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Herzgesundheit bei Frauen: Risiken und Prävention in Österreich

2. Februar 2026
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Am 2. Februar 2026 veröffentlichte die Medizinische Universität Wien eine alarmierende Statistik: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit rund 37 Prozent die häufigste Todesursache bei Frauen in Österreich. Diese Zahl ist nicht nur erschreckend, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Trotz der hohen Präv

Am 2. Februar 2026 veröffentlichte die Medizinische Universität Wien eine alarmierende Statistik: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit rund 37 Prozent die häufigste Todesursache bei Frauen in Österreich. Diese Zahl ist nicht nur erschreckend, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Trotz der hohen Prävalenz werden die spezifischen Risiken, Symptome und Krankheitsverläufe bei Frauen oft unterschätzt. Die #GoRed-Kampagne der Universität zielt darauf ab, genau diese Wissenslücken zu schließen und das Bewusstsein für die Herzgesundheit von Frauen zu schärfen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Eine unterschätzte Gefahr

Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfassen eine Vielzahl von Erkrankungen, die das Herz oder die Blutgefäße betreffen. Dazu gehören koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Bluthochdruck. In Österreich und weltweit sind sie die häufigste Todesursache bei Frauen. Trotz dieser Tatsache werden die Risiken oft unterschätzt, insbesondere die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Symptomatik und im Krankheitsverlauf.

Fachbegriffe erklärt

Ein zentraler Begriff in diesem Kontext ist die koronare Herzkrankheit. Diese entsteht durch die Verengung oder Blockierung der Koronararterien, die das Herz mit Blut versorgen. Ein Herzinfarkt tritt auf, wenn der Blutfluss zum Herzen plötzlich blockiert wird, was zu Gewebeschäden führt. Schlaganfälle entstehen, wenn der Blutfluss zum Gehirn unterbrochen ist, was zu Hirnschäden führen kann. Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist ein Zustand, bei dem der Druck in den Arterien chronisch erhöht ist, was das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht.

Historische Entwicklung

Historisch gesehen wurden Herz-Kreislauf-Erkrankungen lange Zeit als „Männerkrankheit“ betrachtet. Studien und klinische Versuche konzentrierten sich überwiegend auf männliche Probanden, was zu einem erheblichen Wissensdefizit über die weiblichen Symptome und Risikofaktoren führte. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich das Bewusstsein für die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Medizin verstärkt, was auch durch Initiativen wie #GoRed unterstützt wird.

Vergleiche mit anderen Ländern

In Deutschland und der Schweiz sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenfalls führende Todesursachen bei Frauen. In Deutschland sterben jährlich etwa 35 Prozent der Frauen an diesen Krankheiten, während die Zahl in der Schweiz bei rund 33 Prozent liegt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es sich um ein weit verbreitetes Problem in Mitteleuropa handelt, das länderübergreifende Ansätze zur Prävention und Bewusstseinsbildung erfordert.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Die Auswirkungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die Lebensqualität und die Gesundheitssysteme sind enorm. Betroffene Frauen leiden oft unter eingeschränkter Lebensqualität, chronischen Schmerzen und psychischen Belastungen. Die Behandlung und Pflege von Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen auch eine erhebliche finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem dar. Präventive Maßnahmen könnten nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch die Gesundheitskosten senken.

Zahlen und Fakten

Laut der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie sind rund 60 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen auf fünf veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen: Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Bluthochdruck und Rauchen. Besonders Diabetes und Adipositas erhöhen das kardiovaskuläre Risiko bei Frauen stärker als bei Männern. Diese Risikofaktoren sind jedoch durch Lebensstiländerungen und medizinische Interventionen beeinflussbar.

Expertenstimmen

Alexandra Kautzky-Willer, eine führende Stoffwechselexpertin und Gendermedizinerin an der Medizinischen Universität Wien, betont die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Präventionsansätze. „Prävention bei Frauen muss anders ansetzen als bei Männern. Früherkennung von Diabetes, konsequente Blutdruck- und Lipidkontrolle sowie Lebensstilmaßnahmen haben bei Frauen einen besonders hohen präventiven Effekt“, erklärt Kautzky-Willer.

Zukunftsperspektive

Die Zukunft der Herzgesundheit bei Frauen hängt von einer verstärkten Forschung und Aufklärung ab. Initiativen wie #GoRed Austria spielen eine entscheidende Rolle, um das Bewusstsein zu schärfen und präventive Maßnahmen zu fördern. Langfristig könnten verbesserte Diagnostik und eine stärkere Berücksichtigung frauenspezifischer Symptome in medizinischen Leitlinien die Versorgung von Patientinnen erheblich verbessern.

Fazit

Die Herzgesundheit von Frauen ist ein Thema von nationaler und internationaler Bedeutung. Es bedarf umfassender Aufklärung und gezielter Präventionsmaßnahmen, um die alarmierend hohe Sterblichkeitsrate zu senken. Mit Initiativen wie #GoRed wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer geschlechtergerechten Medizin gemacht. Wie können wir als Gesellschaft weiter dazu beitragen, das Bewusstsein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu stärken? Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf GoRed Austria.

Schlagworte

#Frauen#GoRed#Herz-Kreislauf-Erkrankungen#Herzgesundheit#Österreich#Prävention#Risikofaktoren

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