Am 30. Juli 2025 erschütterte das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die Kunstwelt mit der Bekanntgabe der Gewinner des prestigeträchtigen Outstanding Artist Awards 2025. Diese Auszeichnung, die jährlich an herausragende Künstler und Kollektive verliehen wird, würdigt visi
Am 30. Juli 2025 erschütterte das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die Kunstwelt mit der Bekanntgabe der Gewinner des prestigeträchtigen Outstanding Artist Awards 2025. Diese Auszeichnung, die jährlich an herausragende Künstler und Kollektive verliehen wird, würdigt visionäres Denken und innovative Schaffenskraft, die neue Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Impulse setzen.
In diesem Jahr wurden acht Künstler und drei Kollektive ausgezeichnet, deren Arbeiten die Grenzen der Kunst neu definieren. Unter den Preisträgern finden sich Namen, die bereits in der Szene bekannt sind, sowie aufstrebende Talente, die die Zukunft der Kunst mitgestalten.
Liesl Raff, die Gewinnerin in der Kategorie Bildende Kunst, hat eine unverwechselbare bildhauerische Sprache entwickelt. Ihre Arbeiten thematisieren Körperlichkeit und Materialität in einer Weise, die soziale Räume schafft, in denen Begegnung und gemeinschaftliches Erleben im Mittelpunkt stehen. Seit 2016 experimentiert Raff mit Latex, dessen Eigenschaften sie nutzt, um raumgreifende Skulpturen zu schaffen, die sich temporär in Bühnen für performative und musikalische Interventionen verwandeln können.
Das Wiener Kollektiv DARUM, unter der künstlerischen Leitung von Victoria Halper und Kai Krösche, steht für ein Theater, das nicht nur aufführt, sondern aufrüttelt. Seit seiner Gründung im Jahr 2018 hat DARUM durch die Behandlung großer Themen die Grenzen der Kunst ausgereizt. Ihre Arbeiten verschwimmen zwischen Fakt und Fiktion und legen den Finger auf gesellschaftliche Widersprüche.
Olga Kosanović gelingt es, komplexe gesellschaftliche Themen mit dokumentarischer Präzision und erzählerischer Leichtigkeit zugänglich zu machen. Ihr erster Langfilm "Noch lange keine Lipizzaner" behandelt ihre gescheiterten Versuche, als in Österreich geborene Person eingebürgert zu werden, und bietet eine kluge Auseinandersetzung mit nationalen Identitätskonzepten.
Sasha Pirker bewegt sich an den Schnittstellen von Film-, Kunst- und Architekturgeschichte. Ihre Arbeiten verknüpfen feministische Perspektiven mit feiner Ironie und reflektieren gesellschaftliche Strukturen. Pirker ist nicht nur eine versierte Filmemacherin, sondern auch eine Kennerin der internationalen Filmgeschichte.
Petra Zimmermann transformiert historische Schmuckfragmente mit visionärer Kraft in zeitgenössische Kreationen. Ihre Arbeiten kommentieren Wertschöpfung, Erinnerung und Wiederverwertung, und schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Daniel M. Büchel arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und gesellschaftlichem Engagement. Seine Projekte sind geprägt von einem experimentellen Zugang, der den gebauten Raum als sozialen und kulturellen Prozess versteht. Seine Bauten entstehen oft unter einfachen Bedingungen und in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.
Der Verein, der hinter dem Festival sicht:wechsel steht, macht inklusive Kunst für ein großes Publikum erfahrbar. Das Festival 2025 bot ein zeitgenössisches Programm, das große Resonanz fand, und zeigt, dass inklusive Kunst kein Nischenprogramm, sondern eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Andreas Duscha erforscht die Möglichkeiten und Grenzen des analogen fotografischen Materials. Seine Arbeiten thematisieren Darstellungsformen von Zeit und die Bedeutung von Licht und Dunkelheit im ökologischen Zusammenhang.
Milena Michiko Flašar stellt in ihren Werken immer wieder die Frage nach der eigenen Zugehörigkeit. Ihre Geschichten, oft in Japan spielend, sind universell und lassen ihre Figuren aus Einsamkeit und Verlorenheit auftauchen.
Katrin Hornek verhandelt in ihrer Arbeit Themen wie den industriellen Kohlenstoffkreislauf und Petrokapitalismus. Ihre Kompositionen entstehen in Zusammenarbeit mit Künstlern und Wissenschaftlern und schaffen interdisziplinäre Settings.
Das Ensemble airborne extended erweitert die Tradition der Kammermusik ins 21. Jahrhundert. Es sucht die Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und prägt die zeitgenössische Kammermusik mit neuen Werken und Konzepten.
Der Outstanding Artist Award hebt die Rolle der Kunst als Motor für gesellschaftlichen Wandel hervor. Er ermutigt Künstler, Konventionen zu hinterfragen und neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Die Anerkennung außergewöhnlicher künstlerischer Leistungen schafft einen Raum, in dem kreative Vielfalt gedeihen kann.
Die Preisträger des Outstanding Artist Awards 2025 zeigen, dass Kunst nicht nur ästhetische, sondern auch gesellschaftliche Relevanz hat. Ihre Werke setzen Impulse, die weit über die Kunstszene hinausreichen und gesellschaftliche Debatten anstoßen.
Diese Auszeichnungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Künstler und ihre Karrieren, sondern auch auf das Publikum und die Gesellschaft als Ganzes. Sie fördern ein Bewusstsein für die Bedeutung der Kunst in der modernen Welt und ermutigen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.
Weitere Informationen und Details zu den Preisträgern finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums.