Während sich österreichische Familien auf das traditionelle Osterfest vorbereiten, lauert eine unsichtbare Gefahr in den Supermarktregalen: Trotz des seit 2020 geltenden Verbots der Käfighaltung von Legehennen können Käfigeier aus dem Ausland über verarbeitete Produkte wie gefärbte Ostereier oder Ostergebäck unbemerkt in die heimischen Osternester gelangen.
Während sich österreichische Familien auf das traditionelle Osterfest vorbereiten, können Käfigeier aus dem Ausland über verarbeitete Produkte wie gefärbte Ostereier oder Ostergebäck unbemerkt in die heimischen Osternester gelangen. Der Verein Land schafft Leben erklärt, warum es bei der Osterjause nicht egal ist, woher die Lebensmittel kommen.
Bei Frischeiern besteht eine Kennzeichnungspflicht, und im Frischeier-Sortiment finden sich ausschließlich österreichische Eier. Bei verarbeiteten Produkten hingegen kann die Herkunft von Eiern unklar bleiben. Das betrifft etwa bereits gekochte und gefärbte Eier sowie fertig gekaufte Osterpinzen, -striezel oder anderes Ostergebäck, für das keine Kennzeichnungspflicht gilt.
Hannes Royer, Gründer des Vereins Land schafft Leben, weist darauf hin, dass Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf verarbeiteter Eierprodukte oft nicht wissen, wie die Hühner gehalten wurden. Er fordert deshalb eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, um mehr Sicherheit beim Einkauf zu schaffen. Bis dahin bleibt es ratsam, auf Herstellerangaben zu Herkunft und Haltungsform zu achten, sofern diese freiwillig gemacht werden.
In den vergangenen Monaten wurde in den Medien vermehrt von einer Eierknappheit in Österreich gesprochen. Als Ursachen werden unter anderem die Vogelgrippe im Ausland, die zu einem Rückgang der Legehennenbestände führen kann, sowie ein steigender Eierbedarf der Konsumentinnen und Konsumenten genannt. Grundsätzlich ist die heimische Produktion darauf ausgelegt, Österreich auch bei hoher Nachfrage mit Eiern zu versorgen; vereinzelt kann es allerdings zu einem geringeren Angebot in den Supermärkten kommen, etwa bei Bio-Eiern. Es besteht aber nach Angaben im OTS kein Grund zur Sorge, dass Ostern 2026 ohne heimische Ostereier gefeiert werden müsste.
Neben bunten Eiern sollte auch bei anderen verarbeiteten Lebensmitteln auf freiwillige Kennzeichnung geachtet werden. Bei Osterschinken, Kren, Brot und Gebäck können verschiedene Gütesiegel Orientierung bieten: Heimischer Kren ist mit dem g.g.A.-Gütezeichen gekennzeichnet – das steht für „geschützte geografische Angabe“ und garantiert, dass der Kren in der Steiermark angebaut wurde. Das AMA-Gütesiegel gewährleistet die Produktion in Österreich; das bedeutet etwa beim Osterschinken, dass das Schwein in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet wurde, und bei Brot und Gebäck, dass das vermahlene Getreide aus Österreich stammt.
Hannes Royer betont: „Lebensmittel sind nie neutral – wir treffen mit jedem Einkauf eine Entscheidung. Wer also beim Einkaufen genau hinschaut und sich bewusst entscheidet, genießt mit österreichischen Lebensmitteln bei der Osterjause nicht nur Tradition, sondern auch beste Qualität.“