Die Katholische Jugend Österreich schlägt Alarm: Die Klimakrise und soziale Ungerechtigkeit bedrohen die Zukunft der jungen Generation. Trotz päpstlicher Mahnungen bleibt die Politik untätig, während junge Menschen die Konsequenzen tragen müssen.Laudato si' – Ein Weckruf, der verhallt?Seit der Veröf
Die Katholische Jugend Österreich schlägt Alarm: Die Klimakrise und soziale Ungerechtigkeit bedrohen die Zukunft der jungen Generation. Trotz päpstlicher Mahnungen bleibt die Politik untätig, während junge Menschen die Konsequenzen tragen müssen.
Seit der Veröffentlichung der Enzyklika Laudato si' setzt sich die Katholische Jugend Österreich intensiv mit den darin angesprochenen Themen auseinander. Sie versucht, diese wichtigen Botschaften an junge Menschen weiterzugeben. Besonders die Fächerenzyklika hat sich als wertvolles Werkzeug erwiesen, um in Jugendstunden die komplexen Zusammenhänge greifbar zu machen.
Elisabeth Wanek, Bundesvorsitzende und Religionspädagogin, erklärt: „Die Enzyklika ist nach wie vor aktuell, doch der Diskurs hat sich weiterentwickelt.“ Deshalb veröffentlicht die Organisation nun eine Handreichung, die die neuesten Entwicklungen aufgreift und praktische Methoden sowie liturgische Bausteine für die Jugendpastoral bietet.
Rafael Haigermoser, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, kritisiert die Politik scharf: „Trotz all unserer Bemühungen sehen wir keinen Fortschritt, solange Entscheidungsträger keine nachhaltigen und sozialen Entscheidungen treffen.“ Er bemängelt, dass im jüngsten Budget der Klimaschutz vernachlässigt wurde, während fossile Subventionen weiterhin bestehen.
Haigermoser warnt: „Junge Menschen werden durch die Verteuerung des Klimatickets belastet, während die Erhöhung des Pendler-Euros vielen nichts bringt. Stattdessen brauchen wir einen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, besonders im ländlichen Raum.“
Papst Franziskus betont in seiner Enzyklika, dass ökologische und soziale Krisen nur gemeinsam gelöst werden können. Klemens Lesigang, Bundesvorsitzender, macht auf die 300.000 armuts- und ausgrenzungsgefährdeten Kinder und Jugendlichen in Österreich aufmerksam, die am meisten unter der Klimakrise leiden. „Es ist absurd, dass klimaschädliche Aktivitäten weiterhin steuerlich begünstigt werden, während im Sozial- und Klimabereich gespart wird“, kritisiert er.
Die Katholische Jugend Österreich bleibt trotz der Herausforderungen optimistisch. Die Proteste der jungen Generation und die päpstlichen Mahnungen haben die Klimadebatte in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Die Organisation sieht Grund zur Hoffnung und schließt sich den Worten von Papst Franziskus an: „Gehen wir singend voran! Mögen unsere Kämpfe und Sorgen um diesen Planeten uns nicht die Freude und die Hoffnung nehmen.“