Österreich steht vor einem finanziellen Erdbeben! Die Regierung plant drastische Sparmaßnahmen, die vor allem die Schwächsten treffen könnten. Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich, warnt eindringlich: „Die geplanten Einsparungen gefährden die Existenz der Ärmsten!“Sparhammer trifft Fa
Österreich steht vor einem finanziellen Erdbeben! Die Regierung plant drastische Sparmaßnahmen, die vor allem die Schwächsten treffen könnten. Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich, warnt eindringlich: „Die geplanten Einsparungen gefährden die Existenz der Ärmsten!“
Im Zuge der Budgetkonsolidierung hat die Regierung ein neues Budgetbegleitgesetz eingebracht, das zahlreiche Einschnitte vorsieht. Besonders brisant: Die Valorisierung von Familienleistungen wie dem Kinderabsetzbetrag wird ausgesetzt. Ein Schritt, der laut Anna Parr fatale Folgen haben könnte. „Schon jetzt sind rund ein Drittel der Familien mit Kindern und Alleinerziehenden armutsgefährdet. Diese Maßnahmen zu streichen, wäre fahrlässig und widerspricht den Plänen, Kinderarmut zu reduzieren“, erklärt Parr.
Die Armutszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Trotz Einmalzahlungen und bisherigen Maßnahmen hat sich die Armut in Österreich verfestigt. Die Krisenjahre haben neue Armutslagen geschaffen, die besonders Familien und Alleinerziehende hart treffen. Die geplanten Einschnitte werden diese Gruppen besonders spüren, warnt die Caritas.
Ein weiterer Aufreger: Der Klimabonus wird komplett gestrichen! Für viele armutsbetroffene Haushalte war dieser Bonus eine wichtige Entlastung, um die Mehrkosten der CO2-Bepreisung abzufedern. Stattdessen soll der „Pendlereuro“ erhöht werden – ein Ausgleich, der nur Pendlern zugutekommt. „Die Ärmsten bleiben mit den Mehrbelastungen alleine“, kritisiert Parr und fordert eine soziale Staffelung des Klimabonus.
Die Abgeltung der kalten Progression wird ebenfalls gekürzt. Das variable Drittel, das einkommensschwächeren Haushalten wenigstens etwas geholfen hat, soll wegfallen. „Das ist eine Entlastung nach oben, während der finanzielle Spielraum für wichtige Weiterentwicklungen wie die Kindergrundsicherung gefährdet wird“, so Parr.
Abschließend betont Parr: „Die angekündigten Kürzungen treffen genau die Gruppen, die es am wenigsten verkraften können. Armutsbetroffene Familien können nicht denselben Beitrag leisten wie alle anderen. Wenn gekürzt wird, dann bitte sozial gerecht!“