Der technologische Fortschritt hat Österreich in den letzten Jahren in einen wahren Aufruhr versetzt. Am 10. Juni 2025 veröffentlichte der Handelsverband in Zusammenarbeit mit Google Austria eine wegweisende Studie, die das Ausmaß der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Österreich aufzeigt.
Der technologische Fortschritt hat Österreich in den letzten Jahren in einen wahren Aufruhr versetzt. Am 10. Juni 2025 veröffentlichte der Handelsverband in Zusammenarbeit mit Google Austria eine wegweisende Studie, die das Ausmaß der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Österreich aufzeigt. Diese Studie enthüllt, dass 95% der Generation Z (Gen Z) und 68% der heimischen Unternehmen KI aktiv nutzen. Doch was bedeutet das für die Zukunft Österreichs und wie wirkt sich dieser Trend auf den Alltag der Bürger aus?
Die Generation Z, jene zwischen 1997 und 2007 Geborenen, zeigt sich als treibende Kraft in der Nutzung von KI. Laut der Studie blicken 66% dieser Altersgruppe optimistisch in die Zukunft der KI, und 57% beschreiben ihr Interesse an Technologie als hoch. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Gen Z KI nahezu flächendeckend nutzt. Doch was macht diese Generation so affin für neue Technologien?
Die Antwort liegt in der digitalen Prägung dieser Generation. Aufgewachsen mit Smartphones und Tablets, ist die Nutzung von Technologien für die Gen Z so selbstverständlich wie für ältere Generationen das Lesen einer Zeitung. Diese Selbstverständlichkeit spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie KI in ihrem Alltag integriert wird. Ob bei der Nutzung von Sprachassistenten für alltägliche Aufgaben oder bei der Suche nach Informationen – die Gen Z hat die Vorteile der KI längst erkannt und nutzt diese konsequent.
Ein besonders gefragter Bereich ist der Einsatz von KI im Shopping. Die Studie zeigt, dass 67% der Österreicher Unterstützung bei der Suche nach dem günstigsten Angebot wünschen. Die Gen Z geht noch einen Schritt weiter: Die Hälfte von ihnen würde gerne ihren gesamten Einkaufsprozess an einen KI-Assistenten delegieren, um Zeit zu sparen und personalisierte Empfehlungen zu erhalten.
Doch nicht nur die junge Generation treibt den KI-Boom voran. Auch in der österreichischen Wirtschaft hat KI Fuß gefasst. Zwei Drittel der befragten Unternehmen nutzen bereits KI, vor allem zur Texterstellung, Übersetzung und als intelligente Suchmaschine. Diese Technologien ermöglichen nicht nur eine schnellere und effizientere Aufgabenerledigung, sondern auch die Schaffung völlig neuer Inhalte.
Ein Drittel der Betriebe verzeichnet bereits Effizienzsteigerungen, 22% berichten von Kostenreduktionen und 15% haben messbare Umsatzsteigerungen erzielt. Diese positiven Auswirkungen führen zu einer hohen Investitionsbereitschaft: Über 50% der Unternehmen planen, ihre Investitionen in KI in den nächsten zwei Jahren auszubauen.
Trotz dieser Erfolge gibt es auch Herausforderungen. Nur 32% der Unternehmen schätzen ihr internes KI-Know-how als gut ein. Hier besteht Handlungsbedarf, um die Lücke zwischen Potenzial und unternehmensinternem Wissen zu schließen. Der Handelsverband bietet daher KI-Grundlagenschulungen an, um Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen.
Die zunehmende Verbreitung von KI wirft auch gesellschaftliche Fragen auf. Während 56% der Österreicher medizinische Fortschritte durch KI positiv sehen, befürchten 33% den Verlust von Arbeitsplätzen. Besonders die Gen Z sieht diese Gefahr mit 42% als real an. Diese Sorgen sind nicht unbegründet, denn der technologische Fortschritt bringt auch Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit sich.
Dennoch überwiegt der Optimismus: 47% der Bevölkerung erwarten, dass KI ihr Leben in den nächsten fünf Jahren stark beeinflussen wird. Diese Entwicklungen bieten Chancen, die es zu nutzen gilt. KI kann nicht nur Effizienzsteigerungen bringen, sondern auch den Zugang zu Wissen verbessern und den Alltag erleichtern.
Politisch ist Österreich gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz zu schaffen. Der EU AI Act, der Unternehmen zur Schulung ihrer Mitarbeiter verpflichtet, ist ein erster Schritt. Doch es bedarf weiterer Maßnahmen, um den Zugang zu KI für alle Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten und die digitale Kluft zu überwinden.
Die Zukunft der KI in Österreich ist vielversprechend. Mit der richtigen Unterstützung und einem klaren Fokus auf Bildung und Aufklärung kann KI zu einem Motor für Innovation und Wachstum werden. Die Studie des Handelsverbands ist ein Weckruf, diese Chance zu ergreifen und Österreich fit für das KI-Zeitalter zu machen.