Die Energiewende spaltet Österreich - und nirgendwo wird das deutlicher als in Kärnten. Während die Bundesregierung mit dem geplanten Erneuerbaren-Beschleunigungs-Ausbaugesetz (EABG) den Ausbau ern...
Die Energiewende spaltet Österreich - und nirgendwo wird das deutlicher als in Kärnten. Während die Bundesregierung mit dem geplanten Erneuerbaren-Beschleunigungs-Ausbaugesetz (EABG) den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren will, formiert sich in Kärnten Widerstand. FPÖ-Chef und Klubobmann Erwin Angerer stellte fest, dass die Bundesregierung nicht über die Kärntner Bevölkerung drüberfahren dürfe und kündigte an, in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag zu stellen, in dem sich die Kärntner Landesregierung gegen das geplante Gesetz aus Wien ausspricht.
In der OTS wird das Erneuerbaren-Beschleunigungs-Ausbaugesetz (EABG) als geplantes Bundesgesetz beschrieben, das Kärnten unter anderem verpflichten soll, vorerst konkret bis 2030 zusätzlich Strom aus erneuerbarer Energie zu erzeugen, wobei die Windkraft dabei noch stärker zu berücksichtigen sei. Die OTS zitiert außerdem Medienberichte, wonach Landeshauptmann Fellner Widerstand gegen das geplante EABG und insbesondere gegen weitere Windräder sowie den Photovoltaikbereich leisten werde.
Angerer betonte in der OTS, dass Kärnten nicht gezwungen werden dürfe, weitere Windräder auf Kärntner Bergen und Almen aufzustellen. Er erklärte, man werde im Sinne des eindeutigen Ergebnisses der Kärntner Volksbefragung weiterhin alles tun, um gegen dieses geplante „Bevormundungsgesetz“ aus Wien vorzugehen und Heimat und Natur zu schützen. Abschließend kündigte er an, in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag zu stellen; dies werde die Nagelprobe für Fellner und die Kärntner SPÖ sein.