Ein politisches Donnerwetter erschüttert die Wiener Gesundheitspolitik! GR Dipl.-Ing. Martin Margulies von den Grünen schlug Alarm und beschuldigte die SPÖ, die massiven Probleme im Gesundheitsbereich zu ignorieren. Die Wartezeiten auf Operationen sind unerträglich lang, und die Grünen fordern mehr
Ein politisches Donnerwetter erschüttert die Wiener Gesundheitspolitik! GR Dipl.-Ing. Martin Margulies von den Grünen schlug Alarm und beschuldigte die SPÖ, die massiven Probleme im Gesundheitsbereich zu ignorieren. Die Wartezeiten auf Operationen sind unerträglich lang, und die Grünen fordern mehr Einsatz und Einsicht in Fehler. Doch die SPÖ kontert scharf und verteidigt ihre Errungenschaften.
Margulies empörte sich über die Vorwürfe, die Grünen würden das Personal der Wiener Gesundheitsversorgung (WIGEV) schlecht machen. 'Niemand kritisiert die Mitarbeiter!', stellte er klar. Aber die Probleme sind unübersehbar: Wartezeiten von einem halben Jahr auf eine Hüft-OP sind einfach nicht hinnehmbar. Die Grünen weisen darauf hin, dass sie bereits während der Corona-Krise wichtige Maßnahmen gesetzt haben und fordern nun die Umsetzung einer gemeinsamen Gesundheitsversorgung in der Ostregion.
GRin Dr. Claudia Laschan von der SPÖ erinnert an die Erfolge ihrer Partei, wie die Errichtung einer spitalsersetzenden ambulanten Einheit im Jahr 2010. Sie betont die Wichtigkeit der 'Finanzierung aus einer Hand', um die Gesundheitsinfrastruktur sicherzustellen und fordert weniger Doppelgleisigkeiten in der medizinischen Versorgung.
Die Grünen brachten ein Maßnahmen-Paket ein, das jedoch abgelehnt wurde. Auch Vorschläge der ÖVP zur Einführung eines Hybridversorgungssystems und flexiblerer Arbeitszeitmodelle fanden keine Mehrheit. Die politischen Fronten sind verhärtet, und die Wiener Gesundheitspolitik bleibt ein heiß umkämpftes Terrain.
Abseits der Gesundheitspolitik wurde über Bauprojekte und soziale Themen diskutiert. GR Dr. Sascha Obrecht von der SPÖ verteidigte ein Bauprojekt für 109 Gemeindewohnungen gegen Kritik der FPÖ, und die Flächenwidmung wurde beschlossen. Auch die Vertragsgenehmigung mit dem Christophorus Flugrettungsverein und die Sicherstellung der Impfleistungen für Wien standen auf der Tagesordnung.
Ein emotionaler Moment war die Abschiedsrede von GRin Gabriele Mörk (SPÖ), die nach über drei Jahrzehnten im Gemeinderat auf ihre Errungenschaften zurückblickte, darunter die Einführung der Mindestsicherung und das Wiener Chancengleichheitsgesetz.
Die Debatten im Wiener Gemeinderat zeigen: In der Gesundheitspolitik wird hart gerungen, und die Herausforderungen sind gewaltig. Ob die politischen Akteure den richtigen Weg finden, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Wienerinnen und Wiener erwarten Lösungen!