Inmitten der Krisen, die unsere moderne Gesellschaft erschüttern, stehen wir vor einer entscheidenden Frage: Wie können wir die emotionale Kraft der Hoffnung nutzen, um die Demokratie zu stärken? Am 21. November 2025, im Herzen Wiens, findet im Burg Kino eine Veranstaltung statt, die genau diese Fra
Inmitten der Krisen, die unsere moderne Gesellschaft erschüttern, stehen wir vor einer entscheidenden Frage: Wie können wir die emotionale Kraft der Hoffnung nutzen, um die Demokratie zu stärken? Am 21. November 2025, im Herzen Wiens, findet im Burg Kino eine Veranstaltung statt, die genau diese Frage adressiert. Organisiert von Faktor D, dem Demokratienetzwerk für den deutschsprachigen Raum, bietet das Panel 'Mut zur Hoffnung' eine Plattform für den Austausch über die Rolle von Emotionen in politischen Diskursen.
Die Veranstaltung, die im Rahmen des Mitmacht-Festivals 2025 stattfindet, bringt Expert*innen wie Anna Durnová von der Universität Wien und Daniel Graf von der Stiftung für direkte Demokratie zusammen. Gemeinsam mit Alexander Sängerlaub von futur eins diskutieren sie, wie Hoffnung als demokratische Kraft wirksam werden kann. Diese Diskussion ist nicht nur für die Teilnehmer*innen von Bedeutung, sondern hat auch weitreichende Implikationen für die österreichische Gesellschaft und darüber hinaus.
Emotionen spielen eine zentrale Rolle in der politischen Mobilisierung. Während antidemokratische Kräfte oft Angst und Wut als Mittel nutzen, um ihre Ziele zu erreichen, bleibt das Potenzial positiver Emotionen wie Hoffnung häufig ungenutzt. Hoffnung kann jedoch Orientierung geben, langfristig binden und die kollektive Handlungsfähigkeit stärken. Dies sind zentrale Themen, die auf dem Panel erörtert werden.
Historisch gesehen hat die Nutzung von Emotionen in der Politik eine lange Tradition. Schon in der Antike wurden Redner geschult, um das Publikum emotional zu bewegen. In der modernen Demokratie ist es jedoch entscheidend, wie diese Emotionen kanalisiert werden. In Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt es unterschiedliche Ansätze, wie Emotionen in der politischen Kommunikation genutzt werden. Während in Deutschland oft ein rationaler Ansatz bevorzugt wird, ist in der Schweiz die direkte Demokratie ein Instrument, das Emotionen in den politischen Prozess integriert.
Die Auswirkungen der Nutzung von Emotionen in der Politik sind vielfältig. Wenn Hoffnung als positive Emotion strategisch eingesetzt wird, können Bürger*innen motiviert werden, sich aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Ein Beispiel hierfür ist die Fridays for Future-Bewegung, die zeigt, wie positive Zukunftsbilder junge Menschen mobilisieren können. In Österreich könnten ähnliche Ansätze dazu beitragen, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu stärken und die politische Partizipation zu erhöhen.
Statistiken zeigen, dass die Wahlbeteiligung in Österreich in den letzten Jahren schwankend war. Bei der Nationalratswahl 2019 lag sie bei 75,6%, während sie 2017 noch bei 80% lag. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es eines gezielten Einsatzes von Emotionen bedarf, um die Bürger*innen wieder stärker für die Demokratie zu begeistern. Hoffnung kann hier ein entscheidender Faktor sein, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen und das Vertrauen in den demokratischen Prozess zu stärken.
Die Zukunft der Demokratie hängt maßgeblich davon ab, wie wir mit Emotionen umgehen. Wenn es gelingt, positive Emotionen wie Hoffnung in den politischen Diskurs zu integrieren, könnte dies zu einer stärkeren und resilienteren Demokratie führen. Experten prognostizieren, dass in den kommenden Jahren der Bedarf an emotional intelligenter politischer Kommunikation zunehmen wird. In Österreich könnte dies bedeuten, dass politische Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen verstärkt auf emotionale Kampagnen setzen, um ihre Botschaften zu vermitteln.
Die Veranstaltung 'Mut zur Hoffnung' bietet eine wertvolle Gelegenheit, über die Rolle von Emotionen in der Demokratie nachzudenken. Sie zeigt, dass Hoffnung nicht nur ein Gefühl, sondern eine mächtige Ressource für die demokratische Transformation ist. Bürger*innen sind eingeladen, sich aktiv an diesem Diskurs zu beteiligen und neue Wege zu finden, wie Emotionen positiv genutzt werden können. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Teilnahme finden Sie auf der Webseite von Faktor D.