Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat am 28. Oktober 2025 in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Kreditnachfrage von Unternehmen im dritten Quartal 2025 signifikant gestiegen ist. Diese Entwicklung markiert das Ende eines fast dreijährigen Abwärtstrends, der durch ein schwaches Ko
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat am 28. Oktober 2025 in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Kreditnachfrage von Unternehmen im dritten Quartal 2025 signifikant gestiegen ist. Diese Entwicklung markiert das Ende eines fast dreijährigen Abwärtstrends, der durch ein schwaches Konjunkturumfeld und globale wirtschaftliche Herausforderungen geprägt war.
Seit dem dritten Quartal 2022 war die Kreditnachfrage der Unternehmen kontinuierlich gesunken. Doch nun, im dritten Quartal 2025, zeigt sich eine Trendwende. Die Banken, die an der vierteljährlichen Umfrage der OeNB teilnehmen, berichten von einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Unternehmenskrediten. Diese Entwicklung wird durch gesunkene Zinsen und eine aktivere Geschäftstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterstützt.
Der Anstieg der Kreditnachfrage ist ein positives Zeichen für die österreichische Wirtschaft. Er deutet darauf hin, dass Unternehmen wieder bereit sind, in Wachstum und Expansion zu investieren. Dies könnte zu einer Belebung des Arbeitsmarktes führen, da Unternehmen möglicherweise neue Arbeitskräfte einstellen, um ihre erweiterten Geschäftstätigkeiten zu unterstützen.
Ein fiktiver Finanzexperte kommentiert: "Diese Entwicklung könnte der Beginn einer neuen Wachstumsphase für Österreich sein. Unternehmen, die in den letzten Jahren gezögert haben, Investitionen zu tätigen, nutzen nun die Gelegenheit, um von den günstigen Kreditkonditionen zu profitieren."
In den vergangenen Jahren war die Kreditnachfrage von Unternehmen durch mehrere Faktoren gedämpft. Ein wesentlicher Grund war der rückläufige Finanzierungsbedarf für Anlageinvestitionen. Viele Unternehmen hatten aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage Investitionen zurückgehalten. Zudem hatten die Banken ihre Angebotspolitik verschärft, was es für Unternehmen schwieriger machte, Kredite zu erhalten.
Zwischen 2022 und Mitte 2025 hatten die Banken die Kreditkonditionen verschärft, indem sie die Zinsen erhöhten und strengere Anforderungen an die Kreditwürdigkeit stellten. Diese Maßnahmen waren eine Reaktion auf die angespannte Risikosituation und die allgemeine Wirtschaftslage.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern zeigt sich, dass die Entwicklung in Österreich nicht isoliert ist. Auch in Deutschland und der Schweiz beobachten wir ähnliche Trends. Unternehmen in diesen Ländern profitieren ebenfalls von gesunkenen Zinsen und einer verbesserten wirtschaftlichen Stimmung, was zu einem Anstieg der Kreditnachfrage führt.
Nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte zeigen eine erhöhte Nachfrage nach Krediten. Insbesondere Wohnbaukredite sind im dritten Quartal 2025 stark nachgefragt. Diese Entwicklung setzt einen Trend fort, der bereits Anfang 2024 begann, als die Nachfrage nach einem historischen Tiefpunkt wieder zu steigen begann.
Der Hauptgrund für den Anstieg der Nachfrage nach Wohnbaukrediten sind die gesunkenen Zinsen, die durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst wurden. Die EZB hatte ihren Leitzins von Juni 2024 bis Juni 2025 schrittweise von 4 % auf 2 % gesenkt, was zu allgemein günstigeren Kreditkonditionen führte.
Laut der OeNB-Kreditstatistik wurden von Januar bis August 2025 durchschnittlich 1,4 Milliarden Euro an neuen Wohnbaukrediten pro Monat vergeben, mit Spitzen von 1,6 Milliarden Euro im April und Juli. Dies entspricht einem Zuwachs von 44 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt von 2024.
Die aktuelle Entwicklung in der Kreditnachfrage lässt darauf schließen, dass die österreichische Wirtschaft auf dem Weg der Erholung ist. Experten erwarten, dass die Nachfrage nach Unternehmenskrediten im vierten Quartal 2025 weiter steigen wird. Dies könnte zu einer verstärkten Investitionstätigkeit und einem anhaltenden Wirtschaftswachstum führen.
Ein fiktiver Wirtschaftsexperte prognostiziert: "Sollten die Zinsen weiterhin niedrig bleiben und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben, könnten wir in den kommenden Jahren eine Renaissance der Investitionstätigkeit erleben, die das Wachstum nachhaltig fördern wird."
Die Entwicklung der Kreditnachfrage ist eng mit der Geldpolitik der EZB und der OeNB verknüpft. Die Zentralbanken spielen eine entscheidende Rolle bei der Festlegung der Zinssätze, die wiederum die Kreditkonditionen beeinflussen. Eine expansive Geldpolitik, die auf niedrige Zinsen abzielt, kann die Kreditnachfrage ankurbeln und das Wirtschaftswachstum unterstützen.
Darüber hinaus sind politische Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene von Bedeutung. Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und zur Unterstützung von KMU könnten die positive Entwicklung weiter verstärken.
Die steigende Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten ist ein ermutigendes Zeichen für die österreichische Wirtschaft. Sie zeigt, dass das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft zurückkehrt und Unternehmen sowie Haushalte bereit sind, in Wachstum und Wohlstand zu investieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Trend anhält und welche Auswirkungen er auf die gesamte Wirtschaft haben wird.
Weitere Informationen zur Umfrage der OeNB und den detaillierten Ergebnissen finden sich auf der Website der OeNB.