Am 22. Dezember 2025 kündigte der OeAD, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung, eine neue Runde international ausgerichteter Stipendienprogramme für das Studienjahr 2026/27 an. Diese Initiative, unterstützt vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), stel
Am 22. Dezember 2025 kündigte der OeAD, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung, eine neue Runde international ausgerichteter Stipendienprogramme für das Studienjahr 2026/27 an. Diese Initiative, unterstützt vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), stellt 15 Millionen Euro für Studien- und Forschungsaufenthalte bereit. Diese Programme zielen darauf ab, die internationale Mobilität von Studierenden und Forschenden zu fördern und die Attraktivität Österreichs als Hochschulstandort zu stärken.
Internationale Stipendien sind finanzielle Unterstützungen, die es Studierenden und Forschenden ermöglichen, im Ausland zu studieren oder zu forschen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der akademischen Mobilität, da sie Barrieren abbauen und den Zugang zu globalen Bildungsressourcen erleichtern. Diese Programme fördern nicht nur den individuellen akademischen Fortschritt, sondern tragen auch zur internationalen Vernetzung und Kooperation zwischen Hochschulen bei.
Die Förderung internationaler Studienaufenthalte hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits in den 1960er Jahren wurden erste Programme aufgelegt, um den internationalen Austausch zu fördern. Mit der Gründung des OeAD im Jahr 1961 wurde eine zentrale Institution geschaffen, die sich der Förderung der internationalen Mobilität widmet. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Programme kontinuierlich ausgebaut und an die sich wandelnden Bedürfnisse der globalen Bildungslandschaft angepasst.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich in den letzten Jahren verstärkt in die Internationalisierung seiner Hochschulen investiert. Während Deutschland mit dem DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) ein ähnliches Modell verfolgt, legt die Schweiz mit ihren spezifischen bilateralen Abkommen besonderen Wert auf den Austausch mit europäischen Partnerländern. Österreichs Ansatz, durch den OeAD breit gefächerte Stipendienprogramme anzubieten, zielt darauf ab, eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen und die internationale Vernetzung zu fördern.
Die Auswirkungen dieser Stipendienprogramme auf die österreichische Bevölkerung sind vielfältig. Ein Beispiel ist die Möglichkeit für Studierende, Auslandserfahrungen zu sammeln, die nicht nur ihre akademischen Fähigkeiten, sondern auch ihre interkulturellen Kompetenzen stärken. Lehrende und Forschende profitieren von internationalen Kooperationen, die innovative Forschungsprojekte ermöglichen und zur Weiterentwicklung ihrer Fachgebiete beitragen. Durch die erhöhte Attraktivität Österreichs als Studien- und Forschungsstandort profitieren letztlich auch die heimischen Bildungseinrichtungen, die ihre internationale Reputation stärken können.
Im Studienjahr 2025/26 wurden über 2.000 Stipendien vergeben, die es den Empfängern ermöglichten, in mehr als 50 Ländern zu studieren oder zu forschen. Die durchschnittliche Förderhöhe betrug 7.500 Euro pro Stipendium, wobei die Dauer der Aufenthalte zwischen drei Monaten und einem Jahr variierte. Diese Zahlen verdeutlichen die Reichweite und den Einfluss der Programme auf die internationale Bildungslandschaft.
Die Zukunft der internationalen Stipendienprogramme in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der kontinuierlichen Erhöhung der Fördermittel und der Ausweitung auf neue Zielgruppen und Regionen wird erwartet, dass die Zahl der geförderten Studierenden und Forschenden weiter steigt. Langfristig könnten diese Programme dazu beitragen, Österreich als führenden Bildungs- und Forschungsstandort in Europa zu etablieren.
Die internationalen Stipendienprogramme des OeAD sind ein Schlüsselelement der österreichischen Bildungsstrategie. Sie fördern nicht nur die individuelle Entwicklung der Teilnehmenden, sondern stärken auch die internationale Position Österreichs im Bildungssektor. Interessierte Studierende und Forschende sollten die Gelegenheit nutzen, sich über die Ausschreibungen auf www.grants.at zu informieren und von den vielfältigen Möglichkeiten zu profitieren. Welche weiteren Schritte könnten unternommen werden, um die Internationalisierung der österreichischen Hochschulen noch weiter voranzutreiben?