Österreich steckt tief in der Energiekrise – und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird zur teuren Falle für Millionen von Haushalten. Während die Energiepreise durch die Decke gehen und geopolitische Spannungen die Versorgung bedrohen, legt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 einen 12-Punkte-Plan vor, der die Bevölkerung finanziell entlasten, das Land unabhängiger machen und das Klima schonen soll.
Österreich steckt tief in der Energiekrise – und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird zur teuren Falle für Millionen von Haushalten. Während die Energiepreise steigen und geopolitische Spannungen die Versorgung bedrohen, legt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 einen 12-Punkte-Plan vor, der die Bevölkerung finanziell entlasten, das Land unabhängiger machen und das Klima schonen soll.
62 Prozent der österreichischen Energie stammen noch immer aus fossilen Quellen wie Kohle, Öl und Gas. Erdöl dominiert mit einem Anteil von 35,5 Prozent als wichtigster Energieträger, besonders im Verkehrssektor. Jährlich gibt Österreich 12,8 Milliarden Euro für fossile Energieimporte aus, davon allein 9,2 Milliarden Euro für Öl. Hauptimportländer werden im OTS-Text als Kasachstan, Libyen und Saudi-Arabien genannt.
Der Plan enthält Vorschläge für den Verkehrsbereich, darunter Tempo 100 auf Autobahnen und 80 km/h auf Bundes- und Landesstraßen sowie eine befristete Reduktion der Preise für Öffi-Tickets nach dem Beispiel Litauens um 50 Prozent. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Kampagnen für spritsparendes Fahren, die Ausweitung von Home-Office-Regelungen und die Förderung von Fahrgemeinschaften.
GLOBAL 2000 fordert, dass bis 2030 39 TWh aus erneuerbaren Quellen statt derzeit 27 TWh kommen sollen (Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz). Dabei sollen insbesondere bereits verbaute Flächen wie Parkplätze genutzt werden und bürokratische Hürden abgebaut werden.
Im Plan wird Biogas genannt: Durch ein Erneuerbares-Gas-Gesetz sollen bis zu 10 TWh aus nachhaltigen Quellen mobilisiert werden, was im OTS-Text als etwa 12% des Gesamtgasverbrauchs angegeben wird.
GLOBAL 2000 fordert ein Aus für Gasheizungen bis 2040 und eine Verpflichtung der Energieversorger und Netzbetreiber zum Ausbau der Fernwärme. Zudem werden attraktive Förderungen für thermische Sanierung und Heizungstausch vorgeschlagen. Die Abschaffung der Anschlusspflicht an das Gasnetz wird im OTS-Text ebenfalls genannt, um den geordneten Rückbau der Gasnetze zu ermöglichen.
Zur Finanzierung fordert GLOBAL 2000, 5,7 Milliarden Euro an umweltschädlichen Subventionen zu streichen. Weiterhin schlägt die Organisation vor, knapp 3 Milliarden Euro durch Maßnahmen wie den Stopp der Lobauautobahn zu sparen und stattdessen die ASFINAG-Dividende zu erhöhen. Außerdem fordert der Plan eine Energiewendesteuer für Fossilkonzerne zur Abschöpfung von Übergewinnen.
GLOBAL 2000 betont im OTS-Text, dass die Bundesregierung mutige Entscheidungen für die Energiewende im Sinne der Menschen treffen soll. Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, wird im OTS-Text zitiert mit der Forderung nach einem massiven Investitionspaket für die Energiewende.