Die Zukunft der Medizin steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Am 13. November 2025 lädt die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) zu einem spannenden Media-Talk im Tagungszentrum Schönbrunn in Wien ein. Unter dem provokanten Motto »Kollege KI –
Die Zukunft der Medizin steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Am 13. November 2025 lädt die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) zu einem spannenden Media-Talk im Tagungszentrum Schönbrunn in Wien ein. Unter dem provokanten Motto »Kollege KI – Chance oder Risiko?« wird die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im medizinischen Bereich beleuchtet.
Die Veranstaltung verspricht, Einblicke in die derzeitigen Anwendungen von KI in der Medizin zu geben. Die fünf Säulen der ÖGARI – Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin – bieten eine Plattform für Diskussionen über die Vor- und Nachteile der KI im Gesundheitswesen. Die Frage, ob die Maschine den menschlichen Arzt ersetzen kann, steht im Raum.
Künstliche Intelligenz, oft als KI abgekürzt, ist ein Zweig der Informatik, der sich mit der Schaffung von Systemen befasst, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören das Lernen, Problemlösen und Entscheidungsfindung. In der Medizin kann KI beispielsweise bei der Diagnose von Krankheiten oder der Analyse von Patientendaten helfen.
Bereits in den 1970er Jahren begannen Forscher, KI-Systeme zu entwickeln, die medizinische Diagnosen unterstützen sollten. Ein frühes Beispiel ist das MYCIN-System, das zur Diagnose von bakteriellen Infektionen entwickelt wurde. Seitdem hat sich die Technologie rasant weiterentwickelt. Heute nutzen Krankenhäuser weltweit KI, um die Effizienz zu steigern und die Patientenversorgung zu verbessern.
In der Anästhesiologie kann KI helfen, die Dosierung von Anästhetika zu optimieren und die Vitalzeichen der Patienten während der Operation zu überwachen. Diese Technologien versprechen, die Sicherheit und Effizienz von chirurgischen Eingriffen zu erhöhen.
In der Intensivmedizin spielt KI eine entscheidende Rolle bei der Überwachung von Patienten auf Intensivstationen. Durch die Analyse großer Datenmengen können KI-Systeme frühzeitig Komplikationen erkennen und dem medizinischen Personal wertvolle Entscheidungshilfen bieten.
In der Notfallmedizin kann KI die Zeit bis zur Diagnose und Behandlung verkürzen. Algorithmen können beispielsweise EKG-Daten in Echtzeit analysieren und so bei der Diagnose von Herzinfarkten helfen.
In der Schmerz- und Palliativmedizin kann KI dazu beitragen, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Durch die Analyse von Patientendaten können personalisierte Behandlungspläne erstellt werden, die besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.
Ein Experte kommentiert: „KI bietet enorme Chancen, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass ethische Standards eingehalten werden und die Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird.“
In den USA und Großbritannien wird KI bereits in großem Umfang im Gesundheitswesen eingesetzt. Diese Länder dienen oft als Vorbilder für den Einsatz neuer Technologien. Österreich könnte von ihren Erfahrungen profitieren und die Implementierung von KI im Gesundheitssystem beschleunigen.
Für die Bürger bedeutet der Einsatz von KI in der Medizin schnellere Diagnosen, individuellere Behandlungen und letztlich eine bessere Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.
Die Einführung von KI im Gesundheitswesen erfordert politische Unterstützung und klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Österreich steht vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Innovation und Regulierung zu finden.
Die Zukunft der KI in der Medizin sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Entwicklung von Technologien und der zunehmenden Integration von KI in medizinische Prozesse könnten wir in den nächsten Jahren eine Revolution im Gesundheitswesen erleben.
Abschließend bleibt die Frage, ob KI den menschlichen Arzt ersetzen kann. Wahrscheinlich nicht. Doch als unterstützendes Werkzeug hat KI das Potenzial, die Medizin grundlegend zu verändern und die Patientenversorgung auf ein neues Niveau zu heben.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der offiziellen Webseite der ÖGARI unter diesem Link.