Am 26. Januar 2026 veröffentlichte die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) eine Pressemitteilung, die die Bedeutung der neuen 'Industriestrategie Österreich 2035' hervorhebt. Diese Strategie wird als entscheidender Schritt angesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Produktion
Am 26. Januar 2026 veröffentlichte die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) eine Pressemitteilung, die die Bedeutung der neuen 'Industriestrategie Österreich 2035' hervorhebt. Diese Strategie wird als entscheidender Schritt angesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Produktionsstandorts Österreich zu stärken. Die FHK betont, dass Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (FH/HAW) eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser Strategie spielen werden.
Die Industriestrategie 2035 fokussiert sich auf Schlüsseltechnologien, die eine schnelle Umsetzung von Innovationen in die industrielle Anwendung ermöglichen. Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind aufgrund ihrer praxisnahen Forschung und engen Zusammenarbeit mit der Industrie prädestiniert, diesen Prozess zu unterstützen. Die FHK unterstreicht, dass FH/HAW durch ihre regionale Verankerung und internationale Ausrichtung besonders gut geeignet sind, Wissen in Wertschöpfung umzuwandeln.
Fachhochschulen wurden in Österreich erstmals in den 1990er Jahren eingeführt, um eine praxisorientierte Alternative zu den traditionellen Universitäten zu bieten. Seit ihrer Gründung haben sie sich stetig weiterentwickelt und sind heute ein integraler Bestandteil des österreichischen Hochschulsystems. Sie zeichnen sich durch eine starke Fokussierung auf anwendungsorientierte Forschung und enge Kooperationen mit der Industrie aus. Diese Merkmale machen sie zu einem unverzichtbaren Partner bei der Umsetzung der Industriestrategie 2035.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz haben österreichische Fachhochschulen einen ähnlichen Entwicklungsweg durchlaufen. In Deutschland sind Fachhochschulen bereits seit den 1970er Jahren etabliert und haben sich als wertvolle Partner für die Industrie erwiesen. Auch in der Schweiz spielen Fachhochschulen eine wichtige Rolle in der Innovationslandschaft. Der Austausch von Best Practices zwischen diesen Ländern könnte die Umsetzung der Industriestrategie in Österreich zusätzlich beflügeln.
Die Umsetzung der Industriestrategie 2035 wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie stärken, sondern auch direkte Auswirkungen auf die Bürger haben. Durch die Förderung von Schlüsseltechnologien entstehen neue Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen. Darüber hinaus profitieren Studierende von FH/HAW durch praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern.
Laut der FHK sind die Forschungsschwerpunkte der FH/HAW genau auf die Schlüsseltechnologien ausgerichtet, die in der Industriestrategie 2035 priorisiert werden. Eine kontinuierliche Forschungsfinanzierung und die Schaffung passender Rahmenbedingungen sind entscheidend, um das volle Potenzial der FH/HAW auszuschöpfen. Die FHK fordert daher eine leistungsbezogene Finanzierung und neue Förderprogramme zur Stärkung der Forschungs- und Transferkompetenzen.
Die erfolgreiche Umsetzung der Industriestrategie 2035 wird maßgeblich davon abhängen, wie gut die FH/HAW in den Prozess integriert werden. Die FHK betont, dass eine systematische Einbindung und ausreichende Finanzierung notwendig sind, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. In den kommenden Jahren wird es entscheidend sein, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie weiter zu intensivieren und innovative Ansätze zur Wissensvermittlung zu entwickeln.
Die Industriestrategie 2035 stellt einen wichtigen Meilenstein für die österreichische Wirtschaft dar. Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind aufgrund ihrer praxisorientierten Ausrichtung und ihrer Nähe zur Industrie prädestiniert, eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung dieser Strategie zu spielen. Die FHK fordert daher eine verstärkte Einbindung und ausreichende Finanzierung der FH/HAW, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Produktionsstandorts Österreich nachhaltig zu stärken. Es bleibt abzuwarten, wie die Bundesregierung auf diese Forderungen reagieren wird.