird sich die Rolle der Kunst in einer sich ständig verändernden Welt weiterentwickeln? Und welche neuen Wege wird sie finden, um Einfluss zu nehmen? Diese Fragen bleiben offen und laden zur Diskussion ein.