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Kultur

Glitzernde Geheimnisse: Die spektakuläre Weihnachtsausstellung im MAK

21. August 2025 um 12:40
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Die Weihnachtszeit rückt näher und mit ihr eine Ausstellung, die nicht nur Weihnachtsliebhaber, sondern auch Kunstfreunde in ihren Bann ziehen wird. Das MAK - Museum für angewandte Kunst in Wien präsentiert mit 'FAHRRAD & HUMMER. Funkelnder Baumschmuck aus Gablonz' eine Sammlung, die mit über 80

Die Weihnachtszeit rückt näher und mit ihr eine Ausstellung, die nicht nur Weihnachtsliebhaber, sondern auch Kunstfreunde in ihren Bann ziehen wird. Das MAK - Museum für angewandte Kunst in Wien präsentiert mit 'FAHRRAD & HUMMER. Funkelnder Baumschmuck aus Gablonz' eine Sammlung, die mit über 800 filigranen Kunstwerken aus Glasperlen und Draht die Herzen höher schlagen lässt.

Ein Funkeln aus vergangenen Zeiten

Die Ausstellung, die vom 24. September 2025 bis zum 1. Februar 2026 im Kunstblättersaal des MAK zu sehen ist, zeigt die Vielfalt und den Reichtum der Gablonzer Weihnachtsschmuckproduktion. Diese Kunstwerke stammen aus der Privatsammlung von Waltraud Neuwirth, einer renommierten Kunsthistorikerin, die diese Schätze dem MAK als Schenkung überlassen hat.

Die Geschichte des Gablonzer Schmucks

Der Ursprung des Gablonzer Schmucks liegt im böhmischen Raum der Habsburgermonarchie, speziell in der Stadt Gablonz an der Neiße, die heute als Jablonec nad Nisou bekannt ist. Diese Region war einst das Zentrum der Glasmacher- und Bijouterietradition, aus der sich ein bedeutender Wirtschaftszweig entwickelte. Was einst mit einfachen Materialien wie Äpfeln und Nüssen begann, entwickelte sich zu einer kunstvollen Produktion.

In der Ausstellung wird der Zeitraum von 1920 bis 1980 besonders beleuchtet, der die Blütezeit dieser Kunstform darstellt. Die ausgestellten Objekte zeigen nicht nur die handwerkliche Fertigkeit, sondern auch die Kreativität und den Einfallsreichtum der Designer jener Zeit. Von Fahrrädern und Flugzeugen bis hin zu exotischen Tieren wie Hummern und Spinnen – die Vielfalt ist erstaunlich.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Ausstellungsgestaltung von Johanna Pichlbauer greift den Moment des 'Aufputzens' auf, wenn die Schachteln mit dem glitzernden Inhalt hervorgeholt werden, um den Baum zu schmücken. Dabei wird deutlich, dass hinter jedem Objekt hochwertige Materialien stecken. Kleine Hohlperlen mit Silber- und Goldeinzügen, Glasstifte und -ringe sowie Draht wurden zu kunstvollen Baumbehang verarbeitet.

  • Hauptakteure: Kleine Hohlperlen mit Silber- und Goldeinzügen
  • Materialien: Glasstifte, Glasringe, Draht
  • Repertoire: Musikinstrumente, Obst, geometrische Figuren

Ein Muss für Designliebhaber

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen, der nicht nur die Sammlung von Waltraud Neuwirth dokumentiert, sondern auch spannende Einblicke in ein bislang wenig beachtetes Kapitel der angewandten Kunst liefert. Für alle, die sich für Designgeschichte und die Ästhetik glanzvoller Feste interessieren, ist dieser Katalog ein Muss.

Ein Erlebnis für die ganze Familie

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm für Kinder und Erwachsene. Es gibt Führungen, Workshops mit glitzernden Baukästen für individuelle Christbaumschmuckkreationen und ein digitales Tool, mit dem man selbst zum Christbaumschmuckdesigner werden kann. Diese interaktiven Angebote machen die Ausstellung zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Ein Ausblick in die Zukunft

Die Ausstellung 'FAHRRAD & HUMMER. Funkelnder Baumschmuck aus Gablonz' ist nicht nur eine Hommage an die Vergangenheit, sondern auch ein Blick in die Zukunft der Kunst des Weihnachtsschmucks. Sie zeigt, wie traditionelles Handwerk und modernes Design Hand in Hand gehen können, um etwas Einzigartiges zu schaffen. Experten sind sich einig, dass diese Art der Ausstellung die Wertschätzung für handgefertigte Kunstwerke fördern wird.

Ein Kunsthistoriker betont: "Diese Ausstellung ist ein Paradebeispiel dafür, wie kulturelles Erbe und modernes Design miteinander verschmelzen können. Sie zeigt das Potenzial, das in der Wiederentdeckung und Neuinterpretation traditioneller Handwerkskunst liegt."

Besuchsinformationen

Die Ausstellung ist bis zum 1. Februar 2026 im MAK zu sehen. Das Museum ist dienstags von 10 bis 21 Uhr und von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 16,50 Euro, ermäßigt 13,50 Euro. Jeden Dienstag von 18 bis 21 Uhr gibt es einen reduzierten Eintrittspreis von 8 Euro. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung für die Pressekonferenz am 23. September 2025 können sich Interessierte unter [email protected] melden. Die Ausstellungseröffnung am selben Tag um 19 Uhr ist für alle Besucher frei zugänglich.

Für alle, die nicht nur die Ausstellung erleben, sondern auch ein Stück der Gablonzer Tradition mit nach Hause nehmen möchten, bietet der MAK Design Shop eine Auswahl an Gablonzer Schmuck an. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung ist ebenfalls im Shop erhältlich.

Besuchen Sie die Ausstellung und lassen Sie sich von der funkelnden Welt des Gablonzer Weihnachtsschmucks verzaubern. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website des MAK.

Schlagworte

#Designgeschichte#Gablonzer Schmuck#Glasperlen#Kunsthandwerk#MAK#Waltraud Neuwirth#Weihnachtsausstellung

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